von Volker Gelfarth

Die Sportartikelbranche blickt optimistisch in die Zukunft

Sportartikelhersteller mit gutem Rück- und Ausblick

Sportartikelhersteller mit gutem Rück- und Ausblick

Nicht nur die zwei Branchengrößen adidas und Puma haben immer wieder neue Umsatzrekorde erzielt.

Auch Nike und Foot Locker legten erfreuliche Zahlen vor.

Doch die gestiegenen Kosten für Löhne, Rohstoffe und Transport drückten auf die Marge, und so mancher Hersteller drehte deshalb an der Preisschraube.

Für die Händler war es dennoch ein ganz normales Jahr. Statt auf das in anderen Branchen so entscheidende Weihnachtsgeschäft, setzen sie vor allem auf eines: Kälte und Schnee.

Gerade im Süden der Republik macht das Geschäft mit Skiern, Winterjacken und warmen Stiefeln aufgrund der hohen Einzelbeträge bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes aus. Aber auch der Laufsportbereich spült selbst im Winter zuverlässig Geld in die Kassen der Händler.

Optimistische Zukunftsaussichten

Mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft sowie die Olympischen Spiele in London wird 2012 ein Superjahr. Während Olympia für die Branche eher einen Prestigegewinn bedeutet, zieht bei wichtigen Fußball-Meisterschaften der Umsatz von Fanprodukten, aber auch von Trikots, Schuhen und Bällen massiv an.

Davon dürften auch die beiden größten deutschen Sportartikelhersteller adidas und Puma kräftig profitieren, tummeln sie sich doch gerade auch im Fußballbereich.

Auch dem Rest der Hersteller geht es im Großen und Ganzen relativ gut. Gerade auch der Outdoorbereich, der immer wichtiger und vom Marktanteil her größer wird, hat anständig zugelegt. Rund 1,8 Mrd. € dürften 2011 mit Bergstiefeln, Zelten und Klettergurten umgesetzt worden sein.

Dennoch kämpft die Gesamtbranche mit steigenden Produktionskosten in Fernost, höheren Rohstoffkosten sowie steigenden Lohn- und Transportkosten. Die Folge: Preiserhöhungen.

Puma entdeckt Afrika als Produktionsstandort

Puma befindet sich seit geraumer Zeit auf der Suche nach kostengünstigeren Produktionsstätten und wurde jetzt fündig. Nach Afrika soll es gehen: Das Unternehmen will seine Produktion auf dem afrikanischen Kontinent weiter stark ausbauen.

Um dieses Ziel zu erreichen, errichtet ein Partner der Gesellschaft bereits eine neue Fabrik in Kenia. Für die Deutschen stellt dies jedoch nur einen ersten Schritt dar, denn Puma möchte noch viel mehr Produkte für den Welthandel in Afrika produzieren.

Im letzten Jahr ließ das Unternehmen zur Fußball- Weltmeisterschaft bereits in Südafrika, Mauritius sowie Swasiland T-Shirts und Trikots in größerem Ausmaß herstellen.

Afrika scheint für den Konzern ein wesentlich attraktiverer Produktionsstandort zu sein, denn das Unternehmen ließ bislang die Produkte in Asien fertigen. Ein Grund für den Wechsel dürften die gestiegenen Löhne in China sein.

Seit der Beinahe-Pleite Ende des vergangenen Jahrtausends hat Puma einen bemerkenswerten Imagewandel zu einer der absoluten In-Marken im Bereich Sportartikel vollzogen.

Auch wenn das Unternehmen für seine Erzeugnisse dadurch mehr als anständige Verkaufspreise erzielt, können Kostensenkungen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten nicht verkehrt sein.

Zudem will sich der Lifestyle-Konzern wieder stärker auf Sportartikel ausrichten und strebt bis 2015 beim Umsatz ein Verhältnis von 40% Sport und 60% Lifestyle an.

 
 
Tags: Puma, Adidas, China  
Bildquelle: reka100 - Fotolia

Autor:

Volker Gelfarth

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Unterbewerte Aktien mit erwarteter Outperformance stellt er im kostenlosen Value Telegramm vor.