MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Volatilität von Aktien berechnen: Wie man das Risiko bestimmt

Aktienkurse schwanken – das ist bekannt. Wie sehr sie schwanken, wird in Form der Volatilität ausgedrückt. Ein anderes Wort dafür ist Schwankungsbreite, was schon sehr genau aussagt, worum es geht.

Möchte man in ein Unternehmen investieren und überlegt sich Aktienanteile zu kaufen, dann ist ein Blick auf die Volatilität – oder kurz „Vola“ – oft angebracht.

Entscheidung mithilfe des Volatilitätsmodells

Mithilfe dieses Modells kann man entscheiden, wie viele Aktien gekauft werden können. Grundlage der Berechnung ist hierbei die Schwankungsbreite der Aktie. Dabei muss man sich darüber im Klaren sein, wie viel Geld man bereit ist, pro Aktie zu riskieren. Des Weiteren ist es wichtig, sich eine Stop-Loss-Marke zu setzen, die regelt, ab wann die Wertpapiere wieder verkauft werden sollen, falls der Kurs fällt.

Als nächsten Schritt wählt man einen individuellen Zeitraum und bestimmt den Höchst- und Tiefstkurs der Aktie. Bei Aktieninvestments sollte der Zeitraum eher größer gewählt werden, oft wird mindestens ein Monat empfohlen. Es gehen aber auch 10 Tage, genauso wie 60 Tage oder mehr. Hat man diese beiden Werte ermittelt, errechnet man deren Differenz bzw. Abstand.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Außerdem benötigt man noch eine weitere Zahl: die Allzeit-Volatilität, also den Abstand zwischen Allzeithoch und Allzeittief. Für die Kalkulation ist nun das Verhältnis der kurzfristigen Volatilität zur Allzeit-Volatilität von Bedeutung.

Volatilität von Aktien berechnen

Hat man alle nötigen Werte zusammengetragen, kann das Rechnen beginnen. Zuerst berechnet man das Verhältnis der Volatilität: 1 – kurzfristige Volatilität / Allzeit-Volatilität.

Zum besseren Verständnis ein Beispiel: Wenn die kurzfristige Volatilität einer Aktie von 40 € bis 50 € reicht, dann beträgt die kurzfristige Volatilität 10 €. Das Allzeithoch liegt bei 70 €, das Allzeittief bei 10 €. Somit ergibt sich ein Allzeit-Volatilität von 60 €. Die Rechnung lautet demnach: 1 – 10 / 60 = 1 – 0,167 = 0,83

Auf diese Weise kann man also die Volatilität der Aktien berechnen. Möchte man sich weiter ans Volatilitätsmodell halten, benötigt man jetzt das gewählte Maximalrisiko, wie viel man also bereit ist, von seinem Depot zu riskieren. Hat man z. B. 10.000 € Kapital zu Verfügung und man will 1% riskieren, ergibt sich daraus ein Maximalrisiko von 100 €. (0,01 x 10.000 € = 100 €).

Weiter geht es mit dem Stop-Loss. Soll dieser beispielsweise 3% unter dem aktuellen Wert liegen, berechnet man diesen Anteil abhängig vom momentanen Kurs. Notiert die Aktie gerade bei 44 €, multipliziert man diesen Wert mit 3%. Das Ergebnis lautet dann: 44 € x 0,03 = 1,32 €. Um die Anzahl der Aktien zu berechnen, die man mit den obigen Zahlen kaufen kann, verwendet man jetzt alle bisherigen Daten.

Aktienzahl = [(1 – 10/60) x 100 € ] / 1,32 € = 83,33 € / 1,32 € = 63

Die Rechnung ergibt also, dass man 63 Aktien zum Preis von 44 € kaufen kann.

Lohnenswerte Analyse: die Volatiliät von Aktien

Mit der gerade vorgeführten Methode, wie man die Volatilität von Aktien berechnen kann, beschäftigt man sich bereits genauer mit den Kursen. Ansonsten peilt man unter Umständen einfach über den Daumen, wie viele Aktien man von einem Unternehmen kaufen möchte.

Ob man das Volatilitätsmodell verwenden möchte, kann man von Fall zu Fall entscheiden. Es hat allerdings grundsätzlich den Vorteil, dass man sich vor der Investition mehr Fragen stellt. Diese wiederum bereiten einen besser auf das Investment vor und man weiß zumindest genau, warum man eine bestimmte Stückzahl an Aktien erwirbt.

Natürlich wird auch mit dieser Methode nicht jeder Trade ein Gewinn, aber man hält sich damit an vorher gesetzte Grenzen. Auch im Hinblick auf das Money Management ist  dieses Vorgehen empfehlenswert, weil man so das Risiko begrenzt.

19. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.