MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Diese Punkte gehören in einen Hausverwaltervertrag

Eine Hausverwaltung kümmert sich um alle Belange, die Eigentumswohnungen, vermietete Wohnhäuser, Gewerbeobjekte oder sonstige Wohnanlagen betreffen. Mietzahlungen, Mietverträge und die Kalkulation von Kosten gehören zu den Aufgaben einer Hausverwaltung.

Ein Hausverwaltervertrag wird zwischen dem Eigentümer und dem Verwalter geschlossen und beinhaltet alle Aufgaben, die der Verwalter übernehmen soll. Die einzelnen Punkte sollten detailliert aufgeschlüsselt werden, um Missverständnissen vorzubeugen.

Hausverwaltervertrag: Das gehört alles in ein Muster

In ein Muster eines Hausverwaltervertrags gehören zunächst die Vertragsparteien, zwischen denen der Vertrag geschlossen wird. Neben Eigentümer und Verwalter kann auch die Eigentümergemeinschaft mit in den Vertrag aufgenommen werden.

Weiterer entscheidender Bestandteil eines Hausverwaltervertrags sind die Aufgaben, die der Verwalter übernimmt. Sie sollten detailliert aufgeschlüsselt sein und sind durchaus vielfältig.

Dazu zählen unter anderem:

  • Verwaltung der Mieteinnahmen und –zinsen
  • Abschluss von Mietverträgen
  • Nebenkostenabrechnungen
  • Beauftragung von Handwerkern für Instandhaltungsmaßnahmen am Haus
  • Budgetplanung für Instandhaltungsrücklagen etc.
  • Dokumentation aller Vorgänge
  • Bearbeitungen von Mietstreitigkeiten
  • Gewährleistung von Brandschutz und Sicherheit
  • Abschluss von Verträgen mit Öl- und Gaslieferanten

Was noch im Vertrag stehen sollte

Weitere wichtige formelle Punkte, die in einem Hausverwaltervertrag stehen sollten, betreffen die Haftung und den Vertrag an sich. So sollte der Verwalter vertraglich verpflichtet werden, eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abzuschließen, die für von ihm verursachte Schäden am Objekt aufkommt. Auch die Höhe der Haftung kann vertraglich festgelegt werden.

Der letzte Punkt eines jeden Vertrags ist meistens die salvatorische Klausel. Sie besagt, dass keine zusätzlichen mündlichen Vereinbarungen getroffen wurden, Änderungen des Vertrags nur schriftlich erfolgen können und dass die Wirksamkeit aller Vertragsbedingungen nicht berührt wird, wenn einzelne Punkte geändert werden. In einen Hausverwaltervertrag gehört diese Klausel ebenfalls hinein.

Das Muster eines Hausverwaltervertrags kann auch zusätzlich noch den Punkt „Sonstiges“ erhalten, indem zusätzliche Vermerke oder Aufgaben schriftlich festgehalten werden können, die bisher noch nicht berücksichtigt wurden. Unter dem Vertrag sollten Unterschriftenfelder für alle Vertragsparteien vorgesehen sein, ebenso ein Feld für Ort und Datum.

Wofür ein Hausverwaltervertrag wichtig ist

Ein Hausverwaltervertrag ist wichtig und sollte vor dem Beginn eines Verwaltungsverhältnisses abgeschlossen werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Einen Vertrag aufzusetzen ist nicht schwer, denn Muster gibt es viele.

Eine detaillierte Aufschlüsselung der Aufgaben und die Klärung der Haftung und der Vertragsbedingungen sind fester Bestandteil jedes Hausverwaltervertrags und machen den Vertrag rechtsgültig.

Muster: Hausverwaltervertrag

 

Vertrag zur Hausverwaltung

Zwischen

Herrn/Frau/Firma ………………………………………………………………………………………………………..

(vollständiger Name bzw. Firma mit Vertretungsverhältnissen, Anschrift)

– nachfolgend „Auftraggeber“ genannt –

und

Herrn/Frau/Firma ………………………………………………………………………………………………………..

(Name, Anschrift, PLZ und Ort)

– nachfolgend „Hausverwalter“ genannt –

wird der nachstehende Hausverwaltervertrag geschlossen:

§1 Vertragsgegenstand

Der Auftraggeber überträgt dem Hausverwalter die Verwaltung des Mietobjekts

Straße und Hausnummer: …………………………………………………………………………

Gebäudeteil: ……………………………………………………………………………………………

PLZ ………………….   Stadt: …………………………………………………………………………

§2 Vertragsdauer und Kündigung

Der Vertrag wird auf die Dauer von ………………………..fest abgeschlossen. Er beginnt mit dem ……………….. und endet am ………………… Er verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht von einer der Vertragsparteien unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende gekündigt wird. Die Kündigung ist nur wirksam, wenn sie schriftlich erfolgt.

