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Die Zukunft Chinas – Chancen und Risiken für Privatanleger

Die wirtschaftliche Zukunft Chinas ist stark von dessen Politik geprägt. Wirtschaftlich hat China mit einigen Herausforderungen wie der Wirtschaftsleistung zu kämpfen. Besonders die Krisengefahr in China ist bedenklich.

Dennoch hat die Volksrepublik in der Zukunft eine Chance: Die zunehmende Verschmutzung muss gesenkt werden. Wenn das gelingt kann das Land auch für Privatanleger wieder interessant werden. Und abwegig ist es nicht. Denn nach und nach entstehen auch einige Projekte mit dem Ziel die Verschmutzung zu reduzieren.

Wirtschaftswachstum in China

Chinas Wirtschaft macht gerade eine Phase des Umbruchs durch. Wo einst produziert wurde, um immer mehr zu expandieren, wird jetzt mehr und mehr Wert auf Binnenkonsum gelegt. Nach wie vor spielt der Export zwar eine wichtige Rolle, jedoch wird nun auch der Binnenhandel wieder verstärkt gefördert.

Die Wirtschaftspolitik wird teilweise moderater und liberaler. Das schafft wirtschaftliche Chancen. Zuletzt hat insbesondere Alibaba Anlegern gute Chancen ermöglicht. Als positiv kann auch der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit in der Produktion und in der Wirtschaft angesehen werden.

Wer hochwertiger und nachhaltig produziert, wird auch für internationale Investoren langfristig interessanter. Besonders für China hat Nachhaltigkeit in Bezug auf die starken Verschmutzung eine noch ausbaufähige Bedeutung. Aus diesen Gründen ist zu erwarten, dass das Wirtschaftswachstum in China in Zukunft eher gedrosselt sein dürfte.

Dennoch kann von einem nennenswerten Wachstum in der chinesischen Wirtschaft ausgegangen werden. Die Nachfrage des Binnenmarkts in China ist nicht zu vernachlässigen. Der Export spielt nach wie vor eine große Rolle. Allerdings sind die Möglichkeiten für Privatanleger aktuell eher überschaubar.

Liberalere Wirtschaftspolitik und der chinesische Aktienmarkt

Die Reformen in der chinesischen Wirtschaft bleiben nicht ohne Folgen. Durch die Liberalisierung der Märkte kommt auch die chinesische Börse in Schwung. Durch die Öffnung der Aktienmärkte in China, wird das Land in Zukunft für ausländische Anleger interessant. Allerdings sollten Investoren hier genau prüfen, in welche Unternehmen sie ihr Geld anlegen.

Chinas Aktienmarkt ist abgesehen von Alibaba besonders von Banken dominiert. Unter den 5 größten Unternehmen in China sind 4 Banken vertreten. Eine hat sogar einen höheren Börsenwert als Alibaba.

Aber auch viele kleine Reformen in der chinesischen Wirtschaftspolitik haben China für Anleger langsam attraktiver gemacht. Derzeit investieren eher große Investoren in chinesische Aktien. Für Privatanleger ist China als Anlageort noch weitestgehend Neuland und das ist meist auch besser so.

Schließlich sind die Kurse und Unternehmenszahlen in der Vergangenheit nicht immer glaubwürdig gewesen. Doch die Zeiten können sich ändern. Schon ziehen andere Länder aus Asien mit ähnlichen Reformen nach und gewinnen ebenfalls an Attraktivität bei Großanlegern. Generell bieten die chinesischen Wirtschaftsreformen und der Umbruch in Wirtschaft und Handel eine Chance für die ganze Region.

Neue Seidenstraßen

Auch Projekte, wie den Ausbau neuer „Seidenstraßen“, die sowohl an Land als auch auf See etabliert werden sollen, machen China international interessant. Die wirtschaftliche Bedeutung Chinas und Asiens wird demnach immer mehr zunehmen. Dieses Projekt wird seitens der chinesischen Regierung energisch vorangetrieben.

So soll ein zusammenhängender Wirtschaftsraum in Asien und Europa gebildet werden, der den dortigen Handel erleichtert. Aus diesem Projekt sollen natürlich auch finanzielle Chancen für die wirtschaftliche Zukunft Chinas entstehen. Für Anleger aus Europa können sich durch derartige Reformen und Projekte durchaus Investitionsmöglichkeiten auftun.

Risiken und Herausforderungen für die wirtschaftliche Zukunft Chinas

Wirtschaftlich belastet China vor allem die starke Verschmutzung im Land. Investoren unterstützen inzwischen lieber nachhaltige Produktionen. Neue Anlagen, die den Umweltschutz fördern benötigen hohen Summen an Kapital. Auch besteht das Risiko einer Konjunkturabkühlung.

Die Umweltverschmutzung in China stellt das weitaus größere Problem aktuell dar. Positiv ist allerdings, dass bereits darauf reagiert wird. Verschiedene Projekte wurden ins Leben gerufen, die der starken Verschmutzung im Lang entgegenwirken sollen.

So sollen zum Beispiel vereinzelt Kohlekraftwerke stillgelegt werden. Im Gegensatz dazu hat China das Potential die Solarenergie stärker zu nutzen. Denn im Solarmarkt dominiert China und sollte diesen Vorteil für sich selbst verwenden.

Zukunft China im Währungskrieg mit den USA

Während die Wirtschaftsleistung abgeschwächt ist, entstehen auf anderer Seite neue Chancen für Anleger. China geht immer stärker gegen die Dollar-Hegemonie. Auch wenn der US-Dollar sich derzeit wieder stark zeigt, der Renminbi holt auf.

Das mag auch daran liegen, dass Japan seinen Yen immer weiter verwässert. Aber weltweit werden die Stimmen gegen eine Wachablösung des Dollars lauter. China hat auch erkannt, dass der Dollar als Reservewährung ausgedient hat.

Zusätzlich dazu ist China auch dafür bekannt sich für eine Währungskrise zu wappnen. Dabei werden Unmengen an Gold gekauft. China ist dabei weltweit führend – allein Indien hortet Gold in ähnlichen Mengen.

Anleger sollten deshalb die Währungen und die Edelmetalle weiterhin im Auge behalten. Hier kann sich viel bewegen in den kommenden Jahren. Wer davor schon auf der richtigen Seite steht, wird sich erfolgreich an der Zukunft Chinas beteiligen können.

Der starke Einbruch der chinesischen Börse hat im Sommer 2015 für günstige Nachkaufkurse gesorgt. Investoren warten dabei auf eine Bodenbildung und kaufen dann zukunftsträchtige Sektoren und Anteile von etablierte Firmen.

15. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.