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Disney kündigt Kooperation mit Netflix – Was bedeutet das für Anleger?

Anfang August schockte der US-Unterhaltungskonzern Walt Disney Netflix-Anleger mit der Ankündigung, die Kooperation mit Netflix nicht fortsetzen zu wollen. Konkret endet die Partnerschaft zwischen Netflix und Disney Ende 2018, schon im Jahr 2019 will Disney seinen eigenen Streaming-Dienst an den Start bringen.

Disney beendet Partnerschaft mit Netflix – was bedeutet das?

Damit wird Netflix ab dem Jahr 2019 keine neuen Disney-Filme und TV-Serien mehr zeigen können. Bis Ende 2019 haben US-Kunden von Netflix jedoch noch Zugang zu bestehenden Disney-Filmen, die bis Ende 2018 erscheinen.

Netflix-Aktien gaben unmittelbar nach der Ankündigung von Disney spürbar nach, liegen aber weiterhin mit rund 40 % Kurszuwachs in diesem Jahr deutlich im Plus.

Dennoch ist die Ankündigung von Disney für Netflix-Anleger schwer verdaulich, schließlich gelangen Disney in diesem Jahr mit den Filmen „Zootopia“ und „Finding Dory“ große Erfolge an den weltweiten Kinokassen. In den nächsten 3 Jahren stehen zudem weitere potenzielle Blockbuster (Captain Marvel, zwei weitere Star Wars Filme etc.) von Disney in den Startlöchern.


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Was bedeutet das Ende der Disney-Partnerschaft für Anleger?

Für Netflix-Anleger stellt sich daher die Frage, welche Auswirkungen hat das Ende der Partnerschaft mit Disney für Netflix? Dazu müssen Anleger zunächst wissen, dass Netflix auf internationalen Märkten – mit Ausnahme von Australien und in den Niederlanden – kaum große Disney-Blockbuster angeboten hat.

Vielmehr bezog sich die Partnerschaft zwischen Netflix und Disney seit dem Dezember 2012 vornehmlich auf den nordamerikanischen Markt (USA und Kanada) -es war damit kein globales Abkommen.

Warum das Ende der Disney-Partnerschaft Netflix kaum tangieren dürfte

Ein Blick auf die aktuellen Abonnentenzahlen zeigt, warum das Ende der Partnerschaft mit Disney keine allzu großen Auswirkungen auf Netflix haben dürfte.

Per Ende des ersten Halbjahres 2017 betreute Netflix knapp 104 Millionen Abonnenten weltweit, knapp 52 Millionen Abonnenten kommen aus den USA, 52 Millionen Netflix-Kunden stammen bereits aus dem Ausland. Das Auslandsgeschäft wuchs zuletzt mit einem Abo-Plus von 44 % deutlich schneller als das Inlandsgeschäft (Abo-Plus: 10 %).

Eigenproduktionen sind das Zugpferd von Netflix

Zudem hat sich Netflix mit Original Serien wie „House of Cards“, „Orange is the New Black” oder “Narcos” längst mehr Unabhängigkeit von Hollywood-Studios und von Disney verschafft. Die Original Serien von Netflix sind einer der Gründe, warum sich Kunden für ein Netflix-Abo entscheiden.

Laut Analystenschätzungen hat Netflix Disney rund 300 Mio. US-$ für Inhalte bezahlt. Diese Summe kann Netflix anderweitig investieren, zum Beispiel in neue Eigenproduktionen (Original Serien und Filme).

Fazit: Ende der Disney-Partnerschaft ist kein Beinbruch für Netflix

Laut US-Medienberichten verhandelt Netflix Content-Chef Ted Sarandos mit Disney, damit zumindest Marvel- und Lucas- Filme (Avenger, Star Wars Filme etc.) auch nach dem Jahr 2019 auf Netflix zu sehen sind.

Aber auch wenn diese Verhandlungen mit Disney scheitern, dürfte Netflix nur kurzfristig leiden. Der Streaming-Pionier ist in Bezug auf sein Inhaltsangebot dank seiner Original Serien breit aufgestellt. Laut Analystenschätzungen entfallen auf Disney-Inhalte nur etwa 5 % der abgerufenen Streaming-Stunden. Das bedeutet: Die Mehrheit der Netflix-Nutzer beschäftigt sich ohnehin mit anderen Sendungen.

Aus diesem Grunde erwarten Analysten eine Fortsetzung des Wachstumskurses bei Netflix. Zum Beispiel rechnen die Analysten aus dem Hause Bernstein damit, dass die Zahl der Netflix-Auslandskunden von derzeit 52 Millionen auf 220 Millionen bis zum Jahr 2030 klettern wird.

Anleger, die Netflix-Aktien noch nicht auf dem Schirm haben, sollten sich näher mit dem Streaming-Pionier befassen. Für  langfristig orientierte Anleger mit einem Anlagehorizont von 5 Jahren und mehr, könnte das aktuelle Kursniveau eine Einstiegsgelegenheit sein.

13. September 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands

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