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Die Selbstauskunft des Mieters: Das müssen Sie beachten

Die Schlange steht schon vor dem Hauseingang: Wohnungsbesichtigung am Berliner Kollwitzplatz, es ist Wochenende. Viele Vermieter kennen das Szenario, sie haben bei der Neu-Vermietung die Qual der Wahl.

Eine Selbstauskunft des Mieters soll helfen, den möglichst passenden und solventen Mieter zu finden. Mein Kollege Tobias Mahlstedt ist Rechtsanwalt und Mietrecht-Experte. Er kennt die Tücken bei der Selbstauskunft.

Fragen Sie bei der Selbstauskunft nach den Finanzen des Mieters

Da es bei der Selbstauskunft in erster Linie darum geht, sich vor Zahlungsausfällen zu schützen, dürfen Sie sich nach den wirtschaftlichen Verhältnissen Ihres künftigen Mieters erkundigen.

Deshalb gehören in jede Selbstauskunft die Fragen danach, ob

– er schon einmal die Eidesstattliche Versicherung (früher Offenbarungseid) abgegeben hat;

– ein Verbraucherinsolvenzverfahren gegen ihn eingeleitet wurde;


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– Vollstreckungsmaßnahmen wegen Geldforderungen gegen ihn eingeleitet wurden;

-er bisher seinen Mietverpflichtungen stets in vereinbartem Umfang nachgekommen ist;

– er ein (unbefristetes) Arbeitsverhältnis hat, bei dem die Probezeit bereits abgelaufen ist.

Unzulässige Fragen bei der Selbstauskunft

Unzulässig sind dagegen Fragen, die das persönliche Lebensumfeld des Mieters betreffen, also zum Beispiel danach, ob der Mietinteressent

– einen Kinderwunsch hat bzw. – bei weiblichen Interessenten – bereits schwanger ist;

– Mitglied in einem Mieterverein ist;

– Mitglied in einer bestimmten politischen Partei ist;

– vorbestraft ist oder gegen ihn Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden;

– die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt;

– einer bestimmten Religion zugehörig ist.

Unrichtige Selbstauskunft hat Folgen für den Mieter

Unzulässige Fragen darf Ihnen der Wohnungsbewerber falsch beantworten. Anders ist es aber bei den zulässigen Fragen.

Haben Sie hier eine wahrheitswidrige Antwort erhalten, können Sie den Mietvertrag dem Mieter gegenüber wahlweise anfechten oder ihm fristlos kündigen. In beiden Fällen endet das Mietverhältnis sofort.

Tipp des Mietrecht-Experten Tobias Mahlstedt: Schriftliche Auskünfte. Zu Beweiszwecken sollten Sie sich sämtliche Fragen stets nur schriftlich beantworten lassen.

Weigert sich der Mietinteressent, Ihnen schriftliche Auskünfte zu geben, sollten Sie auf den Abschluss eines Mietvertrages mit ihm lieber verzichten.

12. Dezember 2007

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.