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Die Witwenrente beantragen – so wird es gemacht

Verstirbt der Ehegatte oder der eingetragene Lebenspartner, bedeutet dies meist auch eine völlig neue finanzielle Situation. In den ersten drei Monaten nach dem Todesfall, dem sogenannten Sterbevierteljahr, wird vorerst die monatliche Altersrente des Verstorbenen in voller Höhe ausgezahlt.

Danach soll die Witwen- und Witwerrente, im Folgenden kurz Witwenrente genannt, zur finanziellen Absicherung des Hinterbliebenen beitragen. Dafür muss sie jedoch erst beantragt werden. Doch wie geht man am besten vor, wenn man die Witwenrente beantragen möchte?

Wann und wo muss man die Witwenrente beantragen?

Das Sterbevierteljahr soll den Hinterbliebenen die Möglichkeit bieten, ihre finanziellen Mittel neu zu organisieren. Zudem dient diese Zeit als Bearbeitungszeitraum für die Rentenversicherung.

Wie alle Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird auch die Witwenrente nur auf Antrag ausgezahlt. Um einen Anspruch schnell geltend machen zu können, sollte der Antrag möglichst zeitnah nach dem Todesfall gestellt werden.

Da die Witwenrente auch rückwirkend gewährt wird, entsteht jedoch kein finanzieller Verlust bei verspäteter Antragstellung – allerdings erfolgt die Zahlung dann auch erst später.

Der Rentenantrag muss bei dem jeweils zuständigen Rentenversicherungsträger gestellt werden. Mit ihm wird das Rentenverfahren eingeleitet. Beizufügen sind sämtliche Versicherungsunterlagen, die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfasst sind.

Die wichtigsten Unterlagen des Verstorbenen

Viele Informationen und Unterlagen hat der Versicherungsträger bereits gespeichert oder vorliegen. Besonders wichtig ist der gesamte Erwerbs- und Ausbildungsverlauf. Dazu gehören die Nachweise über die Ausbildungszeiten, aber auch über eventuelle Arbeitslosigkeit und längere Krankheitszeiten. Ebenso werden Lehrverträge, Gesellenbriefe oder Ähnliches benötigt.

Achten Sie darauf, nicht erfasste Unterlagen nachzureichen. Selbst wenn die Lehre abgebrochen wurde oder eine Prüfung nicht bestanden wurde, sind diese Unterlagen wichtig.

Die Geburtsurkunden der Kinder müssen gleichfalls eingereicht werden, ebenso die Heirats- und Sterbeurkunde. Da als Grundlage der Berechnung der Witwenrente die an den Verstorbenen gezahlte Rente dient, muss dem Antrag des Weiteren ein aktueller Rentenbescheid hinzugefügt werden.

Die wichtigsten Unterlagen des Beantragenden

Aber auch von dem Antragsteller werden Unterlagen benötigt, damit die Witwenrente ausgezahlt werden kann. Besonders wichtig ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Auch die Steueridentifikationsnummer muss dem Versicherungsträger mitgeteilt werden.

Damit die Witwenrente ausgezahlt werden kann, wird überdies eine aktuelle Bankverbindung mit der internationalen Kontonummer IBAN und der internationalen Bankleitzahl BIC benötigt. Zudem muss auch die Chipkarte der Krankenkasse eingereicht werden.

Suchen Sie die persönliche Beratung

Wenn der Ehepartner verstirbt, müssen meist viele Dinge neu organisiert werden. Da ist es normal, dass gegebenenfalls Hilfe bei der Antragstellung benötigt wird. Die Mitarbeiter der Versicherungsämter, der Gemeindeverwaltung und auch der gesetzlichen Krankenkassen sind darauf vorbereitet und geben Hilfestellung.

Bei offenen Fragen oder bei Schwierigkeiten beim Ausfüllen des Antrages hilft eine persönliche Beratung oftmals weiter. Zögern Sie also nicht, diese Hilfe auch in Anspruch zu nehmen.

23. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.