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Die stabilsten Aktien im Crash

Jeder Anleger träumt davon, möglichst große Gewinne zu erzielen und dabei nahezu keine Risiken eingehen zu müssen. Die schlechte Nachricht an dieser Stelle ist, dass dies für immer ein Traum bleiben wird.

Denn ein höheres Gewinnpotenzial bringt in der Regel auch größere Risiken mit sich.

Es ist jedoch sehr wohl möglich, zweistellige Gewinne von durchschnittlich 10% + x pro Jahr zu erzielen, ohne dabei größere Risiken eingehen zu müssen bzw. ohne zwischenzeitlich mit großen Schwankungen leben zu müssen.

Wichtig dabei ist, auf Unternehmen zu setzen, die eine bestimmte Marktmacht besitzen und die schon möglichst lange am Markt sind und somit auch schon viele Krisen erfolgreich gemeistert haben.

Sehr hilfreich in diesem Zusammenhang ist es auch, auf die „richtigen“ Branchen zu setzen.

Doch welche sind die richtigen Branchen? Dieser Frage werden wir hier für Sie nachgehen.

Welche Branchen sich in vergangenen Abschwungphasen am besten geschlagen haben

Die Fiduka-Depotverwaltung GmbH hat untersucht, welche Branchen bzw. Sektoren die vergangenen Crash-Phasen am Aktienmarkt am besten weggesteckt haben.

Untersucht wurden dabei die Crash-Phasen von April 2015 bis Oktober 2015 (die jüngste Abschwungphase), April 2011 bis Okober 2011, Juli 2008 bis März 2009, April 2000 bis März 2003 und Juli 1998 bis Oktober 1998.

Wie Sie sehen, wurden alle Abschwungphasen der vergangenen 20 Jahre untersucht.

Das Ergebnis: 3 Branchen bzw. Sektoren schnitten dabei stets besonders gut ab. Die ersten 3 Plätze belegen der Gesundheitssektor, die Nahrungsmittel- und Getränkebranche und der Sektor Körperpflege und Haushalt.


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Unterscheidung zwischen zyklischen und nicht-zyklischen Branchen

Warum schnitten gerade diese Branchen so gut ab? Ganz einfach: Weil es sich dabei um sogenannte nicht-zyklische Branchen handelt. Das bedeutet, dass die Ertragssituation dieser Unternehmen nicht so stark vom Konjunkturzyklus abhängig ist.

Zur Erläuterung: Ein Konjunkturzyklus lässt sich für gewöhnlich in 4 Phasen einteilen: Die 1. Phase ist die Expansion. In dieser Phase steigt die Konjunkturkurve an und die zyklischen Unternehmen machen zunehmend bessere Geschäfte.

Die 2. Phase ist der Boom. Die Konjunktur-Kurve erreicht in dieser Phase ihren Höhepunkt und die Unternehmen aus zyklischen Branchen machen in dieser Phase besonders gute Geschäfte. Die Boom- Phase ist für Zykliker die beste Phase des gesamten Konjunkturzyklus.

Die 3. Phase ist die der Rezession. In dieser Phase nimmt die Konjunktur-Kurve wieder ab und die Unternehmen aus zyklischen Branchen machen zunehmend schlechtere Geschäfte.

Daran schließt sich die 4. Phase – die Phase der Depression – an. In dieser Phase machen die Zykliker die schlechtesten Geschäfte und die Aktionäre von Unternehmen aus zyklischen Branchen bekommen zunehmend Sorgenfalten auf der Stirn. Im Anschluss daran folgt wieder Phase 1: die Phase der Expansion.

Der Zyklus bzw. Kreislauf beginnt also wieder von vorn.

Crash-resistente Aktien: Der Konjunktur-Zyklus entscheidet

Unternehmen aus Branchen, die nicht so stark von dem gerade vorgestellten Konjunkturzyklus abhängig sind, schneiden in schlechten Phasen deutlich besser ab als Zykliker.

Dies liegt daran, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf bestimmte Anschaffungen verzichtet oder eher verzichtet wird und auf andere Anschaffungen nicht.

Denn: Auf einige Anschaffungen können Sie schlichtweg nicht oder kaum verzichten.

Hierzu zählen beispielsweise Nahrungsmittel, Arzneimittel und Körperpflege- sowie Haushaltsprodukte. Anders gesagt: In wirtschaftlich schwierigeren oder unsicheren Zeiten werden Sie möglicherweise die Anschaffung eines neuen Autos zurückstellen, nicht aber den Kauf von Lebensmitteln, Getränken oder wichtigen Medikamenten.

Auch werden Sie in solch schwierigen Phasen vielleicht auf einen teuren Urlaub verzichten, nicht aber auf den Kauf von Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten.

Dies sind die Gründe dafür, dass Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, der Nahrungsmittel- und Getränkebranche sowie dem Sektor Körperpflege und Haushalt auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch vergleichsweise gute Geschäfte machen und damit Sie als Aktionäre auch in Krisenzeiten halbwegs ruhig schlafen lassen.

Welche Branchen sich in vergangenen Abschwungphasen weniger gut geschlagen haben

Die hinteren 3 Plätze in der Auswertung der Fiduka- Depotverwaltung GmbH belegen die Rohstoffbranche, die Bankenbranche und der Automobilsektor. Auch die Technologiebranche und die verarbeitende Industrie schlugen sich in den Abschwungphasen der vergangenen 20 Jahre nicht besonders gut.

Hierbei handelt es sich um sogenannte zyklische Branchen bzw. Sektoren.

Die Gründe dafür, warum sich diese Wirtschaftszweige in den vergangenen Abschwungphasen nicht gut geschlagen haben, sind genauso einfach und einleuchtend wie die Gründe dafür, warum die zuvor ausführlich beschriebenen 3 Branchen sich gut geschlagen haben.

Zum Automobilsektor: Wie bereits erwähnt, verzichten viele Menschen in wirtschaftlich schwierigen oder unsicheren Zeiten auf den Kauf eines neuen Autos oder verschieben die Anschaffung wenigstens nach hinten. Die verarbeitende Industrie leidet darunter, dass sie hauptsächlich Investitionsgüter herstellt.

Und da sowohl Privathaushalte als auch die Unternehmen in schwierigen und/oder unsicheren Zeiten eine sehr geringe Investitionsbereitschaft an den Tag legen, bleibt die verarbeitende Industrie zumindest vorübergehend auf ihren Erzeugnissen sitzen.

Wir haben Ihnen gerade beschrieben, dass private Haushalte und Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Investitionen verzichten bzw. diese verschieben. Das führt irgendwann zu einem Investitionsstau.

Sobald sich die wirtschaftliche Lage bessert, werden die Investitionen oftmals nachgeholt.

Das führt dazu, dass in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs die Unternehmen aus den zyklischen Branchen oft die großen Gewinner sind.

14. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.