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Die Zukunft Europas – Chancen und Risiken für Anleger

Europa steht am Scheideweg. Verhindert die EU-Bürokratie in Brüssel einen Boom in der Zone mit der besten Infrastruktur der Welt? Oder wird das Ruder der Schuldenkrise noch einmal herumgerissen und steht eine blühende Zukunft bevor?

Die derzeitige Wirtschaftskrise bestimmt maßgeblich die Entwicklung und das Wachstum innerhalb des Kontinents. Davon sind so gut wie alle europäischen Länder, vor allem aber die EU-Mitgliedsstaaten betroffen.

Die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank macht derzeit Sparern und Investoren stark zu schaffen. Sparen wird für Privatpersonen immer unrentabler. Alternative Investitionsmöglichkeiten werden deshalb für private Anleger attraktiv. Generell geht die Sparbereitschaft in Europa in den letzten Jahren stark zurück.

Doch auch aus diesen Krisen innerhalb Europas können Investoren – aber auch die europäische Wirtschaft – in Zukunft gestärkt hervorgehen. Eine wichtige Frage beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Position des europäischen Kontinentes und der EU: Wie geht es mit dem Euro weiter?

Ausschlaggebend wird dabei auch sein, ob und wie die Finanzkrise in Griechenland gelöst werden kann. Für private Investoren stellt sich in Europa dabei die Frage: Welche Anlagemöglichkeiten haben eine Zukunft in Europa?

Diese Faktoren bestimmen die Zukunft der Wirtschaft Europas

Es gibt eine Reihe an Faktoren und Einflüsse innerhalb Europas, die sich auf die wirtschaftliche Lage der EU stark auswirken. Dazu gehören die aktuelle Wirtschaftskrise sowie der eventuell drohende Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Aber auch andere Faktoren, wie z.B. die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, Italien und auch Griechenland bestimmt maßgeblich die europäische Entwicklung in der Zukunft. Besonders betroffen von der Arbeitslosigkeit sind junge Menschen. In Spanien und Griechenland sind beinahe die Hälfte der jungen Menschen ohne Arbeit.

Das schwächt die inländischen Sozialsysteme und die Wirtschaftslage in diesen Länder. Ein starker Aufschwung ist von den betroffenen Nationen vorerst nicht zu erwarten. Jedoch sollten Anleger die Prognose nicht nur schwarzsehen. Es gibt durchaus Potential für ein wirtschaftlich erfolgreiches Europa der Zukunft, von dem auch private Anleger profitieren können.

Sparen war gestern

Die Zukunft Europas und der Anleger liegt nicht im Sparen. Besonders die Deutschen tun sich mit dieser Tatsache noch immer sehr schwer. Gilt es doch als Tugend, regelmäßig genügsam einige Euro zurückzulegen und sich über die anfallenden Zinsen zu freuen. Jetzt müssen Sparer umdenken, um weiterhin rentabel zu bleiben und vor allem kein Geld zu verlieren.

Wer spart und sich auf altgediente Finanzprodukte wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld verlässt, macht derzeit langfristig eher Verluste. Die Niedrigzinspolitik der EZB erlaubt kaum Zinsen auf Spareinlagen. Das macht Sparen unattraktiv. Die derzeitigen Zinsen gleichen in der Regel nicht einmal die Inflation aus.

Doch offenbar müssen sich die Europäer in Zukunft gar nicht mehr viel Gedanken um Geld machen – zumindest um Bares. In Frankreich sind mittlerweile Bargeldgeschäfte über 1.000 € verboten. In Deutschland wird über eine Grenze von 3.000 € diskutiert.

In Österreich wird darüberhinaus die Einlagensicherung demnächst weggefallen. All das sind Indizien dafür, dass Sparen und Bargeld immer mehr an Bedeutung verlieren und immer weniger effektiv sind.

Daher sollten Anleger auf andere Finanzprodukte umsteigen, um mit Ihren Investitionen erfolgreich zu sein. Investoren, die sich nicht alleine trauen, andere Anlagemöglichkeiten auszuprobieren, sollten sich informieren und gut beraten lassen. Die Zukunft Europas bietet, gegen allen Widerstand und alle Skepsis, nach wie vor großes Potential für Anlagegeschäfte. Ein DAX auf Rekordhoch beweist das.

Die Zukunft Europas liegt im Wachstum und im Export

Ein Wachstum der Wirtschaft innerhalb Europas ist nicht unwahrscheinlich. Einige Gründe sprechen dafür, dass sich die europäische Wirtschaft schneller aus der Krise bewegen wird, als allgemein vermutet. Hier liegt genau die wirtschaftliche Chance: Sparen macht in Europa keinen Sinn mehr.

Menschen, die keinen Vorteil aus Spareinlagen ziehen können, geben das Geld aus oder investieren anderweitig. Das kann für die Zukunft Europas nur Chancen bieten. Dadurch wird die Wirtschaft langsam angekurbelt. Die Wirtschaftskrise könnte somit durch nachhaltige und sinnvolle Investitionen nach und nach überwunden werden. Das sorgt auch in finanzschwachen Staaten, wie Spanien für ein langfristiges Wachstum.

