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Diese Unternehmen profitieren von der Flüchtlingskrise

Im vergangenen Jahr kamen rund 1,1 Mio. Flüchtlinge nach Deutschland und der Flüchtlingsstrom reißt auch im neuen Jahr nicht ab.

Eine Prognose für 2016 wollte die Bundesregierung offiziell (noch) nicht abgeben, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer geht jedoch von 2,5 Mio. Flüchtlingen binnen 2 Jahren aus – das heißt, von ihm werden mindestens weitere 1 Mio. Immigranten in 2016 erwartet.

Top-Ökonom Clemens Fuest (Exklusiv-Interview mit GeVestor), der als Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fungiert, rechnet zwar mit Milliarden-Kosten für den deutschen Staat, dennoch dürften die zusätzlichen Ausgaben auf der anderen Seite auch wie ein kleines Konjunkturprogramm wirken, glaubt man zumindest auch beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Unternehmen profitieren vom Flüchtlingsstrom

Das DIW geht in 2016 von einem zusätzlichen Wachstumsplus von 0,25% durch die Flüchtlingswelle aus. Als Hauptprofiteure dieser Entwicklung gelten neben Container- und Zelthersteller, auch Catering-Unternehmen und insbesondere Firmen, die im Bereich sozialer Wohnungsbau tätig sind.

Auch Betreiber von Hotels und Pensionen, die Flüchtlingen Unterkunft gewähren, dürften zu den Gewinnern zählen. Während Container- und Zeltspezialisten wie KB Container, Paranet oder die Oecon Mobilraum GmbH nicht an der Börse notiert sind, gilt dies für die Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien AG nicht.


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Sozialer Wohnungsbau erlebt Hochjunktur

Die börsennotierte GAG Immobilien AG, die mehrheitlich der Stadt Köln gehört, soll sich stärker im Bereich des sozialen Wohnungsbaus engagieren, wovon auch Anleger profitieren könnten, schließlich ist gerade bezahlbarer Wohnraum in Ballungszentren knapp. Branchenschätzungen zufolge fehlen etwa 770.000 Wohnungen in den Großstädten.

Daher wirkt der Flüchtlingsstrom für die gesamte Baubranche in Deutschland wie ein Sonderkonjunkturprogramm, denn aufgrund der anhaltend hohen Zuwanderzahlen wird der Wohnraum in angesagten Großstädten auch in den kommenden Jahren eher begrenzt bleiben, glauben Immobilienexperten.

Möbelindustrie freut sich über wachsendes Geschäft

Haben Flüchtlinge Erstaufnahmeeinrichtung erst einmal verlassen und ziehen in eine eigene Wohnung, muss nicht selten eine komplette Wohnungseinrichtung gekauft werden. Das heißt, Möbel und Haushaltsgeräte müssen her, um ein einen gewissen Lebensstandard zu sichern.

Der Run hat bereits dazu geführt, dass bestimmte Möbel bei Ikea kurzfristig ausverkauft waren. Der nach Ikea zweitgrößte Möbelhändler, der Börsenneuling Steinhoff International, könnte vom Einrichtungsboom profitieren.

Bargeldtransfer ins Ausland: Western Union hilft und verdient prächtig mit

Flüchtlinge in Deutschland bekommen 352 € im Monat. Nicht alles wird verkonsumiert, viele Migranten wollen ihren Familien im Ausland helfen und überweisen Geld nach Afganistan, Syrien oder in die Türkei.

Bei der Weltbank schätzt man, dass allein in 2015 rund 440 Mrd. US-Dollar in die Herkunftsländer geflossen sind. Als idealer Partner in Sachen Bargeldtransfer gilt dabei die börsennotierte Western Union.

Viele Flüchtlinge nutzen das weit verzweigte Filialnetz von Western Union (500.000 Niederlassungen), um Geld zu überweisen. Und die Bank verdient kräftig mit, denn bei jeder Bargeldüberweisung fallen Bearbeitungsgebühren an.

Angespannte Sicherheitslage beflügelt Geschäft von Securitas

Die Übergriffe auf Flüchtlingsheime in Deutschland haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Das BKA geht allein in den ersten neun Monaten 2015 von mehr als 500 Übergriffen auf Flüchtlingsheime aus, nach 177 Attacken in 2014.

Profitieren könnten davon Sicherheitsdienste und Spezialisten für Sicherheitstechnik (Videoüberwachung etc.) wie etwa die schwedische Securitas. Das börsennotierte Unternehmen sieht sich als größter Anbieter von professionellen Sicherheitslösungen in Deutschland, wodurch auch Anleger mitverdienen können.

Fazit: Der Flüchtlingsstrom könnte Deutschland pro Jahr 20 bis zu 30 Mrd. € kosten, glaubt Top-Ökonom Clemens Fuest. Doch von der Flüchtlingskrise profitiert auf der anderen Seite auch die Binnenkonjunktur bzw. Unternehmen, die entsprechende Dienstleistungen anbieten.

20. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands