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Die Weltbank – Mitglieder und Struktur

Bei einer Währungs- und Finanzkonferenz der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen im Jahr 1944 wurde die Weltbank gegründet. Ein vorrangiges Ziel war es zu dieser Zeit, den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zu fördern. Darüber hinaus sollte in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) für stabile Währungen gesorgt werden.

Dies geschah vor allem vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise ab 1929. Seitdem hat sich die Weltbank stark verändert. Neben neuen Schwerpunkten ihrer Tätigkeit hat sich auch die Zahl der Mitglieder vervielfacht.

Die Weltbank und ihre Schwesterorganisationen

Im täglichen Sprachgebrauch wird oftmals kein Unterschied zwischen der Weltbank und der Weltbankgruppe gemacht. Gerade im Zusammenhang mit den Mitgliedsstaaten ist eine Unterscheidung jedoch sinnvoll.

Die eigentliche Weltbank heißt Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (engl.: International Bank for Reconstruction and Development; kurz: IBRD). Die gesamte Weltbankgruppe geht auf die Gründung der IBRD zurück. Die IBRD ist eine von 5 Organisationen, welche heute gemeinsam die Weltbankgruppe bilden.

Die 4 anderen Organisationen wurden jedoch erst nach der IBRD gegründet. Es besteht zudem eine enge Verflechtung zwischen der Weltbankgruppe und dem Internationalen Währungsfonds. Eine Mitgliedschaft im Internationalen Währungsfonds ist Grundvoraussetzung für den Beitritt zur IBRD.

Voraussetzungen zum Beitritt in die Weltbank

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind es 187 Länder, die Mitglied in der IBRD sind. Diese Mitgliedschaft ist wiederum Voraussetzung für den Beitritt zu einer der Schwesterorganisationen. Die Internationale Entwicklungsorganisation (International Development Organisation; IDA) als wichtiger Teil der Weltbankgruppe umfasst 170 Mitgliedsstaaten.

Die Internationale Finanz-Corporation (International Finance Corporation; IFC) zählt 182 Mitglieder. Der Multilateralen Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) gehören 175 Nationen an. Die letzte Organisation der Weltbankgruppe ist das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (International Centre for Settlement of Investment Disputes; ICSID) mit 147 Mitgliedsstaaten.

Die Weltbank: Eine mächtige Organisation

Die Zahl der Mitgliedsstaaten der einzelnen Organisationen der Weltbankgruppe wird erst dann richtig aussagekräftig, wenn man ihr die Zahl der Staaten dieser Welt gegenüberstellt. Es sind derzeit 194 Staaten von den Vereinten Nationen als solche anerkannt, das sind alle UNO-Mitglieder und der Vatikan.

Somit gibt es nur wenige Nationen, die nicht der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung angehören. Dies zeigt, wie wichtig und weltweit aktiv diese Organisation ist. Dabei ist die Weltbank nicht nur ein wichtiger Kreditgeber und Entwicklungshelfer für Entwicklungs- und Schwellenländer.

Auch in den entwickelten Industrienationen der Welt spielt sie immer wieder eine gewichtige Rolle – und sei es nur, um diese Länder an ihre Verantwortung gegenüber weniger entwickelten Ländern oder der Umwelt zu erinnern.

7. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.