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Diese Steuern fallen für Rentner an

Bis 2009 wurden Einkünfte in der Rente über die Kapitalertragsbesteuerung versteuert. Der Satz lag zwischen 20 und 35 %. Seit 1. Januar 2009 gilt jetzt die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % pauschal für alle Einnahmen von Kapitalerträgen. Es gibt jedoch gewisse Ausnahmen.

Es werden auch noch andere Einkünfte wie Zinsen, Dividenden oder Veräußerungsgewinne über die Abgeltungssteuer abgerechnet. All das kann auch Rentner treffen, wenn sie auf diese Weise Kapitalerträge erzielen.

Was zählt zu den Kapitalerträgen?

Alle Gewinne aus Geldanlagen zählen zu den Kapitalerträgen. Das heißt, dass jegliches erfolgreiches Handeln auf dem Finanzmarkt ebenfalls dazu gehört. Auch Rentner zahlen Steuern, wenn sie mit Aktien Gewinne erwirtschaften oder Dividenden erhalten. Genauso werden die Zinserträge auf Sparkonten versteuert.

Vor dem 1. Januar 2009 galten für die unterschiedlichen Arten der Kapitalertragsbesteuerung auch unterschiedlich hohe Steuern. Doch inzwischen hat sich einiges geändert. So wird bei jeglicher Art von Gewinnen aus Kapitalerträgen eine Steuer von 25% fällig.

Doch dabei bleibt es noch nicht. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % erhoben. Dieser Wert zählt allerdings nicht zu den 25 % hinzu und ergibt somit keine 30,5 % Steuern, sondern er wird aus den 25 % berechnet. Daraus ergeben sich somit weitere 1,375 % Steuern (25 x 5,5 %). Letztlich werden also exakt 26,375 % Steuern fällig. Eventuelle Kirchensteuern können die Abgaben weiter erhöhen.

Wann sind Kapitalerträge steuerfrei?

Die Abgeltungssteuer der Rente kann gesenkt werden. Dazu gibt es den sogenannten Sparerpauschbetrag oder auch Sparerfreibetrag. Dieser liegt bei 801 € jährlich bzw. 1.602 € bei Ehepaaren. Steuern werden dennoch erhoben, wenn der Rentner bei dem Kreditinstitut, bei dem er Kapitalerträge erwirtschaftet keinen Freistellungsauftrag erteilt hat.

Andernfalls führt die Bank die Abgeltungssteuer als Quellensteuer automatisch an das Finanzamt ab. Somit muss auf die Steuererklärung gewartet werden, bis dieser Freibetrag berücksichtigt wird und das Geld wieder ausbezahlt wird. Um diese Wartezeit zu vermeiden, lohnt es sich auf jeden Fall einen Freistellungsauftrag einzurichten.

Direkt vom Finanzamt prüfen lassen

Vorteilhaft ist auch, dass beim Ausfüllen der Steuererklärung ein einfacher Haken bei der Rubrik „Günstigerprüfung“ die Arbeit erleichtert. Dadurch prüft ein Sachbearbeiter des zuständigen Finanzamtes, ob es für den Steuerzahler besser wäre die Gewinne mit der Abgeltungssteuer zu besteuern oder diese zu der Rente zu addieren und damit zu versteuern.

Viele Nebeneinkünfte müssen auch Rentner bereits ab einem geringen Betrag versteuern. Der beste Rat ist es deshalb sich möglichst schnell um den Freistellungsauftrag zu kümmern. Es ergibt auch für Rentner oft Sinn eine Einkommenssteuererklärung abzugeben, denn hat man einmal zu viel bezahlt, kann man sich das Geld mit der nächsten Steuererklärung wieder holen.

1. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.