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Dienstwagen und Steuern: Besteuerung ganz legal wechseln

Den Dienstwagen pauschal besteuern? Ein Fahrtenbuch führen? Die Ein-Prozent Methode nutzen? Bei Dienstwagen können Sie auch nach Abgabe der Steuererklärung zur 1-Prozent Methode wechseln. Das folgt aus einem inzwischen rechtskräftigen Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz.

Dienstwagen und Steuer: Urteil des Finanzgerichts

Ein Geschäftsmann hatte gegenüber dem Finanzamt zunächst erklärt, dass er ein Fahrtenbuch führen wolle. Entsprechend fiel sein Steuerbescheid aus, wie hier üblich ergänzt um den „Vorbehalt der Nachprüfung“. Nach Ablauf von zwei Jahren ermittelte der Betriebsprüfer für den Dienstwagen einen höheren Privatnutzungsanteil. Konsequenz: Mit der 1-Prozent Methode wäre die Besteuerung für den Unternehmer niedriger ausgefallen.

Seinen Änderungswunsch lehnte das Finanzamt ab. Zu seinen Gunsten entschied jedoch das Finanzgericht. Denn: „Unbefristete Wahlrechte können bis zur Bestandskraft der Steuerfestsetzung ausgeübt werden.“ Da hier binnen Monatsfrist Einspruch eingelegt wurde, durfte sich der Kläger anders entscheiden.

Tipp: Berufen Sie sich auf dieses Urteil

Wo sich die Pauschalbesteuerung bei Dienstwagen später als günstiger herausstellt, sollten Sie sich auf das Urteil berufen. Das dürfte aber nur in Betracht kommen, wenn Sie statt Fahrtenbuch die Pauschalmethode wählen. Wer sich dagegen für die 1-Prozent Methode entschieden hat, wird wohl kaum ein Fahrtenbuch geführt haben. Gemeinsam ist aber in allen Fällen, dass Sie nun eine Sorge weniger haben sollten, in Hinblick auf Ihren Dienstwagen, Steuer und Besteuerungsmethode hin oder her.

16. Mai 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".