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Discountzertifikate und deren Besteuerung

Discountzertifikate erfreuten sich in den vergangenen Jahren großer Beliebtheit.

Anleger konnten bei einem seitwärts tendierenden Markt ansehnliche Renditen erwirtschaften.

Doch mit der Einführung der Abgeltungssteuer zählen Discountzertifikate zu den großen Verlierern unter den Anlageinstrumenten.

Durch ein neues Gesetz, welches seit 2010 wirksam ist, haben Discountzertifikate bei der Besteuerung ein wichtiges Privileg verloren.

Regelung ohne Abgeltungssteuer bis 31.12.2008

Bis zum 31.12.2008 waren Kursgewinne steuerfrei, wenn das Zertifikat länger als ein Jahr gehalten wurde.

Steuern fielen lediglich auf Spekulationsgewinne an, wenn das Zertifikat weniger als ein Jahr im Depot lag. Der Kursgewinn war mit dem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern.

Regelung mit Abgeltungssteuer ab 1.1.2009

Auf Gewinne aus Zertifikaten, die nach dem 31. Dezember 2008 gekauft wurden, werden 25% Abgeltungssteuer, plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig.


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Hier konnten Discountzertifikate ihre Vorteile im Vergleich zur Direktanlage in Aktien ausspielen. Umtauschverluste konnten als negative Kapitaleinnahmen sofort mit anderen Kapitaleinkünften (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) verrechnet werden.

Discountzertifikate und deren Besteuerung – zusätzliche Regelung ab 1.1.2010

Rückwirkend ab dem 1. Januar 2010 gibt es eine weitere neue Regelung in der Besteuerung, wodurch sich Verluste schlechter geltend machen lassen.

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Emittent bei Fälligkeit des Zertifikats statt des Nennwerts die im Kurs gefallenen Aktien ins Depot bucht.

Durch die Neuregelung in der Besteuerung entstehen zunächst keine steuerlich anrechenbare Verluste mehr, die der Anleger steuerlich geltend machen kann.

2009 konnten Umtauschverluste noch mit Zinsen und Dividenden oder anderen Kursgewinnen verrechnet werden, so dass die Abgeltungssteuer entsprechend gedrückt werden konnte.

Nunmehr müssen Anleger übrige Kapitaleinnahmen mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25% versteuern, auch wenn diese unter dem Verlust aus dem Umtausch liegen und so das Jahr mit einem Verlust abgeschlossen wird.

Mehr dazu: Funktionsweise von Discountzertifikaten

Steuerliche Verluste erst bei Aktienverkauf

Als Anleger können Sie ihre Verluste erst dann geltend machen, wenn Sie die ins Depot eingebuchten Wertpapiere wieder verkaufen.

Dies ist dann der Fall, wenn es zwischen Einlieferung und Verkauf der Aktien zu keiner deutlichen Kurserholung gekommen ist. Erst dann entsteht ein steuerlich absetzbares Verlustgeschäft.

Erst bei einem Verkauf der Aktien werden dem Verkaufspreis die hohen Anschaffungskosten der Discountzertifikate angerechnet.

Entsprechende Kursverluste können nur durch Gewinne mit Dividendenpapieren oder REITs ausgeglichen werden.

Der Grund: Der ehemals höhere Anschaffungspreis für das Discountzertifikat gilt als fiktiver Kaufkurs auf die neu erhaltenen Aktien. Besitzt der Anleger keine weiteren Aktien, bleibt er auf seinen Umtauschverlusten sitzen.

Um diese Nachteile zu vermeiden, sollten Sie Discountzertifikate kurz vor der Fälligkeit verkaufen, sobald sich die Einlieferung ins Depot abzeichnet.

Denn diese daraus entstehenden Verluste darf die depotführende Bank weiter mit anderen Kapitaleinnahmen verrechnen.

26. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands