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Discount-Zertifikate: Der Aktienkauf mit Rabatt bietet Ihnen höhere Sicherheit

Seit dreieinhalb Jahren geht es an den Börsen schon unterm Strich aufwärts. Natürlich gab es zwischenzeitliche Kursrücksetzer, diese waren jedoch schnell wieder aufgeholt.

Bei den zahlreichen Belastungsfaktoren wie Eurokrise, Wirtschaftsflaute in Europa und bewaffneten Konflikten ist es jedoch kein Wunder, dass immer mehr Anleger kalte Füße bekommen und sich fragen, wann der nächste große Rücksetzer an den Aktienmärkten bevor steht.

Komplett verzichten sollten Sie auf eine Anlage in den Aktienmarkt trotzdem nicht, denn Zins-Anlagen werfen derzeit einfach nichts ab. In dieser Situation bieten Discount-Zertifikate für vorsichtige Anleger eine überlegenswerte Alternative zur Direktanlage in den Aktienmarkt.

Funktionsweise von Discount-Zertifikaten

Mit einem Discount-Zertifikat kaufen Sie den Basiswert (die/der dem Zertifikat zugrunde liegende Aktie oder Index) mit Rabatt. Anstatt für eine Aktie beispielsweise 100 Euro zu zahlen, erhalten Sie das Discount-Zertifikat auf diese Aktie beispielsweise für 83 Euro.

Aber die Bank, die das Zertifikat heraus gibt (Emittent), gewährt Ihnen diesen Vorteil natürlich nicht kostenlos. Im Gegenzug müssen Sie eine Gewinnobergrenze (Cap) hinnehmen. Das bedeutet: Steigt der Aktienkurs bis zum Laufzeitende des Zertifikats über den Cap (der bei beispielsweise 116 Euro liegt), so kassiert der Emittent die Differenz zwischen aktuellem Kurs und Cap ein.

Als zweite Gegenleistung erhält der Emittent alle Dividenden, die während der Laufzeit anfallen. Mit diesen Erträgen wird ein Teil des Rabatts finanziert. Discount-Zertifikate besitzen eine begrenzte Laufzeit von in der Regel ein bis zwei Jahren.

Am Ende dieser Laufzeit (bei Fälligkeit) wird entweder der Basiswert ins Depot gebucht oder sein Kurs wird ausgezahlt. Liegt der Kurs über dem Cap, erhalten Sie den entsprechenden Wert des Caps ausgezahlt.

Ihre Vorteile: Weniger Risiko + attraktive Seitwärtsrendite

Mit einem Discount-Zertifikat erreichen Sie nicht nur eine Risikominderung (durch den Rabatt), Sie haben auch den Vorteil bei einer Seitwärtsbewegung und sogar bei leichten Kursverlusten des Basiswerts noch Gewinne zu erzielen. Für vorsichtige Anleger sind Discount-Zertifikate daher gerade in unsicheren Börsenzeiten eine gute Alternative zur Direktanlage in Aktien.

Zur besseren Veranschaulichung des Gewinn-Verlust-Profils eines Discount-Zertifikats mit dem Basiswert habe ich die folgende Grafik erstellt. Sie sehen: Mit ihnen schneiden Sie nur bei stark steigenden Kursen schlechter ab als mit der Direktinvestition in den Basiswert, bei moderaten Kurssteigerungen etwa gleich gut.

In allen anderen Fällen sind Sie als Inhaber des Discount-Zertifikats besser dran. Auch die höhere Sicherheit wird ersichtlich: Mit einem Discount-Zertifikat geraten Sie erst bei deutlich niedrigeren Kursen in die Verlustzone.


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2 Strategien für den Einsatz von Discount-Zertifikaten

Bei Discount-Zertifikaten besitzen Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder kaufen ein Discount-Zertifikat, dessen Cap bereits deutlich übertroffen ist (die sicherheitsbewusste Variante mit hohem Risikopuffer) oder Sie wählen ein Discount-Zertifikat, dessen Cap noch über dem aktuellen Kurs oder in dessen Nähe liegt (die renditestärkere Variante mit niedrigem Risikopuffer).

Die Sicherheits-Variante: Discount-Zertifikate als Ersatz für Zins-Papiere

Bei einigen Discount-Zertifikaten liegt der Kurs des Basiswertes bereits deutlich höher als der Cap. Trotzdem können Sie mit solchen Papieren noch Gewinn machen, schließlich erhalten Sie die Zertifikate mit Rabatt. Wenn es am Laufzeitende nicht zu einem gravierenden Kursrückschlag kommt, ist Ihnen bei Fälligkeit die Auszahlung in Höhe des Caps sicher.

Ihr Verlustrisiko ist geringer als mit Zertifikaten, bei dem der Kurs des Basiswerts noch unterhalb des Caps liegt. Vom Chancen/Risiko-Verhältnis ähneln diese defensiven Zertifikate Unternehmensanleihen. Sie können sie daher als Ersatz für Zins-Papiere einsetzen. Oftmals ist Ihre Rendite mit den Zertifikaten etwas höher.

