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Die monatliche Annuität berechnen

Käufer einer Immobilie oder Hausbauer kommen oft zwangsläufig mit dem Begriff Annuität in Kontakt.

Annuitäten spielen eine große Rolle in der Finanzmathematik und beschreiben einen jährlich gleichbleibenden Betrag, um zum Beispiel einen Ratenkredit zurückzuzahlen.

Die monatliche Annuität ergibt sich aus dem Zinssatz und der Rückzahlungshöhe.

Bei einem Annuitätendarlehen besteht die monatliche Annuität aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil, wobei der Zinsanteil bei der ersten Rate relativ hoch ist. Bei der letzten Rate ist der Tilgungsanteil am höchsten.

Mehr zum Thema: Annuitäten – der Zins- und Tilgungsplan im Detail

Wie wird die monatliche Annuität berechnet?

Während der Zinsfestschreibung bleibt die monatliche Annuität konstant, während der Zinsanteil im Laufe der Zeit abnimmt und der Tilgungsanteil steigt. Bei jeder monatlichen Ratenzahlung wird ein Teil des Kredits zurückbezahlt.

Dadurch verringert sich bei jeder monatlichen Zahlung nicht nur die Restschuld, sondern auch der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil um den ersparten Zinsanteil ansteigt.

Der Kreditnehmer hat bei der Zinsfestschreibung häufig die Wahl zwischen Laufzeiten von 5, 10, 20 oder mehr Jahren.

Monatliche Annuität – ein Rechenbeispiel

Sind der Tilgungssatz und der Zinssatz bereits vorgegeben, lässt sich die monatliche Annuität wie folgt berechnen:

MANBE_1

Ein Beispiel: Herr Hauser erhält einen Kredit über 10.000 € zum Zinssatz von 7,8%, Tilgungssatz von 1,5% und mit einer Laufzeit von 48 Monaten:

10.000 * 9,3 = 93.000 / 120: 775. Die monatliche Annuität bzw. Ratenzahlung beträgt damit 775 €.

Ein weiteres Rechenbeispiel: Herr Hauser will in 30 Jahren einen Kredit in Höhe von 100.000 € tilgen. Die Bank berechnet einen Zinssatz von 6% (1,06) im Jahr (n) auf Zinseszinsbasis. Nun stellt sich die Frage nach der monatlichen Annuität.

Es kommt folgende Formel zur Anwendung:

MANBE_2

Rechnung: Die 12. Wurzel aus 1,06 = 1,004867550565343 * 100000 – 100000 = 486,76 / (1-1 / 1,0630) = 589,40

Die monatliche Annuität beträgt damit 589,40 €. Diese muss Herr Hauser 30 Jahre lang monatlich zahlen, um den Kredit zu tilgen. Nach 30 Jahren hätte er dann insgesamt 212.184 € (589,40 x 12 x 30) gezahlt, um Zinsen und Kredit zu tilgen.

Mehr zum Thema: Tilgungs- und Annuitätendarlehen: Die Vor- und Nachteile auf einen Blick

Annuitätendarlehen – was ist zu beachten?

Annuitätendarlehen haben den Vorteil, dass diese konstant und damit gut planbar sind. Bei der variablen Annuität ist zu beachten, dass sich die Höhe des Zinssatzes ändern kann.

Der Zinssatz orientiert sich dabei am Marktzins. Bei einem Abschwung oder in Krisenzeiten sind die Zinsen tendenziell niedrig, während bei einem Aufschwung mit steigenden Zinsen gerechnet werden muss.

Damit können sich auch die Kosten im Zusammenhang mit dem Darlehen erhöhen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, extreme Anstiege durch einen sogenannten Zinscap einzuschränken. Dieser muss jedoch mit der Bank vereinbart werden.

13. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands