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Diese 10 Punkte gehören in Ihre Mieterhöhung

Manche Wohngegenden werden immer beliebter und besonders in den Zentrumslagen vieler Städte steigen die Mieten konstant an. Entscheiden sich Vermieter, die Miete des von ihnen vermieteten Objekts erhöhen zu wollen, benötigen sie dafür das Einverständnis ihrer Mieter. Dieses muss in jedem Fall schriftlich eingeholt werden und kann bei der Weigerung des Mieters sogar eingeklagt werden.

Vermieter müssen bei einer geplanten Mieterhöhung zahlreiche Fristen und Formalitäten beachten, weshalb ein Muster helfen kann, ein schriftliches Mieterhöhungsverlangen aufzusetzen. So kann eine Mieterhöhung nicht einfach beliebig und jederzeit erfolgen. Sie muss schlüssig begründet sein und ist in ihrer Höhe begrenzt.

Wann dürfen Vermieter die Miete erhöhen?

Um überhaupt ein Recht auf ein Mieterhöhungsverlangen zu haben, sollten Vermieter zunächst einige Punkte prüfen. Dazu zählen die Fragen nach der Berechtigung der Mieterhöhung und die Höhe der Anpassung in Anlehnung an ortsüblichen Vergleichsmieten.

Berechtigt die Miete zu erhöhen sind Vermieter wenn sie die Wohnung beispielsweise aufwendig saniert oder modernisiert haben oder die Miete im Vergleich zum örtlichen Mietspiegel deutlich niedriger ist. Auch die Begründung und Nachvollziehbarkeit der Mieterhöhung ist relevant. Zudem müssen sich Vermieter an einige Fristen halten, deren Einhaltung sie ebenfalls überprüfen sollten.

Im Mieterhöhungsschreiben sollten diese 10 Punkte auf jeden Fall aufgelistet sein:

  1. Namen und Adressen von Vermieter und Mieter
  2. Betreff, der den Inhalt des Schreibens deutlich macht

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  4. Die Mietsache, um die es geht
  5. Hinweis, dass alle Fristen eingehalten werden (Eine Mieterhöhung darf frühestens 12 Monate nach der letzten erfolgen. Die Miete bleibt also 15 Monate unverändert, da die Mieterhöhung erst nach drei Monaten in Kraft tritt.)
  6. Mietspiegel und ortsübliche Vergleichsmieten nennen
  7. Mietspiegel dem Schreiben beifügen, wenn er nicht öffentlich zugänglich ist
  8. Begründung der Mieterhöhung (z.B. Anpassung der Miete an den örtlichen Mietspiegel)
  9. Eine Frist, bis die Mieterhöhung in Kraft tritt
  10. Die Bitte um eine Reaktion und der Hinweis, dass keine Reaktion als Ablehnung gilt, die rechtliche Schritte mit sich bringen kann
  11. Eine Zustimmungserklärung macht es dem Mieter leicht eine Antwort zu geben. Sie sollte daher dem Mieterhöhungsverlangen beigelegt werden

Mieterhöhungsverlangen: Muster schützen vor Fehlern

Ein Mieterhöhungsverlangen auf Basis eines Musters zu erstellen ist einfacher und ist für Nicht-Juristen auch unbedingt zu empfehlen. Das Schreiben und die damit verbundene Mieterhöhung sind nämlich nur gültig, wenn alle wichtigen Aspekte genannt werden.

Wer sich den Aufwand eines Mieterhöhungsverlangens sparen möchte, kann künftig direkt auf einen Staffelmietvertrag zurückgreifen. Diese beinhalten schon beim ersten Abschluss des Mietvertrags den Hinweis, dass die Miete in Zukunft schrittweise und den Fristen entsprechend ansteigen wird.

29. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.