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Dieses Edelmetall hat enormes Potenzial

Wer attraktive, krisenbeständige Sachwerte sucht, sollte nicht nur an Gold, Silber oder Platin denken. Ein Edelmetall hat mehr Potenziale: Palladium. Kaufen kann man es direkt in Form von Münzen oder Barren.

Von der Nachfrage profitieren

Bevor man sich entschließt, Palladium zu kaufen, lohnt ein Blick auf die Eigenheiten. Palladium besticht weniger durch seinen Exotik-Faktor. Bis zu 80% der weltweiten Fördermenge wird für die Industrie gebraucht – zum einen in der Medizingeräte- und Schmuckbranche, vor allem aber bei den Autoherstellern. Katalysatoren für Benzinfahrzeuge lassen sich nicht ohne den Rohstoff herstellen. Die PKW-Nachfrage steuert den Kurs.

Gerade in Nordamerika und Asien sind Benziner gefragt. Trotz gebremster Konjunktur in den BRIC-Staaten wächst der Fahrzeugmarkt. Der Nachholbedarf ist groß. Die tragende Rolle spielt nach wie vor China. Der Nachholbedarf ist groß.

Selbst wenn die industrielle Nachfrage stagnieren sollte, so ist mittelfristig kein Wertverfall zu befürchten. Die großen Palladiumförderer haben ihre Produktion kontinuierlich zurückgefahren, was das Angebot begrenzt und den Preis treibt.

Bessere Aussichten als bei Gold

Hierin liegt der Unterschied etwa zu Gold. Kommt es nicht gerade zu größeren Krisen, wird dessen Kurspotenzial durch Zinsanstiege in den USA und einen stärkeren Dollar gedrückt. Zwar hat Palladium zeitversetzt zu Gold bis Ende 2015 ebenfalls deutlich nachgegeben, das Aufwärtspotenzial aber ist aufgrund der wirtschaftlichen Fundamentaldaten ungleich höher.


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Generell ist die Preisentwicklung mit der von Platin vergleichbar. Doch auch hier hat Palladium die Nase vorn. Platin wird vor allem zur Herstellung von Dieselkatalysatoren gebraucht, weltweit aber ist der Marktanteil von Benzinfahrzeugen wesentlich höher. Die Folgen aus den Abgasskandalen beim Diesel tun ein Übriges.

Steuern bei Kauf und Verkauf

Wer das weiß-silbrig schimmernde Palladium kaufen will, kann es bei Banken und Edelmetallhändlern bestellen. Händler liefern in der Regel etwas schneller, weil sie nicht erst bei der Zentralbank bestellen müssen. Die geläufigen Größen für Barren sind 10 Gramm, 20 Gramm, eine Unze (31,1g), dann 100 bis 1.000 Gramm.

Kleinere Einheiten lassen sich zwar schneller wieder schneller zu Geld machen, allerdings sind die Preisaufschläge beim Kauf höher. Das liegt zum einen an den anteiligen Produktionskosten Deshalb sind Münzen als Geldanlage weniger attraktiv. Rechnet man die Mehrwertsteuer hinzu, die anders als bei Gold zu zahlen ist, liegt der Aufschlag für eine Unzengröße schnell bei 50% des aktuellen Kurses.

Spezialisierte Händler wie etwa Auragentum oder Pro Aurum werben hier mit einer Alternative: Das gekaufte Edelmetall wird in einem Zollfreilager eingebunkert, die Mehrwertsteuer entfällt – allerdings auch die Möglichkeit, das wertvolle Investment in der Hand zu halten.

Beim Verkauf wiederum unterliegt der Gewinn nicht der Abgeltungssteuer, sondern wird in der Einkommenssteuer angegeben. Allerdings erst, wenn er den Freibetrag von 801 € übersteigt und innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr verkauft wird. Danach sind Mehreinnahmen steuerfrei.

Palladium kaufen: Barren vs. Wertpapierinvestments

Wem das alles zu unsicher ist, der kann alternativ in Palladium auf Wertpapierbasis investieren. Hier bieten sich Zertifikate oder ETCs an. Sofern es sich nicht um Inhaberschuldverschreibungen mit der Option auf physische Lieferung handelt, greift immer die Abgeltungssteuer.

Der Vorteil von Wertpapieren bzw. Fonds: Im Vergleich zu Barren sind der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis sowie die Verwaltungskosten niedriger. Das kann mit Blick auf Verkaufsgewinne einiges ausmachen.

Beim höheren persönlichen Steuersatz ergibt sich inklusive Abgeltungssteuer ein Renditevorsprung gegenüber dem Verkauf von Barren innerhalb der Spekulationsfrist. Verkauft man jedoch physisches Palladium innerhalb eines Jahres, überwiegt die Steuerfreiheit den Vorteil von Fonds.

Palladium in Barrenform zu kaufen, lohnt also eher, wenn man das Ganze als Langfristinvestment sieht. Dabei sollte man aber stets auf das Echtheitszertifikat und die Seriennummer achten. Wie bei anderen Edelmetallen, erfolgt der Barkauf bis zu 15.000 € anonym. Alles darüber ist mit Identitätsnachweis meldepflichtig.

16. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.