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Die wichtigsten Kennzahlen für Optionsscheine Teil 1: Volatilität und Aufgeld

Wer Optionsscheine kauft, sollte unbedingt die wichtigsten Kennzahlen kennen. Dies sind:

  1. Implizite Volatilität
  2.  Aufgeld
  3. Hebel
  4. Delta
  5. Innerer Wert und Zeitwert
  6. Theta

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In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der (impliziten) Volatilität und dem Aufgeld.

Implizite Volatilität

Die implizite Volatilität (erwartete Schwankungsstärke) ermöglicht es Ihnen, verschiedene Optionsscheine auf denselben Basiswert und mit vergleichbaren Eigenschaften in Bezug auf die Restlaufzeit und den Basispreis hinsichtlich ihrer Attraktivität zu bewerten. Wichtig: Grundsätzlich ist der Optionsschein mit der niedrigsten impliziten Volatilität am günstigsten bewertet und somit Ihre erste Wahl.

Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsintensität des Basiswerts und definiert somit die Chance, dass sich der Kurs des Basiswerts innerhalb der Laufzeit in eine für Sie, den Optionsschein-Besitzer, günstige Richtung entwickelt.

Die Emissionsbanken, die Optionsscheine auf den Markt bringen, kalkulieren den Optionsschein-Preis wie folgt: Schwankt der Basiswert sehr stark, muss die Bank damit rechnen, dass der Kurs auch in eine für den Investor günstige Richtung pendelt. Daher werden die Banken mehr Geld für einen Optionsschein verlangen. Erwarten die Banken dagegen nur geringe Schwankungen, ist ihr Risiko, dass der Basiswert genau in die vom Anleger gewünschte Richtung marschiert, geringer und sie bieten den Optionsschein günstiger an.

Die konkreten Auswirkungen auf den Optionsschein-Kurs: Wenn alle Kennzahlen konstant bleiben und nur die implizite Volatilität steigt, wird das den Kurs des Optionsscheins nach oben treiben. Gleichzeitig gilt auch: Sinkt die Volatilität, verliert Ihr Optionsschein an Wert, obwohl sich der Kurs des Basiswerts gar nicht bewegt hat.

Da ein Optionsschein bei Konstanz aller anderen Bewertungskennzahlen mit einer Erhöhung der Volatilität teurer wird, bedeutet die niedrige implizite Volatilität eines Optionsscheins aus Sicht des Käufers eine vergleichbar günstige Bewertung und der Optionsschein sollte daher bevorzugt werden. Dabei müssen Sie jedoch beachten, dass nur Optionsscheine auf denselben Basiswert und mit ähnlichen Eigenschaften hinsichtlich der Restlaufzeit und des Basispreises miteinander verglichen werden können.

Volatilität und Basiswert

Kennzahlen wie die Volatilität sind wichtig, über den Erfolg Ihres Optionsscheins entscheidet aber letztendlich, ob sich der von Ihnen gewählte Basiswert (zum Beispiel eine Aktie oder ein Index) in die von Ihnen erwartete Richtung bewegt. Bei einem Kauf-Optionsschein (Call) muss der Basiswert steigen, bei einem Verkaufs-Optionsschein (Put) sinken.

In einem zweiten Schritt sollten Sie dann Kennzahlen wie Restlaufzeit und die implizite Volatilität einzelner Optionsscheine in Ihre Überlegungen einbeziehen, da sie die relative Attraktivität innerhalb vergleichbarer Optionsscheine transparent machen und somit eine Verbesserung der Rendite bei Eintreten der erwarteten Kursentwicklung des Basiswerts erwarten lassen.

Aufgeld

Der Ausdruck „Aufgeld“ ist etwas missverständlich. Es handelt sich nicht um eine zusätzliche Gebühr, die Sie beim Optionsscheinhandel bezahlen müssen, wie man vielleicht auf Grund der Formulierung vermuten könnte. Das Aufgeld beschreibt Ihre Gewinnchancen. Es drückt aus, um wie viel Prozent der Basiswert (die Aktie) bis zur Fälligkeit steigen (Kauf-Optionsschein) oder fallen (Verkaufs-Optionsschein) muss, damit Sie die Gewinnschwelle erreichen.

Bei einem Kauf-Optionsschein (Call) auf SAP bedeutet ein Aufgeld von 12%, dass die SAP-Aktie bis zum Laufzeitende um 12% steigen muss, damit Sie die Gewinnschwelle erreichen.

Gefahr: Zu hohes Aufgeld

Bei der Auswahl von Optionsscheinen spielt das Aufgeld eine entscheidende Rolle. Laufzeit, Hebel und Spread können noch so attraktiv sein; wenn das Aufgeld zu hoch ist, sollten Sie verzichten. Fragen Sie sich vor jedem Kauf: Hat der Basiswert genug Potenzial, um das Aufgeld auszugleichen?

Trauen Sie zum Beispiel einer Aktie nur ein Aufwärts-Potenzial von 5 bis 10% zu, sollten Sie keinen Optionsschein mit einem Aufgeld von 10% auswählen. Selbst wenn der Preis um 10% steigt, würden Sie nur die Gewinnschwelle erreichen, also am Ende bei +-0 liegen. Ein Optionsschein mit einem Aufgeld von 10% ist für Sie tatsächlich nur dann interessant, wenn Sie dem Basiswert eine Kurssteigerung um 15, 20 oder noch mehr Prozent zutrauen.

Das Aufgeld zeigt Ihnen aber nicht nur an, ob ein Optionsschein als Kaufkandidat in Frage kommt. Mit der Kennzahl „Aufgeld pro Jahr“ können Sie verschiedene Optionsscheine vergleichen. Auf bekannte Basiswerte wie SAP gibt es hunderte verschiedene Optionsscheine. Ein Kriterium, um den besten Optionsschein herauszufiltern, ist das Aufgeld pro Jahr. Dabei wird das vorher beschriebene Aufgeld auf Jahres¬basis umgerechnet. Die Frage lautet dann: Um wie viel Prozent muss der Basiswert innerhalb eines Jahres steigen, damit die Gewinnschwelle erreicht wird?

31. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.