Die Weltwirtschaft bremst ab

Weltweit enttäuschende Konjunkturdaten

Weltweit enttäuschende Konjunkturdaten

Mit Ausnahme Japans sind die Indizes der Einkaufsmanager in den Industrien aller führenden Volkswirtschaften im Mai gesunken. Einzige Ausnahme ist Japan, wo der Einbruch im Vormonat wegen des verheerenden Erdbebens sehr stark war. Die Zahlen sind ein weiterer Beweis in einer länger werdenden Kette, dass die globale Konjunktur derzeit ein oder zwei Gänge herunter schaltet.

In den USA fiel der Index-Zähler um satte 6,9 Punkte auf 53,5 und kommt damit gefährlich nahe an die Linie von 50 Punkten. Hier werden Rezession und Expansion voneinander getrennt. In der Eurozone fiel das Barometer ebenfalls, um 3,2 Punkte auf jetzt 54,8.

Auch die BRIC-Gruppe verliert Dampf

Selbst in Indien zeigen sich jetzt erste Schleifspuren, was den Eindruck vertieft, dass der gesamte BRIC-Block langsamer wächst. Der Stratege Douglas Porter bei der Investmentbank BMO Capital Markets in Toronto hat die Lage der Weltwirtschaft in dieser Woche angesichts der schwachen Indizes so zusammengefasst: Von den sieben größten Volkswirtschaft können vier nicht wachsen: USA, Eurozone, Japan und Großbritannien. Zwei wollen langsamer machen: Das sind China und Indien. Und nur eine ist “OK”, das ist Kanada.

Die Schuldigen hinter dem verlorenen Momentum sind längst ausgemacht: Höhere Energiepreise, die Staatsschulden-Krise in Europa, das Natur-Desaster in Japan sowie die straffere Geldpolitik in den Schwellenländern.Viele Analysten bleiben  optimistisch, dass sich das globale BIP-Wachstum im zweiten Halbjahr 2011 wieder beschleunigt. Doch die Zahl der BIP-Downgrades nimmt zu.