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Diese Unterschiede gibt es zwischen den Steuerklassen 1 und 2

Wer arbeiten geht, muss in der Regel auch Steuern zahlen. Die Ausnahme besteht bei Minijobs, die bis 450 € steuerfrei sind. Für alle anderen gilt, dass sie je nach Familienstand in Steuerklassen eingeordnet werden.

Verheiratete können dabei zwischen den Steuerklassen 4 und 4 oder 3 und 5 wählen, je nachdem, was in Anbetracht ihrer Einkommenssituation von Vorteil ist.

In die Steuerklassen 1 und 2 werden Personen mit folgenden Merkmalen eingruppiert: Alleinstehend, ledig, verwitwet, dauerhaft getrennt lebend oder geschieden. Die Steuerklasse 1 richtet sich dabei an Ledige ohne Kinder und die Steuerklasse 2 ist für Alleinerziehende gedacht.


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Die Unterschiede zwischen Steuerklasse 1 und 2

Die Abzüge in Steuerklasse 1 sind verhältnismäßig hoch – mit einem Kind oder in der Ehe können Steuerzahler von höheren Freibeträgen profitieren. In der Steuerklasse 1 fallen die Steuerfreibeträge hingegen relativ niedrig aus.

Steuerzahler in Steuerklasse 1 können den Grundfreibetrag in Höhe von 8.354 € (Stand 2015) geltend machen, den Arbeitnehmerpauschbetrag (wenn sie nicht selbstständig sind), den Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 € und die Vorsorgepauschale. Sonderausgaben sind zum Beispiel Spenden oder Aufwendungen für die Berufsausbildung. Die Vorsorgepauschale berechnet sich anhand des Beitrags zur gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung und liegt für Angestellte bei maximal 1.900 € järhlich.

Steuerpflichtige in der Steuerklasse 2, also Personen mit Kindern, können neben den gleichen Freibeträgen wie in der Steuerklasse 1 auch noch Kinderfreibeträge geltend machen. 7.008 € (Stand 2015) pro Kind können von der Steuerlast abgezogen werden, ebenso können Alleinerziehende noch den Alleinerziehendenentlastungsbetrag in Höhe von 1.908 € (Stand 2015) hinzuziehen.

Wann Alleinerziehende Freibeträge geltend machen können

Der Sinn der höheren Freibeträge für Alleinerziehende ist, dass das Kind optimal versorgt werden soll. Die Pauschalen werden schon im laufenden Jahr auf die Lohnsteuer angerechnet, sodass monatlich mehr Netto bleibt und sich Alleinerziehende nicht erst über die Steuererklärung ihr Geld zurückholen müssen.

Um von den Freibeträgen profitieren zu dürfen, muss mindestens ein Kind mit im Haushalt leben, das nicht volljährig ist. Zudem darf keine weitere volljährige Person mit im Haushalt leben, die als Erziehungsberechtigter gelten könnte.

Bei mehr als einem Arbeitsverhältnis gilt die Steuerklasse 6

Sowohl für die Steuerklasse 1 als auch für die Steuerklasse 2 gilt, dass die verschiedenen Freibeträge nur für ein Arbeitsverhältnis in Anspruch genommen werden können. Wer sich parallel in einem zweiten, steuerpflichtigen Arbeitsverhältnis befindet, muss für dieses die Extra-Lohnsteuerklasse 6 beantragen. In dieser Steuerklasse sind die Abzüge aufgrund fehlender Freibeträge besonders hoch.

In ihre Steuerklasse werden unverheiratete Personen automatisch aufgenommen. Es gibt keine Möglichkeit sie zu wechseln, außer mit einer Heirat. Dann ändert sich das System der Besteuerung und für die meisten wird es dadurch günstiger.

21. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.