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Was wir aus der Weltwirtschaftskrise der 1930er lernen können

Die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre hatte massive Folgen, die auch heute noch von Bedeutung sind. Das Unheil kündigte sich für die Masse nicht vorher an, weshalb die Anleger von der Weltwirtschaftskrise überrascht wurden.

Vor dem Crash hatte es schon deflationäre Anzeichen gegeben, die jedoch nicht beachtet wurden.

Die Gründe für die damalige Weltwirtschaftskrise

Der Hauptgrund für die Weltwirtschaftskrise war in der Überschuldung der Volkswirtschaften und einer Aufblähung der Aktienkurse zu sehen. Über die festen Wechselkurse im Goldstandard breitete sich die Krise weltweit aus. Vor allem die finanziellen Abhängigkeiten der Nationen wirkten sich für alle schädlich aus – auch in Deutschland.

Der Welthandel brach praktisch zusammen, was vor allem die Exportwirtschaft in Bedrängnis brachte. In der Krise wurde wieder überwiegend mit Bargeld bezahlt, da Bankguthaben unsicher geworden waren und die Verfügung darüber eingeschränkt wurde.

Anders als in der Inflation zählte nur Geldkapital. Sachkapital andererseits verfiel im Preis. Die Depression machte einen normalen Gelderwerb mit regelmäßigem Einkommen unmöglich.

Insgesamt gesehen: Deflation war schlimmer als Hyperinflation

Das lag auch daran, dass auch staatliche Unterstützungen wie auf das Arbeitslosengeld oder die Sozialhilfe kein Verlass mehr war. Im Vergleich zur Hyperinflation von 1923 lässt sich sagen, dass die Deflation der 1930er-Jahre wesentlich schlimmer für die Menschen war.

In der Inflation kam es nicht zu Massenentlassungen und einem verbreiteten Elend, wie das in der Deflation der Fall war. Auch dauerte die Krise viel länger als die relativ kurze Periode der Hyperinflation. Zudem konnte sich in der Deflationsphase radikale politische Strömungen etablieren.

Deflation trägt das Potential kriegerischer Konflikte

In einer Deflation entstehen darüber hinaus durch die Verarmung sehr schnell kriegerische Stimmungen, die sich später in großen bewaffneten Konflikten entladen können. Hierzu trägt auch bei, dass oftmals nur noch durch ein Ankurbeln der Rüstungsindustrie wieder Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Sollten sich also die aktuell vorhandenen deflationären Tendenzen verstärken, könnte es auch wieder zu einer Verschärfung der Lage kommen. In solchen unsicheren Phasen müssen Sie Ihr Depot absichern.

Was nach dem Zusammenbruch kam

Nach dem Zusammenbruch im Jahr 1929 folgte eine bittere Zeit für die Arbeitnehmer in Deutschland. Massenentlassungen waren die Folge. Bis zum Jahr 1933 waren in Deutschland rund 6 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Die Bilanz des Crahs lässt sich aber nicht nur in Zahlen ausdrücken. Auch die politische Lage wurde in Deutschland immer gereizter. Mehr und mehr nahmen extremistische Kräfte in der Parteienlandschaft das Ruder in die Hand. Folge davon war der beispiellose Auftieg der nationalsoziialistischen Partei unter Adolf Hitler.

Er schaffte es in der allgemein verzweifelten Stimmung die Sympathien der Menschen auf sich zu ziehen und zu benutzen. Die Verantwortung, dass dies nicht mehr passiert, gehört ebenfalls zu unserem Erbe.

6. April 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.