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Diskontsatz abgeschafft: Aktuell gilt der Basiszinssatz

Der Diskontsatz war der Zinssatz für Wechselkredite, der von der Deutschen Bundesbank festgelegt wurde.

Er galt bis 1999 ebenso wie der Lombardsatz als Leitzinssatz der Geldpolitik.

Seit 1999 gibt es den Diskontsatz nicht mehr, da er im Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion durch den Basiszinssatz ersetzt wurde.

Dadurch, dass die geldpolitischen Befugnisse auf die Europäische Zentralbank übertragen wurden, ist der Diskontsatz hinfällig geworden. Die Europäische Zentralbank legt nun den Basiszinssatz als Leitzinssatz fest.

Das Wichtigste über den Diskontsatz

Traditionell war der Diskontsatz der niedrigste Kreditzins der Bundesbank. Sie berechnete ihn für die Gewährung von Diskontkrediten. Vor allem in Rechtstexten, Verträgen und Gesetzen wurde oft auf den Diskontsatz der Deutschen Bundesbank Bezug genommen.

Der Diskontsatz wurde durch den Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank festgelegt. Zusammen mit dem Lombardsatz bildete der den Kern der Zinspolitik der Bundesbank.

Der Diskontsatz wurde durch den Basiszinssatz nach dem Diskontsatz-Überleitungsgesetz (DÜG) abgelöst.


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Basiszinssatz ist aktuell – Diskontsatz hinfällig

Seit Januar 2002 wurde der Basiszinssatz durch das Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts für sehr viele Anwendungsbereiche direkt ins BGB übernommen.

Der Basiszinssatz ist für viele Bereiche von Bedeutung. Im Geschäftsverkehr ist er vor allem für Notare und das Zivilrecht wichtig.

Da sich die Kostenordnung der Notare nach der Höhe des Basiszinssatzes richtet, sind beispielsweise deren Honorare vom Basiszinssatz abhängig.

Außerdem wird der Basiszinssatz für die Berechnung von Verzugszinsen benötigt.

Verzugszinsen sind Zinsen, die erhoben werden, wenn ein Schuldner nach Ablauf einer vorher festgelegten Frist seine Schulden nicht begleicht.

In §288 BGB ist festgelegt, dass die Verzugszinsen immer 5% über dem Basiszinssatz liegen. Wenn es sich um ein zweiseitiges Handelsgeschäft handelt, können die Verzugszinsen sogar mit 8% über dem Basiszinssatz berechnet werden.

Basiszinssatz: Seine Bedeutung für Privatpersonen

Auch private Bankkunden kommen immer wieder mit dem Basiszinssatz in Berührung, so zum Beispiel bei der Finanzierung oder im Bereich der Geldanlagen.

Daher ist es auch für Privatpersonen wichtig, den Basiszinssatz und seine Bedeutung zu verstehen, damit sie keine Produkte abschließen ohne diese verstanden zu haben.

Bei dem Basiszinssatz handelt es sich ganz einfach um einen Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen.

Es existieren mehrere dieser Zinssätze, die sich je nach Segment und Laufzeit unterscheiden. Für Privatanleger sind die Zinssätze elementar, da sie großen Einfluss auf die Rendite nehmen.

Bankkunden wird bei Geldanlagen meistens ein Zinssatz gezahlt, der beim Basiszinssatz zuzüglich einer bestimmten Spanne liegt.

Der Basiszinssatz im Kreditwesen

Auch im Kreditwesen ist der Basiszinssatz wichtig: Bei variablen Krediten, wie zum Beispiel bei der Baufinanzierung, ziehen die Banken den Basiszinssatz heran und nehmen auf diesen einen Zinsaufschlag vor.

Der Basiszinssatz plus Aufschlag ergibt schließlich den Zinssatz, den der Kreditnehmer zahlen muss.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass der Basiszinssatz Schwankungen unterliegt. Er wird von der Europäischen Zentralbank in regelmäßigen Abständen angepasst.

26. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.