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Stop-Order: Erfolg versprechendes Detailwissen für Anleger

Heute wollen wir Ihnen veranschaulichen, wie man an der Börse mit einer Stop-Order Erfolg haben kann.

Stop-Order erfolgreich platzieren – Funktionsweise

Bei der Stop-Order nennen Sie Ihrem Broker eine bestimmte Preisschwelle (Stoppkurs).

Durchbricht der Kurs des Wertpapiers diese Preisschwelle, wird eine unlimitierte Order zum Kauf („Stop-Buy“) oder zum Verkauf („Stop-Loss“) platziert.

Dabei muss tatsächlich ein Umsatz zustande gekommen sein. Erst dann gilt die Schwelle als gebrochen.

Der Ausführungspreis ergibt sich nun nach den gleichen Prinzipien wie bei der Market-Order.

An dieser Stelle ist noch einmal ein Hinweis auf die verwendete Handelsplattform hilfreich.

Denn die Market-Order wird nur dann ausgeführt, wenn vorher ein Umsatz getätigt wurde.

Mit anderen Worten: Es muss ein „letzter Kurs“ zustande gekommen sein. Doch gerade bei weniger liquiden Auslandstiteln kann es zu sehr schlechten Ausführungen kommen.

Für diesen Fall nehmen einige Handelsplattformen anstelle des „letzten Kurses“ nun den aktuellen Geldkurs als Stoppkurs.

Rutscht der Geldkurs unter Ihre Stopp-Schwelle, verkaufen Sie Ihre Aktie „bestens“. Gleiches gilt auch für einen Kauf. Hier wird dann der Briefkurs mit dem Stoppkurs verglichen.

Beispiel: „VERKAUF Aktie B 28 € Stop“

Sehen wir uns nun anhand eines Beispiels die Funktionsweise einer Stop-Order an:

1 2 3 4 5 29,19 € 28,79 € 28,20 € 27,88 € 27,73 €


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Angenommen, Sie haben eine Stop-Loss-Order zu 28 € platziert, lauten die Kurse wie oben in der Tabelle angegeben.

Die ersten 3 Kurse liegen oberhalb der Stop-Order und kommen zur deren Aktivierung nicht in Frage.

Der 4. Kurs liegt jedoch unterhalb der Stop-Loss- Marke. Erst jetzt wird Ihre platzierte Order als Market-Order aktiviert.

Ihre Order wird nun zum nächstbesten Geldkurs ausgeführt. Im Beispiel liegt der bei 27,73 €.

Dieser Kurs ist dann auch Ihr Ausführungskurs. Sie sehen, dass der tatsächlich erhaltene Kurs in diesem Fall etwas unterhalb Ihres Stoppkurses liegt. Er kann aber auch darüber liegen, wenn der Kurs wieder steigt.

Genau wie die Market-Order, so gewährt Ihnen auch die Stop-Order eine garantierte Ausführung. Allerdings kann es aufgrund geringer Liquidität zu Ausführungen mit schlechten Kursen kommen.

Vor allem bei illiquiden Titeln können teilweise drastische Abweichungen entstehen.

Mehr dazu: Die Vorteile von Stop-Strategien

Nutzen Sie eine Stop-Order aus folgenden 3 Gründen:

1. Verlustbegrenzung

Sie kaufen eine Aktie zu 50 €. Leider entwickelt sich die Aktie entgegen Ihrer Erwartung und fällt.

Da Sie nicht mehr als 5 € pro Aktie verlieren möchten, setzen Sie eine Stop-Loss-Order als Verlustbegrenzungsmarke in den Markt. Durchbricht der Kurs der Aktie die Marke von 45 € (50 € minus 5 € Verlust), werden Ihre Aktien „bestens“ verkauft.

Im schlimmsten Fall müssen Sie hier – genauso wie bei einer Market-Order – mit Ausführung zu einem schlechteren Kurs rechnen.

Denn Ihre Aktien werden zum nächstbesten Geldkurs verkauft. Kalkulieren Sie deshalb unbedingt einen Sicherheitsaufschlag von mindestens 2 bis 3% bei der Berechnung Ihres Stop-Loss-Niveaus mit ein.

2. Gewinn-Sicherung

Sie kaufen eine Aktie zu 50 €. Diesmal läuft alles entsprechend Ihrer Vorstellungen. Mittlerweile notiert die Aktie bei gut 65 €.

Aus Gründen der Gewinnsicherung entschließen Sie sich, 10 € pro Aktie einzustreichen.

Mehr dazu: Gewinnsicherung bei Aktien

Sie setzen eine Stop-Loss-Order bei 60 € (50 € plus 10 € Gewinn). Fällt nun die Aktie unter 60 €, dann wird sie automatisch „bestens“ verkauft.

3. Wichtige Einstiegsmarken

Sie beobachten eine Aktie schon seit längerer Zeit und haben dabei festgestellt, dass diese immer wieder bei 56 € nach unten abprallt.

Offensichtlich gibt es hier einige Verkäufer, welche die Aktie unterhalb dieser Marke sehen wollen.

Sie entschließen sich zu kaufen, sobald die Aktie über 56 € steigt, denn dann ist der Verkäufer aus dem Markt.

Sie platzieren einen „Stop-Buy“ bei 56 €. Steigt nun die Aktie über 56 €, kaufen Sie die Aktie automatisch „billigst“, also zum besten Briefkurs.

„Geldanlage-Berater-Tipp“: Nutzen Sie eine Stop-Order nur in einem liquiden Markt und wenn die Kurse wenig schwanken.

Vermeiden Sie diese Orderart bei illiquiden Titeln. Achten Sie aber trotzdem auf Ihren Stop-Loss.

Wenn der Markt nicht liquide genug ist, setzen Sie sich diese Marke „im Kopf“ und platzieren erst dann Ihre Order, wenn Ihre Stop-Loss-Marke erreicht ist.

Ausführliche Informationen zum Umgang mit Stoppkursen finden Sie unter dem Stichwort „Risikobegrenzung“ – R 44 in Ihrem „Geldanlage-Berater“-Ordner.

28. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.