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Dieses Fin-Tech-Unternehmen sollten Sie kennen

Wenn es um mobile Geldüberweisungen oder Abrechnungen geht, spricht sich seit 2015 der Begriff Number26 herum. Doch was ist Number26? Es ist mehr als eine Wortschöpfung, die sprachlich den Zeitgeist trifft und sich im Kopf verankert.

Dahinter versteckt sich, was man ebenso zeitgeistsprachlich als Fin-Tech bezeichnet, eines von etlichen innovativen Technologie-Start-Ups, die junge Kunden dort abholen wollen, wo sie traditionelle Banken nicht bedienen.

Number 26 als innovatives Fin-Tech-Unternehmen

Dass Kreditinstitute in Sachen Verbraucher- und Nutzerfreundlichkeit vielfach nicht auf der Höhe der Zeit sind, zeigt sich schon im Alltagsgeschäft. So präsentieren sich etwa beim Online-Banking Smartphone-Apps wie eine abgespeckte Version der Bank-Homepage und bieten wenig Neues. Viele nützliche Anwendungsmöglichkeiten werden einfach nicht entwickelt.

Das Potenzial erkennen immer mehr Unternehmen aus dem Bereich Finanztechnologie und springen in die Bresche. Number26 ist das jüngste Start-Up einer Szene, die den Finanzmarkt umkrempeln will.


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Im Vergleich zu den anderen Herausforderern konnte es innerhalb eines Jahres gut 100.000 Kunden anziehen, ein Markpotenzial, das an anderen Banken vorbeigeht. Das Unternehmen sitzt in Berlin beschäftigt derzeit 29 Mitarbeiter und führt über sein Konzept Dienstleistungen von Kooperationspartnern zusammen.

Was ist das Number26-Modell? Eine extrem einfache Girokonto-App

Auf die Frage „Was ist Number26?“ folgt die Neugier auf den Inhalt: Was bietet Number26? Im Prinzip ist es ein Girokonto für die Smartphone-Generation, das Bankgeschäfte überall und unkonventionell ermöglicht. Was besticht, sind Zusatzfunktionen, mit denen man stets die Kontrolle über seine Ausgaben hat, Zinsen inklusive.

Neben übersichtlichen Informationen zum Kontostand gibt es ein Haushaltsbuch. In dieser Funktion werden sofort alle Ausgaben gelistet, die etwa an der Tankstelle, im Supermarkt oder bei Internetbestellungen anfallen. Das System integriert alle Vorgänge in Echtzeit.

Überweisungen sind auf der App auch über moneybeam möglich. Damit lässt sich Geld per SMS oder Mail transferieren. Die Kontakte kann man vorab einstellen und bei Bedarf festlegen, welche Transaktionen erlaubt sind. Lange BIC und IBAN-Nummern werden ebenfalls integriert. Auch lästige TAN-Listen und Eingaben entfallen. Da jedes Handy registriert ist, muss man nur einen Code eingeben.

Abhängig von Kooperationspartnern

Da Number26 keine Banklizenz besitzt, laufen alle Transaktionen über die Wirecard Bank. Das nötige Konto lässt sich in angeblich nur acht Minuten einrichten, und zwar per Videokonferenz und Sicherheitscode auf dem Personalausweis. Das umständliche Postident-Verfahren entfällt. Danach erhält man eine MasterCard-Kreditkarte, die in vielen Geschäften akzeptiert wird.

Allerdings nicht überall, und das ist die erste Hürde auf dem Weg zur virtuellen Vollbank, die viele nützliche Angebote von Kooperationspartnern integriert. Hinzu kommt, dass es mit den Partnern zwangsläufig zu Interessenskonflikten kommt, sobald der kleine findige Anbieter wächst. Von denen hängt er jedoch ab.

Die Risikokapitalgeber wiederum wollen irgendwann Gewinne sehen. Bisher gibt es eine Finanzierung in Höhe von rund 2 Mio. € über die Venture Capital Fonds Earlybird und Redalpine sowie eine Beteiligung des Axel Springer Konzerns. Positiv ist, dass Number26 besser als seine Mitstreiter startete.

Anfangserfolge reichen nicht

Doch stellt sich die Frage: Was passiert mit Number26 in den nächsten Jahren? Der anfängliche Kundenmagnet des Kostenlos-Systems hatte schon im März 2016 an Kraft verloren. Number26 musste Gebühren für Bargeldeinzahlungen einführen. Die sind ebenso wie Auszahlungen deutschlandweit bei über 6.000 Einzelhändlern möglich. In der Presse und im Internet kam dieser Schritt nicht gut an.

Ob die Konzentration auf das Modell Girokonto mit allem Drumherum reicht, um nachhaltig Gewinne einzufahren, muss sich erst noch zeigen. Bisher glänzte die Story mit einem Konzept, das eine echte Bedarfslücke füllt. Bleibt abzuwarten ob andere Schwergewichte nachziehen, die dann vielleicht auch Tagesgelder und Aktienhandel anbieten.

19. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.