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Die wichtigsten deutschen Aktien-Indices: DAX, M-DAX, S-DAX, GEX und DIV-DAX

Große Indices tauchen in der Tagesschau und anderen Medien oft auf, doch sind zum Teil die kleinen, relativ unbekannten Indices für Sie noch spannender und attraktiver. Heute möchte ich Ihnen anlässlich des kürzlich erreichten Allzeithochs des M-DAX etwas ausführlicher die wichtigen deutschen Indices vorstellen. Sie werden hier alles Wissenswerte über DAX, M-DAX, S-DAX, Tec-DAX, GEX und den DIV-DAX erfahren.

DAX: DER deutsche Leitindex

Die Abkürzung DAXsteht für „Deutscher Aktienindex“. Das ist der wichtigste und bekannteste deutsche Aktienindex. Er spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten börsennotierten deutschen Unternehmen wider.

Diese großen Unternehmen, die im DAX, Dow Jones oder EuroStoxx vertreten sind, werden häufig auch als „Blue Chips“ bezeichnet. Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Casino-Welt. Beim Roulette oder Poker sind die „Blue Chips“, die blauen Spieljetons, die Chips mit dem höchsten Wert.

M-DAX: Die Unternehmen aus der 2. Börsenreihe

Der Begriff M-DAX steht für Mid-Cap-DAX. Der Index wurde am 19. Januar 1996 eingeführt und umfasst 50 Werte – vorwiegend aus klassischen Wirtschaftsbranchen –, die in der Rangliste nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz auf die Werte des DAX folgen.

Der M-DAX spiegelt die Kursentwicklung von Aktien mittelgroßer deutscher oder überwiegend in Deutschland tätiger Unternehmen (Mid Caps) wider. Seine Zusammensetzung wird zweimal im Jahr (März und September) sowie in besonderen Fällen, bei Fusionen und größeren Neuemissionen, aktualisiert.

Neben dem DAX, dem Tec-DAX und dem S-DAX gehört der M-DAX zum sogenannten „Prime Standard“. Diese Unternehmen müssen den Aktionären besonders viele Informationen liefern. Der M-DAX beinhaltet seit seiner Verkleinerung 2003 insgesamt 50 Werte, davor waren es 70.


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S-DAX: Der Nebenwerte-Index

S-DAX wird von Small-Cap-DAX abgeleitet. Der Index wurde am 21. Juni 1999 von der Deutschen Börse AG eingeführt. Er ist der Auswahlindex für 50 kleinere Unternehmen – sogenannte Small Caps – die den im M-DAX enthaltenen Werten hinsichtlich Börsenumsatz und Marktkapitalisierung folgen.

Die Index-Auswahl wird vierteljährlich Anfang März, Juni, September und Dezember überprüft. Rein rechnerisch wurde der S-DAX am 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1000 Punkten gestartet. Wie bereits erwähnt, gehört auch der S-DAX zum Prime Standard.

Der S-DAX basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems XETRA. Seine Berechnung beginnt börsentäglich um 9:00 Uhr und endet mit den Kursen aus der XETRA-Schlussauktion, die um 17:30 Uhr startet (das gilt auch für DAX und M-DAX).

Zwischen 17:45 Uhr und 20:00 Uhr berechnet die Deutsche Börse den sogenannten L-SDAX (und L-DAX, L-MDAX etc.). Diese Late-Indices sind ein Indikator für  die Wertentwicklung der deutschen Aktien nach dem offiziellen Börsenschluss um 17:30 Uhr.

Tec-DAX: Der Technologie-Index

Der Tec-DAX wurde am 24. März 2003 eingeführt und gehört ebenfalls zum sogenannten „Prime Standard“. Er ist der Nachfolger des durch Insidergeschäfte und Bilanzfälschungen in Verruf geratenen Nemax50.

Der Neue Markt (Nemax50) war ein Segment der Deutschen Börse, das 1997 im Zuge der Euphorie um die New Economy nach dem Vorbild der amerikanischen Technologiebörse NASDAQ eingerichtet wurde. Nach den Skandalen und dem Crash 2000 bis 2003 wurde der Nemax50 geschlossen und durch den Tec-DAX ersetzt.

Im TecDAX sind die 30 größten börsennotierten Technologiewerte in Bezug auf Marktkapitalisierung und Börsenumsatz zusammengefasst. Alle Technologiewerte werden quartalsweise überprüft. Anhand dieser Rangliste wird entschieden, welche neuen Werte in den Tec-DAX aufgenommen werden und welche herausfallen.

GEX: Der Gründer-Index

Der German Entrepreneurial Index (GEX) wird seit dem 3. Januar 2005 berechnet und veröffentlicht. Der GEX spielt (wie schon erwähnt) oft eine sehr untergeordnete Rolle in der täglichen Berichterstattung, obwohl das Index-Konzept sehr interessant ist. Der GEX gibt die Entwicklung der Aktien der eigentümergeführten deutschen Unternehmen wider.

Er enthält deutsche Unternehmen aus dem Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, die seit maximal zehn Jahren börsennotiert sind und von ihren Eigentümern geführt werden. Die Eigentümer müssen über zumindest 25 Prozent und maximal 75 Prozent der Aktien verfügen. In der Vergangenheit hat der GEX mehrfach die Entwicklung von DAX, Tec-DAX und S-DAX übertroffen.

Unternehmen, die vom Eigentümer (Gründer) geführt werden, arbeiten oft relativ erfolgreich. Die Zusammensetzung des GEX wird vierteljährlich überprüft. Kein GEX-Mitglied darf im Index höher als 10% gewichtet sein (das gilt auch für die anderen deutschen Indices).

DIV-DAX: Die Dividenden-Könige aus dem DAX

Der Dividendenindex (DIV-DAX) beinhaltet die 15 Unternehmen des DAX mit der höchsten Dividendenrendite. Der DIV-DAX liefert Ihnen einen Vergleichsmaßstab für die Wertentwicklung von Unternehmen mit hohen Dividendenrenditen. Die Deutsche Börse setzt den DIV-DAX zeitgleich mit dem DAX jährlich im September neu zusammen.

Die Gewichtung der Unternehmen im DIV-DAX wird vierteljährlich neu angepasst. Der Streubesitzanteil (häufig auch als Free-Float bezeichnet; das ist der Anteil der Aktien, die frei handelbar sind) bestimmt, mit welchem Gewicht ein Unternehmen im DIV-DAX enthalten ist.

Der Hintergrund für die Schaffung des DIV-DAX war eine bestimmte aus den USA stammende und unter der Bezeichnung „Dogs of the Dow“ bekannt gewordene Anlagestrategie, die vorsieht, sich bei der Aktienauswahl nach der Höhe der Dividendenrendite zu richten.

7. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.