Veräußert der Auftraggeber das Objekt während der Laufzeit dieses Vertrages, ist er berechtigt, den Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist auf den Ablauf des Monats zu kündigen, in dem der Kaufvertrag mit dem Erwerber abgeschlossen wird.

Im Übrigen bleiben die beiderseitigen Rechte zur Kündigung aus wichtigem Grund unberührt.

§3 Aufgaben des Hausverwalters


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Der Hausverwalter ist verpflichtet, die Immobilienverwaltung gewissenhaft zu führen und alles zu tun, was zu einer ordnungsgemäßen Verwaltung notwendig ist. Er ist berechtigt und verpflichtet, die wirtschaftlichen und sonstigen Interessen des Auftraggebers in jeder Hinsicht zu beachten und zu vertreten

Zum Aufgabenbereich des Hausverwalters gehören insbesondere:

a) Vertragsverwaltung

  1. Erfassung aller Stammdaten zum Objekt
  2. Erfassung aller Stammdaten zu den Mietern
  3. Sicherstellung vereinbarter Mietsicherheiten
  4. Einholung von preisrechtlichen Genehmigungen zu Wertsicherungsklauseln
  5. Alle Vertragsabwicklungen mit den Mietern
  6. Eingangskontrolle der Mietzahlungen und Nebenkosten
  7. Organisation des außergerichtlichen Mahnverfahrens mit Erstellung eines Mahnbescheids
  8. Prüfung und Zahlung aller Ausgaben
  9. Überprüfung vereinbarter Mietgleitklauseln
  10. Überprüfung des Mietpreisniveaus
  11. Vorschläge zur Anpassung von Mieterhöhungen
  12. Durchführung der Anpassung des Mietzinses
  13. Nebenkostenvorauszahlungen zeitnah anpassen

b) Rechnungswesen

  1. Erstellung, Abrechnung aller Ein- und Ausgabenvorgänge
  2. Erstellung einer aktuellen Zahlungsrückstandsliste
  3. Erstellung einer Gewinn- und Verlustrechnung
  4. Erstellung der Nebenkostenabrechung und Einziehung evtl. Nachforderungen sowie ggf. Vorschlag zur Anpassung der Vorausleistung
  5. Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs

c) Allgemeine Verwaltung

  1. Abschluss und Kündigung von Mietverträgen, Neuvermietung einschließlich Mietersuche sowie Regelung sämtlicher Angelegenheiten mit den Mietern
  2. Abnahme und Übergabe der vermieteten Einheiten bei Mieterwechsel
  3. Überwachung des Versicherungsschutzes für das Objekt, Regulierung eventueller Schadensfälle; bei erheblichen Prämienunterschieden die Kündigung und den Neuabschluss von Versicherungsverträgen
  4. Vertretung des Auftraggebers im Zusammenhang mit dem Objekt gegenüber allen Behörden
  5. Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen sowie Ausübung von Zurückbehaltungsrechten
  6. Überprüfung aller Betriebs- und Bewirtschaftungskosten und deren Überwachung
  7. Verwaltung von Hausakten und Belegen
  8. Führen einer Beschlusssammlung
  9. Verwaltung von Mietsicherheiten

d) Technisches Gebäudemanagement

  1. Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Heizungs-, Sanitär- und sonstigen Anlagen des Objekts einschließlich des Abschlusses und der Kündigung von Liefer- und Wartungsverträgen
  2. Vergabe der für die laufende Instandhaltung, Instandsetzung und Reparatur des Objekts erforderlichen Arbeiten
  3. Überschreitet die voraussichtliche Auftragssumme den Betrag von ……….. €, hat der Hausverwalter wenigstens zwei Angebote einzuholen. Soll die Auftragsvergabe nicht an den billigsten Anbieter erfolgen, ist hierzu das Einverständnis des Auftraggebers erforderlich
  4. Abschluss und Kündigung von Hausmeisterverträgen sowie von Verträgen mit sonstigen Hilfskräften (z.B. für Haus-, Straßen- und Gehwegreinigung, Außenanlagen). Überwachung und Kontrolle der Tätigkeit der vorgenannten Personen in Bezug auf das Objekt
  5. Information des Auftraggebers über alle wichtigen und/oder ungewöhnlichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Objekt.

§4 Provisionen

Der Hausverwalter ist nicht berechtigt, Provisionen oder andere Zuwendungen von Mietern, Handwerkern, Lieferanten oder sonstigen Dritten in Bezug auf das Objekt zu fordern, sich gewähren zu lassen oder anzunehmen.

