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Die Stückaktie am Beispiel der Porsche-Aktie erklärt

Ein Unternehmen kann bei der Aktienausgabe zwischen zwei Gattungen wählen und entweder Nennwertaktien oder Stückaktien ausgeben. Das Unternehmen muss sich dabei für eine der beiden Aktiengattungen entscheiden, die Ausgabe beider Aktienarten ist nicht möglich – dies ist auch in § 8 Abs. 1 Aktiengesetz festgelegt.

Stückaktien existieren seit der Euro-Einführung. Für Anleger macht es zunächst keinen großen Unterschied, ob er Stück- oder Nennwertaktien hält, denn beide Aktiengattungen verbriefen einen Anteil am Grundkapital.

Dennoch lohnt sich auch für Privatanleger ein näherer Blick auf die beiden Aktienarten, denn Stückaktien haben alle den gleichen anteilsmäßigen Wert, während dies bei Nennwertaktien nicht zwingend der Fall sein muss.

Was ist eine Stückaktie?

Eine nennwertlose Aktie wird in der Regel als Stückaktie oder auch als Quotenaktie bezeichnet. Der Grund: Die Stückaktie verbrieft einen prozentualen Anteil am Grundkapital und gibt damit an, mit welchem Prozentsatz bzw. welcher Stückzahl ein Anleger mit seiner Aktie am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) beteiligt ist.


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Bei der Stückaktie gibt es im Gegensatz zur Nennwertaktie keinen festen Nennwert, der Anteil am Grundkapital ist für jede Stückaktie immer gleich groß wird in der Regel als Prozentsatz angegeben.

Ein Beispiel: Sind 1.000 Aktien ausstehend und das Unternehmen verfügt über ein Grundkapital von 100.000 €, entspricht der Anteil einer Stückaktie 0,1% am Grundkapital. Der theoretische Nennwert wäre in diesem Fall 100 € (1.000 Aktien * 100 € = 100.000 €).

Stückaktie am Beispiel der Porsche Automobil Holding

Im Jahr 2001 nutzte zum Beispiel Porsche die Euro-Einführung, um die erste Porsche Stückaktie auszugeben. Diese nennwertlose Stückaktie löste die damals auf 50 DM lautende Nennwertaktie von Porsche ab. Dem Beispiel von Porsche folgten damals viele Unternehmen, wodurch aus vielen Nennwertaktien Stückaktien wurden.

Das Grundkapital der Porsche Automobil Holding SE beträgt 153.125.000 €. Insgesamt sind 153.125.000 Porsche-Stückaktien ausstehend. Jede Aktie repräsentiert damit rechnerisch 0,000000653% des Grundkapitals der Porsche SE. Der theoretische Nennwert je Aktie  pro Aktie beträgt in diesem Fall 1 € (153,125 Mio. € / 153,125 Mio. Stückaktien).

Vorteile einer Stückaktie

Für das ausgebende Unternehmen hat die Stückaktie zum Beispiel den Vorteil, dass diese Aktienart insbesondere in den USA stark verbreitet ist. Damit ist es für deutsche Aktiengesellschaften einfacher, ihre Wertpapiere an einer US-Börse notieren zu lassen.

Stückaktie – Bedeutung für Anleger

Die Frage nach der Verbriefung (Stückaktie oder Nennwertaktie) hat für Anleger heute nur noch nachrangige Bedeutung, denn beide Aktienarten verbriefen einen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft.

Bedeutsam für Anleger ist nur das Wissen, dass Stückaktien im Gegensatz zu Nennwertaktien keinen festen Eurowert haben. Stückaktien haben zudem alle den gleichen Wertanteil, während dieser bei Nennwertaktien nicht zwingend gleich ist.

In der Praxis stellt sich die Frage der Unterscheidung ohnehin nicht mehr, denn zur Euro-Einführung haben viele Unternehmen die Chance genutzt und ihre Nennwertaktien durch nennwertlose Stückaktien ersetzt. Daher sind heute kaum mehr Nennwertaktien im Umlauf.

10. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands