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Die Wohn-Biografie – Wohnen und älter werden

Es gibt einen Standardbegriff, der die demografische Entwicklung und die Interessen der Immobilienwirtschaft auf den Punkt bringen soll. Dieser Begriff lautet: „Wohnen im Alter“.

Ich finde, dass dieser Begriff diskriminierend ist und den Interessen der Zielgruppe, um die es geht, in keinem Fall gerecht wird.

Worum geht es? Es geht um die Vorstellungen vom Leben und dem Wohnumfeld wenn man älter wird. Das ist aber etwas ganz anderes als das „Wohnen im Alter“. Was meinen Sie?

Wie wollen wir leben, wenn wir älter werden?

In der Wohn-Biografie gibt es natürliche Brüche. Der erste Bruch ist der Auszug von „zuhause“ und die Gründung eines eigenen Hausstands.

Dann kommt das Zusammenziehen und die Bildung einer „Wohngemeinschaft“ – häufig verbunden mit Partnerschaft, Ehe etc.

Die wachsende …

Der nächste Bruch kann kommen, wenn diese Gemeinschaft größer wird, weil Kinder dazukommen oder die ältere Generation in das Haus oder die Wohnung aufgenommen wird. Es geht also um die wachsende Gemeinschaft.


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… und die schrumpfende Gemeinschaft

Schließlich schrumpft diese Gemeinschaft wieder, wodurch sich die nächste Veränderung in der Wohn-Biografie einstellt.

Später kommt die altersbedingte Veränderung der Wohnsituation in Betracht.

Wie wollen die Menschen wohnen, die älter werden?

Eine erste Schwierigkeit besteht darin, dieser Generation einen Namen zu geben. Es sind sicher nicht die 50+. Auch mit 60+ tun sich viele schwer. Ab 70+ denken viele über Veränderungen nach.

Aber erst mit 80+ ergibt sich häufig die wirkliche Notwendigkeit einer wohnlichen Veränderung.

Wie soll also diese Gruppe bezeichnet werden?

Allen gemeinsam ist, dass sie älter werden und dennoch ein Dach über dem Kopf brauchen und haben wollen.

Ich würde die Gruppe demnach bezeichnen mit „Wohnen, wenn wir älter werden“. Das wird den Bedürfnissen, Vorstellungen und auch der Identifikation der tatsächlichen Zielgruppe sehr viel mehr gerecht, als das „Wohnen im Alter“.

Die Gruppe „Wohnen, wenn wir älter werden“, wächst zusehends

Die Hochrechnung der heutigen Alterspyramide zeigt, dass etwa im Jahr 2025 ein Viertel aller Haushalte Bewohner mit 70 Jahren und älter haben wird. Das sind etwa 10 Millionen Haushalte.

Gibt es 10 Mio. Wohnungen in Deutschland, die den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden?

Die Antwort ist einfach: nein, diese 10 Mio. Wohnungen gibt es nicht.

Im Gegenteil nach Expertenschätzungen müssten etwa 100.000 Wohnungen im Jahr neu gebaut werden, die den Anforderungen der Gruppe „Wohnen, wenn wir älter werden“ gerecht wird.

Bis zum Jahr 2015 könnten auf diesem Weg 1,5 Mio. neue bedarfsgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Strukturelles Defizit an bedarfsgerechten Wohnungen

Bereits heute gibt es ein strukturelles Dezifit an bedarfsgerechten Wohnungen.

Dieses Defizit wächst weiter. Denn eins ist klar: Es werden keine 100.000 neuen Wohnungen im Jahr gebaut, die den Anforderungen der Gruppe „Wohnen, wenn wir älter werden“, gerecht werden.

Wie diese Anforderungen aussehen (könnten), können Sie morgen in meinem Artikel nachlesen.

17. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.