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Diese Steuervorteile haben Selbstständige

Im Vergleich zu Arbeitnehmern gibt es viele Steuervorteile, die Selbstständige für sich nutzen können. Denn sie können einem großen steuerlichen Gestaltungsspielraum profitieren, der bei Arbeitnehmern wesentlich eingeschränkter ist.

Sie als Selbstständiger können die Höhe Ihrer Einkommenssteuer wesentlich besser beeinflussen. Natürlich müssen Sie dafür wissen, wo Sie sparen können und welche Kostenpunkte Ihre Steuerlast als Selbstständiger drücken. Hier einige Ansätze, wie Sie Ihren Gestaltungsspielraum nutzen können.

Steuervorteile bei der Betriebsgründung nutzen

Die Steuervorteile für Selbstständige ergeben sich bereits mit dem Entschluss, sich selbstständig zu machen. Nehmen Sie sich deshalb ausreichend Zeit, um den Antrag auszufüllen.  Er bestimmt, ob Sie Einkommensteuer-Vorauszahlungen oder Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben müssen.

Überlegen Sie auch im Vorfeld, ob Sie zu der Gruppe der Gewerbetreibenden oder zu den Freiberuflern gehören. Wie Sie das herausfinden können Sie in unserem Artikel „Regeln für die Selbstständigkeit“ nachlesen. Lassen Sie das notfalls prüfen: Sie sparen sich unter Umständen die Gewerbesteuer und damit bares Geld.

Nutzen Sie die Gesetze für Ihre Steuervorteile

Abschreibungen gewinnmindern anbringen: Setzen Sie Abschreibungen gezielt ein, um Ihre Steuervorteile als Selbstständiger zu nutzen. Jede Investition, die Sie tätigen kann Ihren Gewinn mindern. Kleine und mittlere Unternehmen haben die Möglichkeit, ihren Gewinn durch Sonderabschreibungen bis zu 20 Prozent über 4 Jahre zu mindern.

Bis zu einem Wert von 410 Euro können Sie die so genannten geringwertigen Wirtschaftsgüter sofort abschreiben. Alternativ sammeln Sie Anschaffungen mit einem Wert zwischen 150 und 1.000 Euro und setzen diese als so genannte „Poolabschreibung“ ein. Der Betrag ist jährlich mit 1/5 anzusetzen.

Investitionsabzugsbetrag: Auch der Investitionsabzugsbetrag bringt Vorteile für Selbstständige. Er  ermöglicht es Ihnen, Steuervorteile bei Investitionen zu nutzen. Für Investitionen innerhalb von drei Jahren dürfen im laufenden Veranlagungszeitraum bis zu 40 % der Kosten gewinnmindernd berücksichtigt werden.

Der Investitionszeitraum beim Investitionsabzugsbetrag: Die Anschaffung oder Herstellung muss innerhalb von drei Jahren nach dem Jahr der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags getätigt werden.

Rücklagen bilden: Die gebräuchlichste Rücklagenform ist die Reinvestitionsrücklage und die Ersatzbeschaffungsrücklage. Bilden Sie diese, um liquide zu bleiben und Ihre Investitionsfähigkeit nicht zu gefährden.

Rückstellung für Instandsetzungsmaßnahmen: Dieser Tipp kommt zwar noch verfrüht, aber vielleicht legen Sie ihn sich schon einmal auf Vorlage für das Ende des Jahres. Denn Kosten für die Instandsetzung von Gebäuden oder Maschinen, sollten Sie immer noch gewinnmindernd einsetzen.

Die Voraussetzung ist allerdings, dass die Maßnahmen spätestens in den ersten 3 Monaten des neuen Geschäftsjahres durchgeführt werden. Die Kosten, die bis dahin für Materialien anfallen, können Sie als Betriebsausgaben ansetzen. Auch diese mindern Ihren zu versteuernden Gewinn.

Fazit: Sie haben als Selbstständiger viele Vorteile, die Sie für Ihre Steuer nutzen können. Zahlreiche Ausgaben mindern Ihren Gewinn und damit das zu versteuernde Einkommen. Wenn es Zweifel gibt, ob und in welcher Höhe Sie gewisse Positionen geltend machen sollen, empfiehlt sich immer die Rücksprache mit Ihrem Steuerberater.

18. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.