von Jan Aalto

Die Währungen stehen vor einem Crash. Fonds wertet Rating aus

Fonds von UBS auf dem Markt.

Anleihen vor dem Crash. Währungs-Anleihen-Fonds versucht Rettung.

Auch nach diesem Wochenende gibt es im Währungsdesaster keine Wende.

Der Crash - bei Anleihen - droht, die Währungen geraten unter Druck.

Genau in dieser Situation setzt ein Fonds auf die so genannte "Diversifikation". Er streut über verschiedene Länder und deren Währungen hinweg seine Investments, so dass Sie als Investor nicht in Gefahr geraten sollten.

Alleine: die Strategie erscheint uns hilflos. Sie haben eine bessere Chance über ein anderes Anleihen-Konzept. Dabei profitieren Sie auch von steigenden Zinsen.

Fonds: Industriestaaten sind sicher

Das Fondsmanagement von UBS hat mit dem "Currency Diversifier Fund" ein Konzept vorgelegt, das zunächst verständlich ist. Gegen die Euro- sowie die Dollarkrise investiert das Management in die Währungen anderer Regionen.

Das Geld geht in Staatsanleihen aus Australien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Schweden und die Schweiz. Denn: in diesen Ländern wird eine andere Währung als US-Dollar oder Euro genutzt.

So gibt es den australischen Dollar, den kanadischen Dollar oder die Krone(n) aus den skandinavischen Ländern. Auch Unternehmensanleihen aus diesen Regionen kauft das Fondsmanagement.

Dabei gilt als Voraussetzung, dass die betreffenden Unternehmen mit dem "AAA"-Rating eine gute Bewertung ihrer Rückzahlungsfähigkeit erhalten (haben).

Alles richtig: und doch zu wenig

Wir meinen, die Idee des Fondsmanagements ist richtig. Wer einen Crash bei Euro und Dollar erwartet, kann in anderen Währungen davon profitieren. Dies ist aber nur graue Theorie. Denn:

Auch die Währungen dieser Länder werden Schiffbruch erleiden, wenn die Eurozone oder vor allem wenn der Dollar zusammenbrechen. Alleine die Dollar-Bestände in den Notenbanken der genannten Ländern sorgen dafür, dass auch dort Probleme entstehen.

So ist auch das hier nicht vertretene China wegenseiner Dollar-Bestände von knapp 2 Billionen sehr lebendig daran interessiert, den US-Dollar leben zu lassen. Wenn der Fonds daher mit Problemen von Euro und Dollar rechnet, hat er die Wechselwirkung nicht übersehen.

  • Norwegen etwa ist wegen seiner hohen Ölbestände an sich wirtschaftlich fast autonom. Das Land lebt aber auch von einem hohen Export - der bei einer Euro- oder Dollarkrise zusammenbricht.
  • Die Schweizer Wirtschaft stöhnt jetzt schon auf, wenn der Franken auch nur auf 1,20 je Euro sinkt. Die Schweizer Regierung hat daher beschlossen, den Euro ab diesem Wechselkurs zu stärken.
  • Das heißt: die große Währungskrise bei Euro und Dollar wird von den hier "schützenden" Staaten eher abgewendet denn ausgenutzt. Das senkt die Rendite über Währungsgewinne. Die Fremd-Währungen werden gegenüber dem Euro sowie dem Dollar kaum stark zulegen.

GeVestor meint: Ein bessere Währungsinvestment bleibt Gold. Selbst der stabile Schweizer Franken hat gegenüber Gold in den vergangenen Jahren(!) stark verloren.

Um genau zu sein. Die Gewinne von Gold sind gegenüber dem Franken nahezu ebenso hoch wie gegenüber dem Euro. Ein sicheres Zeichen auch für 2012: der Crash bei Anleihen und Währungen steht bevor, mit Gold gewinnen Sie.

 
 
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