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Die Wirtschaftspläne von Donald Trump – Kosten und Auswirkungen

Großkonzerne wie Apple verwahren große Teile ihrer Barreserven im Ausland. Apple-Chef Tim Cook denkt nicht daran, dieses Kapital zurück in die USA zu holen. Hintergrund sind die vergleichsweise hohen Steuern auf Unternehmensgewinne.

Firmengewinne werden in den USA mit 35% besteuert, während in Europa deutlich niedrigere Steuern auf Unternehmensgewinne fällig werden. Zum Beispiel werden Unternehmensgewinne in Irland nur mit 12,5% besteuert. Genau hier will der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump ansetzen.

Der Wirtschaftsplan von Donald Trump: Die Steuern sollen sinken

Trump will erreichen, dass jeder gewerblich Tätige vom Freelancer bis zum Großunternehmer die gleiche Steuer (Flat Tax) von 15% zahlt. Daneben verspricht Trump Steuererleichterungen für Familien und Alleinstehende. Eltern sollen ferner Ausgaben für die Kinderbetreuung stärker steuerlich absetzen können.

Steuern auf Kapitaleinkünfte will Trump auf bis zu 23% senken. Der US-Präsidentschaftskandidat will erreichen, dass diese Kapitalgewinne wie gewöhnliche Einkünfte behandelt werden. Die Erbschaftsteuer will Donald Trump gänzlich abschaffen, wovon insbesondere Vermögende profitieren würden.

Steuerpläne sollen Wachstum ankurbeln, Ökonomen warnen vor den Kosten

Trump bezeichnet seine Pläne als die „größte Steuerrevolution seit Reagan“. Die Steuerpläne sollen dazu führen, dass die USA wieder wettbewerbsfähig wird, wenn es um Standort-Investitionen geht. Zudem sollen die niedrigen Steuersätze das Wachstum ankurbeln.

Ökonomen und Analysten verweisen jedoch auf die hohen Kosten der Wirtschaftspläne. Diese dürften die nationale Verschuldung der USA um jährlich eine Billion US-$ heben. Auf Sicht von 10 Jahren würden zu den bereits bestehenden 19 Billionen US-$ Schulden weitere 10 Billionen Dollar dazu kommen, wenn Trumps Wirtschaftspläne realisiert werden, so Ökonomen.

Donald Trumps Pläne für den Handel

Auch was den weltweiten Handel angeht, hat Donald Trump konkrete Pläne. Das NAFTA-Abkommen will Trump neu verhandeln. Gleichzeitig soll die Transpazifische Partnerschaft (TTP), ein Handelsabkommen mit Ländern wie Australien, Brunei und Japan, gestoppt werden.

China soll als Währungsmanipulator eingestuft werden, was den Weg für Strafzölle freimachen soll. Auch sollen solche Handelspartner mit Strafzöllen belegt werden, die nachweislich die USA „betrügen“. Das US-Wirtschaftsministerium soll alle legalen Mittel nutzen können, um auf Verletzungen etwaiger Handelsrichtlinien zu reagieren.

Ökonomen bewerten die Trump-Pläne als nicht stichhaltig und fürchten neben steigenden Preisen für die Bevölkerung insbesondere einen Handelskrieg mit  China.

Reformen – das sind die Pläne von Donald Trump

Wie fast jeder US-Präsidentschaftskandidat will auch Donald Trump Reformen durchführen. Unter anderem will Trump die Wall Street Reform Dodd-Frank Act wieder abschaffen, der die Förderung der Stabilität des Finanzmarktes in den USA unterstützen soll. Auch die Verbraucherschutzbehörde in den USA will Trump gleich mit beerdigen.

Stattdessen will Trump den Bürokratieabbau vorantreiben und Staatsbedienstete (2,7 Mio. Menschen) durch wirkliche Experten ersetzen. Auch die Gesundheitsreform von Barack Obama (Obamacare) will Trump rückgängig machen.

Trumps Pläne für Umwelt und Energie

Trump verfolgt eine eigene Umwelt- und Energiepolitik. Der Kandidat der Republikaner ist gegen das Pariser Klimaabkommen und will alle Zahlungen an UNO-Klimaschutzprogramme einstellen. Stattdessen will Trump die einheimische Kohleindustrie besser schützen.

Zudem will Trump das Keystone-Pipeline-Projekt wiederbeleben. Dabei geht es um die Förderung aus Ölsandvorkommen in Kanada und den Transport zu Erdölraffinerien in US-Bundesstaaten. US-Präsident Barack Obama hatte den Bau der XL-Pipeline Ende 2015 gestoppt.

Die Befugnisse der US-Umweltbehörde EPA will Trump einschränken und im Gegenzug alle Beschränkungen für amerikanische Energie aufheben. Die Umwelt-Maßnahmen sollen die Wirtschaftsleistung der USA um jährlich 100 Mrd. US-$ heben und gleichzeitig 500.000 neue Jobs schaffen. Dadurch verspricht Trump Einkommenszuwächse von über 30 Mrd. US-$ in den nächsten 7 Jahren.

26. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands