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Diese Branchen sollten Sie im Depot haben

Diversifikation an der Börse ist wichtig, lassen sich so durch breite Streuung Risiken reduzieren. Besonders populär ist die Börsenweisheit „Nicht alle Eier in einen Korb“ legen, doch was bedeutet das konkret?

Das Kapital auf mehrere Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold etc.) zu verteilen erscheint sinnvoll, ist in der Praxis jedoch schwieriger als gedacht, denn Zinspapiere werfen heute kaum noch Renditen ab und Immobilien sind vielfach zu teuer.

In der Niedrigzinsphase erscheint die Aktie als einzig wirklich sinnvolle Alternative für Anleger, lassen sich so jährlich Renditen von 7 bis 8% pro Jahr erwirtschaften. Wenn Ihre Kapitalanlage zum Großteil aus Aktien besteht, ist Diversifikation umso wichtiger.

Diversifikation: offensiv und defensiv

Hier gilt es grundsätzlich zunächst zwischen zwei Anlageausrichtungen zu unterscheiden. Anleger können in „offensive Wachstumswerte“, aber auch in „defensive Werte“ investieren, die sich in Krisenzeiten durch ein geringes Verlustrisiko auszeichnen.

Ein ausgewogenes Depot sollte daher mindestens 50% aus defensiven Einzelwerten wie zum Beispiel Novo Nordisk, Nestlé oder Reckitt Benckiser bestehen, die als solide Basis dienen. Idealerweise werden diese Werte von offensiven Wachstumswerten wie etwa Amazon, Google oder Facebook ergänzt, um die Chance auf eine Überrendite zu wahren.


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Diversifikation nach Branchen

Jedoch ist nicht nur eine Unterscheidung zwischen „offensiver“ und „defensiver“ Ausrichtung des Depots wichtig, ebenso bedeutend ist die breite Streuung über mehrere Branchen hinweg, um ein sogenanntes Klumpenrisiko zu vermeiden.

Unter dem Oberbegriff Klumpenrisiko wird die Häufung von mehreren Titeln aus der gleichen Branche verstanden, welche die Diversifikation des Depots gefährden und für ein höheres Verlustrisiko sorgen kann, wenn zum Beispiel ein Wert aus der Branche eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Denn dann leiden meist auch andere Werte aus der gleichen Branche.

Börsenprofis raten daher zur Diversifikation über mindestens fünf Branchen hinweg: Technologie (IT und Software), Energie/Rohstoffe, Gesundheit (Pharma, Medizin und Biotechnik), Handel/Konsum sowie Entertainment.

Technologie: Technik ist ein weit gefasster Begriff, der sowohl IT-Services, als auch Halbleiter, Software und Hardware umfasst. Zum Beispiel mit Apple kann der Anleger gleich zwei Branchen in seinem Depot abdecken: Hardware (iPhone) und Software (iTunes). Gleichzeitig bieten sich hier unter Umständen auch große Technikwerte wie Microsoft, Google und SAP an.

Energie: Beim Thema Rohstoffe darf beispielsweise der weltgrößte Ölkonzern Exxon Mobil nicht fehlen, schließlich stammen 90% des weltweiten Energiebedarfs nach wie vor aus fossilen Energieträgern wie Öl und Gas. Langfristig könnte hier die Solarenergie stärker an Bedeutung gewinnen.

Gesundheit: Das Thema Gesundheit wird immer wichtiger, fordert der demografische Wandel – der Altersdurchschnitt der Bevölkerung steigt stetig – neue Ansätze in der Medizin- und Pharmaindustrie. Für defensiv orientierte Anleger können Unternehmen wie Novo Nordisk oder Bayer interessant sein. Offensiv ausgerichtete Anleger können sich hier auch Biotech-Werte wie Celgene, Amgen, Gilead Sciences und Regeneron näher ansehen.

Handel und Konsum: Gegessen und getrunken wird immer, daher sind defensive Konsum-Werte meist ein willkommener Stabilisator in jedem Depot. Hier dominieren defensive Konsum-Werte wie Unilever, die bereits erwähnte Nestlé, Church & Dwight, aber auch Amazon.com als weltgrößter Online-Händler ist denkbar.

Entertainment: TV und Unterhaltung (Spiele etc.) spielen in unserer Freizeit eine immer größere Rolle. Insbesondere die Videospielebranche ist längst zum Milliardengeschäft avanciert. Führende Hersteller wie Activision Blizzard und Electronic Arts (EA) dominieren den Markt, gleichzeitig dürfte das Internet-TV das lineare Fernsehen in baldiger Zukunft ablösen, wovon wiederum Netflix als Video-on-Demand (VoD) Pionier profitieren könnte.

Fazit: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte!

Anleger sollten nicht nur mehrere verschiedene Werte im Depot haben, sondern auch eine Diversifikation nach Branchen anstreben – dies reduziert das Gesamtrisiko fürs Portfolio.

Profi-Anleger streuen das Kapital zudem auch über mehrere geografische Regionen hinweg. Das bedeutet: Setzen Sie nicht nur auf Europa oder Deutschland, streuen Sie ihr Kapital global. Top-Unternehmen in den USA und China können dabei ein Depot ebenso bereichern, wie große und wachstumsstarke Unternehmen aus Schwellenländern.

2. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands