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Die Zauberformel von Joel Greenblatt – steckt wirklich Magie dahinter?

Es hört sich an wie der heilige Gral für Investoren: eine Zauberformel für die Börse, die die Gewinne nur so sprudeln lässt. Der Titel des Buches von Joel Greenblatt verspricht genau so eine Zauberformel. Der Originaltitel, „the little book that beats the market“ (das kleine Buch das den Markt schlägt), wirkt nicht ganz so reißerisch wie in die deutsche Fassung, aber auch im Originalwerk läuft alles auf den Einsatz der „Magic Formula“, der magischen Formel hinaus. Ein guter Grund sich diese Formel einmal näher zu betrachten und zu schauen wieviel Magie dahinter steckt.

Depotaufbau nach der Zauberformel von Joel Greenblatt

Um ein Aktiendepot aufzubauen, rät Joel Greenblatt dazu, sich alle 2 – 3 Monate zwischen 5 und 7 Value-Aktientitel ins Depot zu legen. Dieser Vorgang wird fortgeführt bis 20 Aktientitel im Depot liegen. 12 Monate nach dem ersten Investment werden die zuerst gekauften Aktien dann neu bewertet. Die Titel mit der schwächsten Performance werden aus dem Depot herausgeschmissen und durch neue Titel ersetzt. Mit dieser Methode, frei nach Aschenputtel „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“, soll zumindest 4 Jahre lang vorgegangen werden, um den Effekt der „Zauberformel“ ausschöpfen zu können.

Top-Value-Aktien nach der Zauberformel von Joel Greenblatt

Der Ansatz zum Depotaufbau mit der Zauberformel ist ein klassischer Ansatz für Investoren in Value-Aktien. Greenblatt bietet mit seiner Zauberformel Anlegern aber auch gleich die Lösung für die Frage, welche Aktien denn nun Top-Value-Aktien sind. Zunächst werden alle Aktientitel aussortiert die keine Marktkapitalisierung von mindestens 50 Millionen US-$ haben. Danach fliegen alle Banken, Versicherer und Finanzdienstleister aus dem System.


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Alle übriggebliebenen Werte werden nun mittels der „magischen Formel“ miteinander verglichen. Für diesen Vergleich werden zwei Größen betrachtet. Die erste Größe, die Greenblatt anwendet, ist die Kapitalrendite. Um diese zu berechnen, wird der EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) durch das eingesetzte Gesamtkapital des Unternehmens geteilt. Die zweite Größe ist die Gewinnrendite. Hierfür wird der Unternehmensgewinn durch den Aktienkurs geteilt. Hierdurch entsteht eine Kennzahl mit der das Realwachstum des Unternehmens mit dem Anstieg im Börsenkurs ins Verhältnis gesetzt wird. So können Werte aussortiert werden, die schon einen zu starken Kursanstieg verzeichneten und somit als „teuer“ zu bewerten sind. Im Grunde entspricht diese Kennzahl dem umgekehrten KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis).

Die Ergebnisse dieser Berechnung werden einander gegenübergestellt und nur die Werte die in beiden Kategorien vorne liegen schaffen es in die Auswahlliste. Da dies für den Privatanleger einen nicht zu leistenden Arbeitsaufwand darstellen würde, bietet Greenblatt auf seiner Seite magicformulainvesting.com ein Screening von über 3500 US-Aktientiteln an.

Greenblatts Zauberformel hat Schwächen, ist aber beachtenswert

Die Auswahl der Werte im Screening bezieht sich ausschließlich auf Werte des US-Marktes. Deutsche und europäische Aktien werden nicht berücksichtigt, auch wenn sie die Voraussetzungen nach Greenblatts Zauberformel erfüllen. Dies bietet Anlegern in Deutschland leider nicht die Möglichkeit in Unternehmen zu Investieren, die sie besser kennen, als viele der im Screening berücksichtigten US-Werte. Zudem gibt Greenblatt in seinem Werk einige Ratschläge um die Steuerlast auf Aktiengewinne zu senken, diese Ratschläge sind aber nur in den USA umsetzbar. Seit Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 ist diese Vorgehensweise in Deutschland nicht mehr möglich.

Der Ansatz von Greenblatt zum Depotaufbau ist für klassische Value-Investoren geeignet. Um mit einem ähnlichen Ansatz Aktien außerhalb der USA zu finden ist etwas mehr Aufwand notwendig. Der Einsatz von Kennzahlen wie dem Kurs-Cash-Flow-Verhältnis bietet Anlegern eine gute Möglichkeit eine Value-Strategie mit Aktientiteln aus Deutschland und Europa zu verfolgen.

25. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.