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Die Stop- (und Limit) Order: 3 Gründe für deren Einsatz

Bei einer Stop-Order geben Sie Ihrer Bank eine bestimmte Preisschwelle (Stoppkurs) vor. Durchbricht der Kurs des Wertpapiers diese Schwelle, wird automatisch eine unlimitierte Order zum Kauf („Stop-Buy“) oder Verkauf („StopLoss“) angegeben.

Mehr dazu: Die Stop-Order im Detail: Wissen für Ihren Erfolg

Dazu ein Beispiel: Sie haben eine Stop-Loss-Order zu 28 € platziert. Die Kurse lauten wie folgt:

1: 29,19 €

2: 28,79 €

3: 28,20 €

4: 27,88 €

5: 27,73 €

Die ersten 3 Kurse liegen oberhalb der Stop-Order und kommen zur Aktivierung der Stop-Order nicht in Frage.


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Der vierte Kurs liegt jedoch unterhalb der Stop-LossMarke. Erst jetzt wird Ihre platzierte Order als MarketOrder aktiviert. Ihre Order wird nun zum nächsten Geldkurs ausgeführt. Im Beispiel liegt dieser bei 27,73 €.

Nutzen Sie eine Stop-Order aus den folgenden 3 Gründen:

1. Stop-Loss für Verlustbegrenzung

Mit einem Stop-Loss-Auftrag begrenzen Sie Ihren Verlust, für den Fall, dass ein Wertpapier sich in die für Sie „falsche“ Richtung entwickelt. Beispiel: Sie kaufen eine Aktie zu 50 €. Da Sie nicht mehr als 5 € pro Aktie verlieren möchten, setzen Sie eine Stop-Loss-Order bei 45 € zur Verlustbegrenzung. Fällt der Kurs der Aktie unter diese Marke von 45 €, werden Ihre Aktien automatisch verkauft.

2. Stop-Loss für Gewinn-Sicherung

Außerdem können Sie mit einem Stop-Loss einen Teil Ihrer Gewinne absichern. Beispiel: Sie kaufen erneut eine Aktie zu 50 €. Diesmal läuft alles nach Ihren Vorstellungen. Die Aktie steigt auf 65 €. Sie entscheiden sich, auf jeden Fall 10 € pro Aktie mitzunehmen, wollen aber weiterhin an steigenden Kursen teilhaben.

Also setzen Sie eine Stop-Loss-Order bei 60 €. Fällt die Aktie unter 60 €, wird sie automatisch verkauft und Sie streichen Ihren Gewinn ein.

3. Stop-Buy für wichtige Einstiegsmarken

Sie beobachten eine Aktie, die schon mehrfach bis zu einer bestimmten Kursmarke gestiegen ist und dann wieder nachgegeben hat. Sollte die Aktie diese wichtige Marke erst einmal übertreffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es weiter aufwärts geht. Also platzieren Sie einen Stop-Buy-Auftrag knapp oberhalb der Marke. Steigt die Aktie darüber, kaufen Sie diese automatisch.

„Geldanlage-Berater“-Tipp:  Nutzen Sie eine Stop-Order nur in einem liquiden Markt und wenn die Kurse wenig schwanken. Ausführliche Informationen zum Umgang mit Stoppkursen finden Sie unter dem Stichwort „Risikobegrenzung“ – R 44 in Ihrem Ordner.

Die Stop-Limit-Order

Der offensichtliche Nachteil einer Stop-Order ist, dass Ihre Aktien unlimitiert ge- oder verkauft werden, wenn das StopLoss-Niveau erreicht ist. Es kann also dazu kommen, dass Ihr gewünschter Ausführungskurs vom Stoppkurs (stark) abweicht. Abhilfe schaffen Sie mit einer Stop-Limit-Order.

Bei einer Stop-Limit-Order geben Sie 2 Kursangaben ein.

Zum einen Ihren Stoppkurs und zum anderen den Limitkurs. Die Stop-Limit-Order arbeitet wie folgt: Bei Erreichen des Stoppkurses wird – im Gegensatz zur gewöhnlichen Stop-Order – eine Limit-Order im Markt platziert. Der Ausführungspreis wird also in keinem Fall schlechter sein als der Limitpreis.

Beispiel: Angenommen, Sie beobachten die Aktie B, die Sie oberhalb eines wichtigen charttechnischen Niveaus bei 25 € kaufen wollen. Um nicht in die Gefahr zu laufen eine Ausführung zu bekommen, die zu weit von Ihrem Stoppkurs entfernt liegt, entschließen Sie sich zur Aufgabe einer Stop-Limit-Order.

„KAUF Aktie B 25,00 € Stop – 25,10 € Limit“

Steigt der Markt über die 25-€-Marke, wird Ihre LimitOrder aktiviert. Eine Ausführung bekommen Sie zu 25,10 € oder günstiger.

„Geldanlage-Berater“-Tipp:  Nutzen Sie eine Stop-LimitOrder, wenn die Kurse stark schwanken und Sie einen bestimmten Preis erzielen wollen. Je schneller Sie aus einem Wert herauswollen oder -müssen, umso weniger sollten Sie jedoch von einer Stop-Limit-Order Gebrauch machen.

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.