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Freihandels-Abkommen TTIP: Die ungeschminkte Wahrheit

Im September 2016 demonstrierten hunderttausende Bürger gegen die Freihandels-Abkommen CETA und TTIP. Beide stehen zur Ratifizierung an.

TTIP wird das Gegenteil bringen, was Politiker erzählen

Völlig zu Recht wenden sich die Bürger gegen diese Freihandels-Abkommen.

Anstatt Wirtschafts-Wachstum, senkende Arbeitslosigkeit und eine Erhöhung des Durchschnitts-Einkommens der Arbeitnehmer in Europa, wird das Gegenteil eintreten.

Ein Beispiel:

Die Verbraucher-Richtwerte der USA und der EU unterscheiden sich massiv, etwa beim Einsatz von Wachstums-Hormonen, hochgiftigen Chemikalien oder gentechnisch veränderter Tiere.

TTIP soll also nicht nur Handels-Barrieren abbauen, die solche Produkte bislang vom EU-Markt ferngehalten haben, sondern den transatlantischen Markt vereinheitlichen.

TTIP: Gefährliche Pläne

Wie gezeigt, wird das Freihandels-Abkommen die hier geltenden strengen Verbraucher-Standards aufweichen wie einen löchrigen Käse.


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Eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vom Mai 2015 warnt eindringlich davor, dass TTIP Sicherheits-Standards für gefährliche Chemikalien gefährden könnte.

Zum Vergleich: In Europa sind über 1.300 chemische Kosmetik-Zusätze sowie mehr als 80 Pestizid-Wirkstoffe verboten, die in den USA zugelassen werden. – Noch Fragen?

Wird das Vorsorge-Prinzip gekippt?

In der EU gilt das sogenannte Vorsorge-Prinzip, eine Art Risiko- und Gefahren-Vorsorge.

Sprich: Der Schutz der Verbraucher vor Krebs erzeugenden, hormonell wirksamen und umweltschädlichen Chemikalien steht im Vordergrund.

Allerdings könnten die Interessen der US-Chemie-Unternehmen dieses Prinzip kippen, oder anders ausgedrückt: ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen vor die Gesundheit der Menschen stellen.

Da klingen auch Bundeskanzlerin Angela Merkels Worte nicht mehr sehr glaubhaft, die Sie im September 2015 verlauten ließ:

„Es wird kein einziger Standard der in der Europäischen Union oder in Deutschland gilt, durch dieses Handels-Abkommen abgesenkt.“

Durch TTIP werden Investoren protegiert

Dabei geht es geht längst nicht mehr nur um das klassische Freihandels-Thema, sondern v. a. um die Rechte für private Investoren, während die der Arbeitnehmer in den Hintergrund treten.

Das beste Beispiel hierfür ist das Nordamerikanische Freihandels-Abkommen NAFTA (North American Free Trade Agreement) zwischen Kanada, den USA und Mexiko.

Ein negatives Resultat von vielen: Arbeitnehmer und ihre Vertreter können schon gar nicht mehr vor Schiedsgerichten klagen.

Schockierende Ergebnisse hinsichtlich des NAFTA-Abkommens

Damit Sie wissen, was auf Sie zukommen kann: 2014 zogen Gewerkschaften, Wissenschaftler und Bürger-Initiativen Bilanz zu NAFTA.

Die Ergebnisse sind nicht nur ernüchternd, sondern geradezu schockierend!

In keinem der wichtigen westlichen Staaten ist die Wirtschaft so weitgehend in der Hand ausländischer Investoren, wie in Kanada. Obwohl sich der Handel verdreifacht hat, gingen v. a. industrielle Arbeitsplätze verloren.

In den NAFTA-Staaten wurde vor allem der Rohstoff-Export ausgedehnt. Weil Kanada ein ständiges Handels-Defizit aufweist, muss es zunehmend Maschinen und Elektronik importieren.

22. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.