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Die Preise für Wohneigentum in Deutschland steigen weiter

Preissammlungen und Preisspiegel sind eine wichtige Quelle im Immobilienalltag.

Sie sorgen für Transparenz am Immobilienmarkt, der immer noch sehr unübersichtlich ist.

Je mehr Daten veröffentlicht werden, umso besser ist es für die Branche und den Markt. Jedenfalls ist das meine Einstellung.

Zu viele Daten kann es quasi nicht geben. Deshalb werfen wir heute und morgen einen Blick auf den neuesten Preisspiegel, der gerade veröffentlicht worden ist.

3,1% Preissteigerung ermittelt

Preise und Mieten für Wohnimmobilien sind deutschlandweit gestiegen. Es schlagen Preissteigerungen von jeweils 3,1% für Eigentumswohnungen und Mieten zu Buche (Quelle: Preisspiegel des Immobilienverbandes IVD).

Großstädte mit deutlicherem Anstieg

Wie schon in den Vorjahren sind die Preisanstiege in den Großstädten am deutlichsten.

Dort gibt es in vereinzelten sehr guten oder auch sehr gut nachgefragten Lagen überdurchschnittliche Preis- und Mietanstiege.

Keine Blasenbildung am Immobilienmarkt erkennbar

Gibt es eine Immobilienblase?

Von einer vielzitierten Blasenbildung kann in Deutschland daher keine Rede sein.

„Die Preisanstiege sind Bestandteil eines längst überfälligen Aufholprozesses der deutschen Wohnungsmärkte“, erläutert Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD.

Das durchschnittliche Preisniveau für Eigentumswohnungen liege im Jahr 2012 immer noch deutlich unter dem von 1992.

Vergleich über 20 Jahre

Der Vergleich mit den Preisen von vor 20 Jahren setzt die heutige Preisentwicklung in das richtige Licht.


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Vor zwanzig Jahren waren selbstgenutzte und vermietete Wohnungen deutlich teurer. Außerdem sind die aktuellen Preissteigerungen von einer realen Nachfrage nach Wohnraum getrieben.?

Im Fokus: Eigentumswohnungen im Bestand

Es konnten schon fast Wetten darauf abgeschlossen werden, ob der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung im Bestand die Marke von 1.000,- € im Jahr 2013 durchbrochen hat.

Es hat nicht ganz gereicht: 998,- €

Nur knapp 1.000,- € müssen für einen Quadratmeter bezahlt werden.

Der Preis für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert liegt in Deutschland gegenwärtig bei 998 Euro je Quadratmeter, das sind 3,1% mehr als im Jahr 2011.

Im Gegensatz zu den vorherigen Jahren gibt es kaum Regionen und Wohnwertkategorien mehr, die von einem Preisrückgang betroffen sind. Dennoch gibt es große Schwankungen bei den Preissteigerungen. ?

Wie auch schon in den Jahren zuvor gilt die Faustregel:

  • Je höher der Wohnwert und je größer die Stadt, desto höher das Preiswachstum.

Gewinner: Gute Lagen der Großstädte – Zuwachs 9,1%

In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt der Preisanstieg bei 9,1% in Lagen mit gutem  Wohnwert.

Dies ist in erster Linie auf das kontinuierliche Bevölkerungswachstum in den deutschen Großstädten zurückzuführen, dass zudem durch den vermehrten Zuzug einkommensstarker Haushalte in die Innenstädte geprägt ist.

Keine spekulative Preissteigerung

Es handelt sich also nicht um eine spekulative, sondern um eine natürliche Nachfragezunahme, die zu steigenden Preisen und Mieten, aber nicht zu steigenden Investitionsrisiken führt.

Der Erwerb einer Eigentumswohnung in einer deutschen Großstadt bietet vor dem Hintergrund der positiven Wanderungssalden und der Einkommenssituation typischer Nachfragerhaushalte ein hohes Maß an Sicherheit.

Neubau: Klaffende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage

Höhere Preissteigerungen als bei den Bestandswohnungen verzeichnen die Neubauwohnungen.

Für einen Quadratmeter einer Neubauwohnung mit mittlerem Wohnwert beläuft sich der aktuelle Durchschnittspreis auf 1.677 Euro und liegt damit um 4,8% höher als im Vorjahr, in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern um 7,7%.

Auch hier erreicht das Segment guter Wohnwert in den großen Städten eine Steigerung von über 8%.

Diese Preissprünge sind als klares Indiz dafür zu werten, dass die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage sich immer weiter öffnet.

Es wird weiterhin zu wenig gebaut

Der Wohnungsneubau hat zwar seinen Tiefpunkt vor etwa zwei Jahren verlassen, bewegt sicher aber immer noch unterhalb der Marktabsorption.

Die höchsten Quadratmeterpreise für eine neu gebaute Wohnung mit mittlerem Wohnwert sind mit 4.000 Euro in München zu bezahlen.

In Karlsruhe bezahlt man nur die Hälfte und in Krefeld etwas mehr als ein Viertel (1.100 Euro/m²).

Einfamilienhäuser weiterhin erschwinglich

Der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert beträgt in Deutschland 204.450 Euro, das sind 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei historisch niedrigen Zinsen und noch immer vergleichsweise günstigen Preisen entscheiden sich viele Interessenten für den Kauf eines Hauses.

Und auch hier gilt: je größer die Stadt, desto deutlicher verläuft der Preisanstieg.

Es sind 6,2% in Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern (Einfamilienhäusern mit sehr gutem Wohnwert).

Die Stadt mit den höchsten Preisen für ein Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert ist mit 645.000 Euro München.

In weitem Abstand folgen Stuttgart mit 470.000 Euro und Düsseldorf mit 405.000 Euro. In Städten wie Wolfsburg oder Cottbus sind Einfamilienhäuser bereits für 100.000 Euro zu bekommen.

Morgen werfen wir einen Blick auf die Wohnungsmieten in Deutschland.

23. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.