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Direktinvestment: Vorteile von Kurzläufer- und Laufzeitfonds

Natürlich können Sie eine Umschichtung Ihres Rentendepots auf kürzere Restlaufzeiten auch durch den direkten Erwerb entsprechender Anleihen realisieren.

Dann wissen Sie bereits sehr genau, was Sie unter dem Strich an Rendite erwarten können.

Wie Sie sehen, liegen die Renditen, die Sie mit öffentlichen deutschen Anleihen mit einer Restlaufzeit von zwischen 1 und 3 Jahren erzielen können, nur noch zwischen 3 und 3,5%.

Renditen von öffentlichen Anleihen mit unterschiedlichen Restlaufzeiten

Im 3-jährigen Laufzeitbereich lagen die Renditen von Bundesanleihen lediglich bei 3,5%. Wenn Sie Ihre Bankspesen mit einrechnen, bleiben Ihnen davon gerade noch gut 3% vor Steuern übrig.

Daher wäre es eine Alternative für Sie, anstatt solche Anleihen direkt zu kaufen, in Kurzläufer- oder Laufzeitfonds zu investieren.

Dabei sollten Sie allerdings genau darauf achten, welche Kosten Ihnen beim Erwerb solcher Fonds entstehen.

Während Sie Geldmarktfonds, die ausschließlich in Anleihen mit kurzen Restlaufzeiten von 1 bis 2 Jahren anlegen, fast ausnahmslos ohne Ausgabeaufschläge erhalten, müssen Sie bei vielen Kurzläuferfonds mit Aufschlägen von bis zu 3% rechnen.

Dafür haben Sie aber die Chance, mit einem gut gemanagten Kurzläuferfonds auf Sicht von 2 bis 3 Jahren erheblich besser abzuschneiden als mit einer Einzelanlage.

GeVestor-Tipp

Gerade bei einem kurz- bis mittelfristigen Anlagehorizont von 2 bis 5 Jahren lohnt sich der Erwerb von Fondsanteilen über Direktanlagebanken und Discount-Broker, die Ihnen einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag der Fonds einräumen.

Bei Kurzläufer- und Laufzeitfonds werden Sie dann womöglich nur noch um 1% dafür, bestenfalls sogar gar nichts mehr zahlen müssen.

So bauen Sie den Anteil an Kurzläufer- und Laufzeitfonds Schritt für Schritt aus

Da ich als Anleger niemals mit 100%iger Sicherheit sagen kann, wie die Entwicklung an den Finanzmärkten und bei einzelnen Anlagen morgen und übermorgen weitergehen wird, versuche ich, selbst bei Rentenfonds meine Anlagerisiken systematisch zu streuen.

Dazu gehört es vor allem, sich nicht auf die Renditeerwartungen eines einzelnen Fonds zu verlassen, der trotz besonders günstiger Entwicklung in der Vergangenheit in der Zukunft auch einmal einen schlechteren Verlauf nehmen kann als der Durchschnitt der jeweiligen Fondskategorie.


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Besser ist es daher, den anzulegenden Betrag auf mehrere Fonds zu verteilen.

Das gilt auch bei der (teilweisen) Umschichtung Ihres Rentenanteils in Kurzläufer- und Laufzeitfonds.

Wenn Sie sich dafür – je nach Größe Ihres Rentendepots – 2 bis 3 Fonds aussuchen, sind Sie einigermaßen auf der sicheren Seite.

Darüber hinaus empfehle ich Ihnen, auch die Fondsarten zu mischen: Optimal wäre es daher, wenn Sie (zumindest) einen Fonds aus der Kategorie „Kurzläuferfonds“ und einen aus der Kategorie „Laufzeitfonds“ kaufen würden.

Um Währungsrisiken aus dem Weg zu gehen, rate ich Ihnen, sich dabei auf solche Fonds zu beschränken, die entweder nur in Euro-Anleihen investieren oder in Euroland anlegen.