Denn der innereuropäische Export und Import funktioniert weiterhin. Zudem investieren Anleger vermehrt gestreut. Das heißt, Anlagen werden nicht nur im eigenen Land getätigt, sondern in der gesamten EU.

Das vermindert zusätzlich das Risiko für Anleger. Davon profitieren alle Mitgliedsstaaten der EU. Es ist davon auszugehen, dass durch vermehrte Investition in derzeit finanzschwachen Ländern auch dort die Wirtschaft langsam in Schwung kommt. Das kann für die Jugendarbeitslosigkeit nach und nach nur positive Folgen haben.

Alternative Anlagemöglichkeiten in Europa

Private Anlegern können in Aktien investieren. Denn wo Anleger keine Möglichkeit sehen, durch Zinsen ihr Kapital zu vermehren, muss in erfolgversprechende Unternehmen investiert werden. Gerade in Deutschland ist bei private Investoren, mit wenig Anlagekapital die Skepsis vor Aktien noch hoch.

Zwar steigen die Börsenkurse an, allerdings nur mit sehr kleinem Volumen. Die meisten Privatanleger in Europa lassen diese Chance aus Angst derzeit noch verstreichen. Doch gerade für Kleinanleger sind Aktien eine sinnvolle Alternative zum klassischen Sparen.

Wer nur wenig Geld investieren möchte, hat mit europäischen Aktien gute Möglichkeiten profitabel zu handeln. Die Wirtschaft hat ein großes Potential nach und nach zu wachsen und gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorzugehen.

Eine andere Investitionsmöglichkeit sind Immobilien. Besonders für Investoren mit einem großen Geldbeutel lohnen sich Immobilienkäufe. Hier sind nach wie vor gute Erträge zu erzielen. Dabei entsteht auch ein florierender Geschäftszweig, der wirtschaftlich in Europa zu Buche schlägt. Prognosen einer Immobilienblase, wie man sie in den USA und Spanien bereits erlebt hat, sind in Deutschland allerdings auch schon geäußert worden.

Derzeit boomt die Bau- und Immobilienbranche zumindest in Deutschland. Griechenland hat dagegen so wenig Anträge auf Neubau wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In Deutschland sind Anlagen, gerade wegen der niedrigen Zinsen, sinnvoll, sofern genug Eigenkapital vorhanden ist.

Privatanleger sollten beim Kauf einer Immobilie aber darauf achten, dass Sie sich nicht zu hoch verschulden und die Rückzahlung des Immobilienkredits gesichert ist. Allzu schnell lassen sich Privatinvestoren von den derzeit niedrigen Zinsen zu einem hohem Kredit verleiten, der nach Ablauf der üblichen 10 Jahre Zinsfestschreibung nicht abgezahlt sein wird.

Wenn dann die Zinsen steigen, kann es zu Problemen bei der weiteren Tilgung kommen. Daher ist es wichtig, genau zu prüfen, was sich Investoren leisten können. Auch Absicherungen der aktuellen Zinsen durch z.B. Bausparverträge oder ein Forward-Darlehen sind eine Möglichkeit.

Schwacher Euro und Russland Sanktionen

Auch die Sanktionen von Russland und die europäische Währung haben ein Wörtchen in der Zukunft Europa mitzureden. Griechenland könnte hierbei helfen, indem es sich als erstes Land über die offiziellen Sanktionen hinwegsetzt und nach Russland liefert. Die Sanktionen betreffen den Export im landwirtschaftlichen Sektor nämlich sehr stark.

Auch auf die gesamteuropäische Exportlage haben diese Sanktionen Einfluss. Russland hat damit genauso zu kämpfen. Der schwache Euro dagegen begünstigt den Export der europäischen Staaten, wobei dieser sich aufgrund der schwachen Weltwirtschaft ebenfalls noch zurückhält. Es wird dennoch mit einem Wachstum des Bruttosozialprodukts bedingt durch den schwachen Euro und den derzeit billigen Ölpreis in Deutschland von über 1 % gerechnet.

Die Zukunft Europas im Überblick

Der Weltwirtschaft geht es nicht sonderlich gut, außerdem schwächelt der Euro und die Russland Sanktionen erschweren die Lage zusätzlich. Dennoch steigen die Börsen immer weiter an. Hauptgrund ist hierbei natürlich die Nullzinspolitik der Notenbanken. Anleger sollten deshalb erst recht in Aktien investieren, weil ein Ende des Gelddruckens derzeit noch nicht abzusehen ist.

Eine anziehende Wirtschaft würde vermutlich mit steigenden Zinsen ausgeglichen – doch bis dahin kennen die Börsen offenbar erst einmal nur eine Richtung. Das sollten Privatanleger ausnutzen.

15. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.