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Diese Vor- und Nachteile bringen High Yield-Bonds Privatanlegern

High Yield-Bonds sind besser bekannt als Schrott- oder Ramschanleihen und üben auf risikobereite Anleger immer wieder Reiz aus. Beispiele für Schrottanleihen sind die 250-Millionen-Dollar-Anleihe des griechischen Milchproduktherstellers Fage mit einer Rendite von knapp 10 %, oder die fünfjährige Anleihe über 700 Mio. € mit einem Zins von 7,8 % des griechischen Telekomkonzerns OTE, den die Finanzkrise hart getroffen und der ein Ramschrating hat.

Diese Aktien gelten als Titel für Wagemutige, dennoch machen sowohl OTE als auch Fage im eigenen Land noch Gewinne. 40 % Rendite können mit der OTE-Anleihe geholt werden, ein Wert, bei dem viele Anleger schwach werden. Die Risiken dürfen jedoch nicht unterschätzt werden.

High Yield-Bonds sind per Definition Schuldverschreibungen von Anbietern mit einer schlechten Bonität. Sie locken mit einer hohen Rendite, weshalb viele Anleger diese sogenannten Junk-Bonds (Müll-Anleihen) reizvoll finden. Allerdings bergen diese Ramschanleihen für Anleger große Gefahren, die bei einem Kauf dieser Schuldverschreibungen unbedingt bedacht werden müssen. Für Privatanleger sind High Yield-Bonds daher nur unter bestimmten Voraussetzungen zu empfehlen.

High Yield-Bonds: Definition und Erklärung

Die Anleihen, die als High Yield-Bonds bezeichnet werden, sind von den bekannten Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch oder Moody’s mit einem hohen Ausfallrisiko eingestuft worden. Je schlechter das Rating für eine Anleihe ist, desto höher ist die Ausfallwahrscheinlichkeit. Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle sind bei High Yield-Bonds nichts Seltenes, da für die schlecht bewerteten Unternehmen, die diese Anleihen herausgeben, die Flexibilität zur Beschaffung von Kapital am Markt fehlt. Viele Herausgeber von High Yield-Bonds sind wirtschaftlich instabile Unternehmen oder Schwellenländer.


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Weshalb sich doch immer wieder Anleger für High Yield-Bonds entscheiden

Das reizvolle an High Yield-Bonds und auch der Grund, warum sich immer wieder Anleger für den Kauf dieser Art von Anleihen entscheiden, ist die hohe Rendite. Diese hohe Rendite soll die höheren Risiken kompensieren und liegt deutlich über den Erträgen von sicheren Staats- oder Unternehmensanleihen. Bei Bonds von Unternehmen ist die Rendite bei High Yield-Bonds im Schnitt doppelt so hoch wie die Rendite von gut aufgestellten Unternehmen oder Staatsanleihen ohne Ausfallrisiko.

Der Unterschied in der Verzinsung der Anleihen liegt höher als bei sicheren Anleihen. Direkt nach der Finanzkrise waren es bis zu 20 % mehr Rendite, die High Yield-Bonds-Anleger erhalten haben. Dieser Wert ist aber gesunken und hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Was die Halter von Ramschanleihen beachten sollten

Anleger, die darüber nachdenken High Yield-Bonds zu kaufen, sollten ihre Investitionen möglichst weit streuen, um sowohl das Ausfallrisiko zu minimieren als auch von der hohen Rendite zu profitieren. Wer sich tatsächlich für diese Form der Anleihen entscheidet muss bedenken, dass diese Investition keine sichere Geldanlage ist. Starke Nerven und die Lust zu spekulieren sind wichtige Voraussetzungen, um sich für diese Anleihen zu entscheiden.

Gerade wenn Anleger mit ihrem Geld gut haushalten müssen und für ein Zocken an der Börse kein Kapital vorhanden ist, sind High Yield-Bonds keine Option. Ein Verständnis des Markts und eine Einschätzung der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens können Anlegern, die gerne spekulieren wollen helfen, das Risiko von High Yield-Bonds etwas besser zu kalkulieren.

30. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.