So könnte Ihr optimal eingestelltes Rentendepot derzeit aussehen

Wenn Sie insgesamt einen höheren Betrag im Rentenbereich anlegen, sollten Sie diesen Depotanteil ähnliche differenziert aufbauen wie den Aktien(fonds)anteil Ihres Portfolios

Unter optimalen Bedingungen sollte dieser Anteil etwa 6 bis maximal 8 Positionen umfassen, sodass es Ihnen auch hierbei möglich ist, je nach Lage an den Rentenmärkten bestimmte Strategien zu verfolgen.

Mindestens etwa die Hälfte dieses Rentenanteils würde ich direkt in Anleihen anlegen.

Für diesen Teil brauchen Sie sich dann nicht mehr um das Zinsänderungsrisiko zu kümmern, wenn Sie die Restlaufzeiten so wählen, dass Sie Ihre Anleihen bis zum Schluss halten.

Dann ist Ihnen im Normalfall eine Rückzahlung Ihres Kapitals zum Nominalwert von 100% sicher.

Rentendepot für einen risikobewusst eingestellten Anleger

Den übrigen Teil können Sie in Rentenfonds anlegen, wobei Sie aus den in diesem Beitrag ausgeführten Gründen derzeit Kurzläuferfonds und Laufzeitfonds bevorzugen sollten.

Steigen Sie jetzt mit 50% Ihres Rentenfondsanteils auf Kurzläufer- und Laufzeitfonds um

Ich habe Ihnen in der Vergangenheit immer wieder geraten, vor allem als sicherheitsorientierter oder risikobewusster Anleger einen Teil Ihres Wertpapiervermögens in Anleihen oder Rentenfonds zu investieren.

Damit schützen Sie Ihr Depot vor zu großen Kursschwankungen.

Doch auch Anleihen und Rentenfonds sind keineswegs so sicher, wie Ihnen das manche Anlageberater gern weismachen.

Gerade in einem Zeitabschnitt, in dem die Zinsen nach oben steigen, sollten Sie Ihren Rentenanteil stärker auf Fonds umstellen: Kurzläufer- und Laufzeitfonds eignen sich hier ideal.

Checkliste: Wie Sie Kurzläufer- und Laufzeitfonds jetzt am besten einsetzen

  • Machen Sie sich klar, dass Anleihen und Rentenfonds Kursverluste erleiden, wenn es zu einem stärkeren Zinsanstieg kommt, und dass diese Verluste umso größer sind, je länger die Restlaufzeiten der jeweiligen Anleihen sind.
  • Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dass Sie Ihre Anleihen bis zum Ende der Laufzeit und bis zur Rückzahlung zum Nominalwert von 100% durchhalten wollen oder können, sollten Sie wenigstens 50% Ihrer Rentenpapiere in Titel mit kurzer Restlaufzeit von maximal 3 bis 4 Jahren oder in entsprechende Kurzläufer- oder Laufzeitfonds tauschen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie beim Kauf eines Fonds möglichst geringe, bestenfalls gar keine Ausgabeaufschläge zahlen müssen. Viele Direktbanken bieten Ihnen auf den Ausgabeaufschlag solcher Fonds einen entsprechenden Bonus an, der wenigstens bis zu 50% davon gehen sollte.
  • Verstehen Sie eine Anlage in Kurzläufer- und Laufzeitfonds nur als ein vorübergehendes Investment. Hauptgesichtspunkt sollte dabei immer die Vermeidung von Kursrisiken sein, die mit einem eventuellen Anstieg der Zinsen am Kapitalmarkt verbunden sind.
  • Sobald die Unsicherheiten am Markt vorüber sind beziehungsweise sich die Zinsen wieder deutlich nach oben bewegt haben, sollten Sie diesen Rentenanteil wieder in Anleihen und Rentenfonds stecken, was Ihnen über einen längeren Zeitraum die dann gezahlten höheren Renditen gewährleistet.

14. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.