Ein Verstoß hiergegen berechtigt den Auftraggeber zur fristlosen Kündigung des Hausverwaltervertrages.

§5 Vollmacht

Der Auftraggeber erteilt dem Hausverwalter unverzüglich eine schriftliche Vollmacht über den Inhalt der übertragenden Befugnisse. Bei Beendigung des Vertrages ist sie unaufgefordert an den Auftraggeber zurückzugeben.

§6 Rechnungslegung

Alle für das Objekt …………………………………. eingehenden Gelder hat der Hausverwalter auf folgendes Sonderkonto des Auftraggebers einzuzahlen:

IBAN:………………………………………………………………..

Der Hausverwalter erhält für dieses Konto Bankvollmacht. Im Übrigen hat der Hausverwalter Gelder oder sonstige Gegenstände, die zur Immobilienverwaltung gehören, getrennt von seinem Vermögen zu halten.

Der Hausverwalter ist zur ordnungsgemäßen Buchführung über sämtliche Einnahmen und Ausgaben der Immobilienverwaltung einschließlich geordneter Sammlung der Originalbelege verpflichtet.

Der Hausverwalter hat vierteljährlich bis zum ……………….. dem Auftraggeber Rechnung zu legen. Bis zum ………………. jeden Jahres wird der Hausverwalter dem Auftraggeber einen Wirtschaftsplan für das vorausliegende Jahr erstellen, aus dem die vermutlichen Einnahmen und die notwendigen Kosten für das Hausgrundstück und mögliche Überschüsse oder Verluste ersichtlich sind.

§7 Vergütung

Für seine Tätigkeit erhält der Hausverwalter eine monatliche Vergütung in Höhe von ……………….. €. Zusätzlich zu dieser Vergütung erhält der Hausverwalter ………. % aller eingehenden Nettomieten (Kaltmieten ohne Betriebskosten und ohne Mehrwertsteuer).

Für Telefon, Porto, Fahrtkosten und andere Barauslagen erhält der Hausverwalter einen monatlichen Betrag in Höhe von ………. € ohne Einzelnachweis. Darüber hinausgehende Aufwendungen werden auf Nachweis erstattet.

Unterliegt der Hausverwalter der Mehrwertsteuer, erhält er die genannten Beträge zuzüglich der jeweiligen Mehrwertsteuer (derzeit ………. %).

Die Vergütung ist fällig am Monatsende, erstmals am …………………

Der Hausverwalter ist berechtigt, die Vergütung aus den eingehenden Miet- und Pachtgeldern zu entnehmen.

§8 Vertretung

Der Hausverwalter ist verpflichtet, für eine Vertretung in Krankheits-, Urlaubs- und sonstigen Verhinderungsfällen eigenverantwortlich zu sorgen.

Der Vertreter ist Erfüllungsgehilfe des Hausverwalters. Eine Übertragung der Vertretung auf Dauer auf einen Dritten ist nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung des Auftraggebers zulässig.

§9 Haftpflichtversicherung

Der Hausverwalter weist den Auftraggeber vor Aufnahme der Tätigkeit das Bestehen einer Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von wenigstens 1.000.000 € pro Schadensfall nach und verpflichtet sich zur Aufrechterhaltung der Versicherung während der Laufzeit des Vertrages.

§10 Besondere Vereinbarungen

 

………………………………………………………………………………………………………………………………….

 

………………………………………………………………………………………………………………………………….

§11 Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen, Salvatorische Klausel

Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen. Abänderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform, dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein, so wird dadurch die Wirksamkeit des Vertrags im Übrigen nicht berührt.

§12 Schlichtungsverfahren

Die Vertragsparteien verpflichten sich, bei Meinungsverschiedenheiten ein Schlichtungsverfahren mit dem Ziel durchzuführen, eine interessengerechte und faire Vereinbarung im Wege einer Mediation mit Unterstützung eines neutralen Schlichters unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, rechtlichen, persönlichen und sozialen Gegebenheiten zu erarbeiten. Alle Streitigkeiten, die sich im Zusammenhang mit diesem Vertrag oder über seine Gültigkeit ergeben, werden vor Einschaltung der Gerichte nach der Schlichtungsordnung der Institution der Industrie- und Handelskammer ………………..(Name der nächstgelegenen IHK mit Schlichtungsstelle) geschlichtet.

___________________________

(Ort, Datum)

___________________________

(Auftraggeber)

___________________________

(Ort, Datum)

___________________________

(Hausverwalter)

23. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.