Die offensive Variante: Discount-Zertifikate zur Rendite-Optimierung

Wenn der Kurs des Basiswerts den Cap des Zertifikats noch nicht erreicht hat bzw. in seiner Nähe liegt, ist Ihre Renditechance deutlich höher. Trotzdem profitieren Sie auch in diesem Fall von den Vorzügen der Discount-Zertifikate:

  • Der Rabatt sorgt für einen Sicherheitspuffer. Sie geraten auch dann nicht so schnell in die Verlustzone, wenn der Kurs des Basiswerts sinkt.
  • Sie machen bei leichten Kursanstiegen und bei einer Seitwärtsbewegung höhere Gewinne als ein Aktionär, der den Basiswert im Depot hat.

Natürlich gibt es auch eine ausgewogene Variante eines Discount-Zertifikats, bei dem Sicherheit und Renditechancen zwischen der defensiven und offensiven Variante liegen. Dank des großen Angebots an Discount-Zertifikaten können Sie für jeden wichtigen Basiswert (Index oder DAX-Aktie) ein Discount-Zertifikat ganz nach Ihrem persönlichen Chancen/Risiko-Profil auswählen.

Zertifikate-Auswahl in der Praxis am Beispiel des Euro Stoxx 50

Bei der Auswahl eines geeigneten Discount-Zertifikats sollten Sie zuerst den Basiswert festlegen. Nehmen wir an, Sie möchten möglichst breit gestreut in europäische Aktien investieren. Dann ist der Euro Stoxx 50 eine gute Wahl. Dieser Index umfasst die 50 wichtigsten Unternehmen der Eurozone.

Auf einer Finanzseite im Internet (z.B. www.onvista.de) können Sie sich alle verfügbaren Discount-Zertifikate auf den Euro Stoxx 50 anzeigen lassen. Mit 12.000 Zertifikaten ist die Auswahl sehr groß. Im zweiten Schritt legen Sie den Anlagehorizont fest, beispielsweise das Jahresende 2015 (in dem Fall geben Sie 01.12.2015 bis 31.12.2015 bei der Laufzeitangabe ein).

Dies reduziert die Anzahl in Frage kommender Zertifikate schon erheblich. Alle Zertifikate können Sie sich nun geordnet nach dem Cap, der Rabatthöhe oder der maximal möglichen Rendite anzeigen lassen. Welche Wahl Sie hier treffen, hängt von Ihrem Sicherheitsbedürfnis und Ihrem Renditewunsch ab.

Ich habe mal drei ganz unterschiedliche Discount-Zertifikate auf den Euro Stoxx 50 mit Fälligkeit Dezember 2015 für Sie heraus gesucht, alle von der Deutschen Bank als Emittent:

Bei einem aktuellen Indexstand von gut 3.400 Punkten bietet Ihnen die defensive Variante eine hohe Sicherheit. Damit Sie in die Verlustzone rutschen, müsste der Index bei Fälligkeit im Dezember 2015 auf unter 2.669 Punkte (dies entspricht dem aktuellen Eurokurs umgerechnet in Punkte) fallen.

Dies ist relativ unwahrscheinlich, allerdings fällt Ihre Renditechance auch relativ gering aus, liegt aber noch deutlich über der Rendite, die Sie für Tages- oder Festgeld erhalten.

Bei der offensiven Variante liegt der aktuelle Indexstand hingegen bereits im Bereich des Caps. Hier würden Sie Verluste erzielen, wenn der Index im Dezember 2015 bei unter 3.129 Punkten steht. Ein gut vorstellbares Szenario, wenn es an den Börsen 2015 nicht rund läuft. Für das höhere Risiko ist bei diesem Zertifikat Ihr maximaler Gewinn dafür entsprechend höher.

Um mit dem Index selbst einen Gewinn von knapp 10% zu erzielen, braucht es schon ein relativ gutes Börsenjahr. Mit dem Discount-Zertifikat erreichen Sie diese Rendite bereits bei einer Seitwärtsbewegung des Euro Stoxx 50.

Die ausgewogene Variante liegt in puncto Renditechancen und Rabatt wie erläutert jeweils zwischen der defensiven und offensiven Variante.

Discount-Zertifikate lassen sich auch bei unseren Aktien-Empfehlungen einsetzen

Selbstverständlich können Sie mit Discount-Zertifikaten auch ganz gezielt auf aussichtsreiche Einzelaktien setzen. Zumeist gibt es für größere Aktien (etwa aus dem DAX oder dem Euro Stoxx 50) hunderte verschiedene Zertifikate, hier können Sie sich eines ganz nach Ihrem Geschmack auswählen. Bei kleinen Werten existieren hingegen oftmals keine Zertifikate.

Stichwort Emittentenrisiko

Bei allen Zertifikaten gibt Ihnen der Emittent ein Zahlungsversprechen. Dieses Versprechen kann aber sich in Luft auflösen, falls der Emittent zahlungsunfähig wird – was 2008 bei der US-Investmentbank Lehman Brothers der Fall war. Bei einer Emittenteninsolvenz sind Zertifikate daher vor einem Totalverlust nicht geschützt. Deshalb spricht man in diesem Zusammenhang vom so genannten Emittentenrisiko.

Tipp: Suchen Sie sich bei der Auswahl von Zertifikaten nur Emittenten heraus, bei denen eine Pleite praktisch ausgeschlossen ist. Banken, die bereits in Zahlungsnot sind oder über deren mangelnde Zahlungsfähigkeit spekuliert wird, kommen nicht infrage. Eine gute Wahl sind große Banken wie die Deutsche Bank, die als „systemrelevantes Institut“ im Fall der Fälle vom Staat gestützt werden wird.

16. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.