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Dieser Indikator zeigt, ob Bullen oder Bären stärker werden

Wer als Anleger in den aktiven Handel einsteigen will, kommt mit der Fundamentalanalyse allein nicht mehr aus. Es gilt, an der Börse schnell und richtig zu taktieren. Signale und Zeitpunkte lassen sich nur mit der technischen Analyse interpretieren. Chart-Formationen geben hier Orientierung im Detail.

Intraday Momentum Index – Trends im Voraus erkennen

Um aber nicht vorschnell loszulegen, überprüft man die Erkenntnisse aus den Charts mit technischen Indikatoren wie dem Intraday Momentum Index.

Wichtig ist nicht nur zu sehen, ob ein Trend vorliegt, sondern mit welcher Intensität und Geschwindigkeit sich die Kurse bewegen – das Momentum. Dessen grafische Aufbereitung gibt Aufschluss über Trends, und zwar noch bevor sie im Kursverlauf zu sehen sind.

Gerade für kurze Zeiträume im Intraday Handel, wo oft innerhalb weniger Minuten agiert wird, muss ein Indikator eindeutige Resultate liefern. Der Intraday Momentum Index (IMI) macht über Extremwerte sichtbar, ob ein starker Bären- oder Bullenmarkt vorliegt. Dabei orientiert er sich an der relativen Stärke. Die zeigt, ob sich eine Aktie stärker oder schwächer bewegt als der Gesamtmarkt.


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Berechnung mit Kerzen

Die Berechnung des Intraday Momentum Index erfolgt so: Es werden die Differenzen zwischen den Schluss- und Eröffnungskursen jeweils eines Tages ermittelt, summiert und durch die Anzahl der Beobachtungen geteilt. Das ergibt dann arithmetisch durchschnittliche Tageswerte. Zur Bildung des Durchschnitts empfiehlt sich, eine Periode von 14 Tagen zu wählen.

Die Schwankungen lassen sich auf einer Skala zwischen 0 und 100 erkennen. Stärker als 70 deutet auf einen Aufwärtstrend hin, unter 30 ist ein Abwärtstrend absehbar. Die neutrale Zone befindet sich zwischen 40 und 60.

Das Ganze fußt auf der Messung von Kerzen, also Chartformationen, die statt einer einfachen Chartlinie die jeweilige Marktsituation inhaltlich verdeutlichen. Jeder Kerzenkörper zeigt den Abstand zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs. Ist er weiß, liegt der Schluss- über dem Eröffnungsniveau – eine Gewinnkerze. Bei schwarz ist es umgekehrt. Weiße Kerzen deuten einen Aufwärtstrend an, bei schwarzen Verlustkerzen geht es bald abwärts.

Zeigt also die Skala Werte über 70, dominieren weiße Kerzen. Im Bereich unter 30 dominieren schwarze. Der Intraday Momentum Index erkennt, wie dicht die Reihen der beiden Parteien stehen, wie die Dynamik ist und ob es Anzeichen für ein Erstarken oder Erlahmen der gegnerischen Seite gibt.

Schnittlinien zum Ein- oder Ausstieg

Nehmen die weißen Kerzen nach einem Abstieg wieder zu, dreht der Markt nach oben und umgekehrt. Wichtig ist, ob bei einer Bewegung die Mittellinie als Trendwendezone durchschnitten wird. Dann nämlich liegt ein Trendwendesignal vor.

Schneidet der Indikator die Linie nach oben, gilt das als Kaufsignal. Eine Überscheidung nach unten bedeutet: verkaufen. Abhängig davon, welche Farbe dominiert, zeigt der Intraday Momentum Index, ob der Markt überkauft oder überverkauft ist. Sind die Kurse überzogen, ist ein Rückschlag zu erwarten.

Fehlsignale nicht ausgeschlossen

Der Indikator kann entweder in der Normeinstellung genutzt oder auf spezielle Bedürfnisse hin angepasst werden. Zu berücksichtigen ist, dass bei steigender Zahl von Handelssignalen mehr Fehlsignale auftreten können. An diesem Punkt ist die Zuverlässigkeit, wie bei fast allen Indikatoren, mit Vorsicht zu genießen.

Generell sind solche Tools als zusätzliche Unterstützung für Trader gedacht, nicht aber als alleiniges Mittel für Entscheidungen. Wer sie für sich entdeckt, muss mit längerer Einarbeitungszeit rechnen. Ein Mindestmaß an Erfahrung ist Voraussetzung für befriedigende Erfolgsquoten.

8. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.