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DivDAX ETF – warum Dividenden nur bedingt helfen

  • Die Performance des DivDAX war zuletzt unterdurchschnittlich.

  • DivDAX ETFs sind für Dividenden-Fans durchaus interessant.
  • Intelligente Dividenden-ETFs schneiden in der Regel aber besser ab.

Hohe Dividendenrenditen locken traditionell viele Anleger, lässt sich so neben möglichen Kursgewinnen eine solide Einnahmequelle sichern. Rückblickend auf die 1970er Jahre bis heute beträgt der Anteil der Dividende an der Gesamtrendite eines Aktieninvestments etwa 35%.


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Was ist der DivDax?

Da liegt es natürlich auf der Hand, einen Index zusammenzustellen, der die dividendenstärksten Werte umfasst. Aus diesem Grund hat die Deutsche Börse den DivDax ins Leben gerufen.

Dabei handelt es sich um einen Performance-Index, der 15 DAX-Unternehmen mit den höchsten Dividendenrenditen enthält. Die Zusammenstellung des DivDax wird einmal jährlich im September überprüft bzw. geändert.

DivDAX: Performance hinkt hinterher

Wer jedoch glaubt, dass sich der DivDax durch die Konzentration auf dividendenstarke Titel besser als andere Indices entwickelt, ist auf dem Holzweg.

Im Jahresvergleich schnitt der DivDAX zum Beispiel sogar leicht schlechter ab, als der 30 Werte umfassende Leitindex DAX. Auch der TecDax und der MDAX entwickelten sich deutlich besser als der DivDAX – auch langfristig (5- bis 10-Jahreszeitraum).

Der Grund: Hohe Dividenden können in Krisenzeiten eine wichtige Stütze für den Aktienkurs sein, jedoch sagt eine hohe Dividende nichts über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells eines Unternehmens aus.

So beinhaltet der DivDAX zum Beispiel Versorgungsunternehmen wie die E.On AG und die RWE AG, die mit großen strukturellen Problemen kämpfen. Kommt es in einer Branche zu großen Veränderungen, kann die Dividende sehr schnell gekürzt werden. Auch die Aktienkurse können dabei deutlich stärker unter Druck geraten.

DivDAX ETF – was Anleger beachten müssen

Zu beachten ist auch, dass ein besonderes Ereignis wie zum Beispiel der Abgas-Skandal bei Volkswagen (ebenfalls im DivDAX enthalten) das Ergebnis „verfälschen“ kann. Starke Bewegungen bei Einzeltitel haben eine größere Wirkung, da „nur“ 15 Werte – Stichwort Diversifikation – im DivDAX enthalten sind.

In den Jahren 2012 bis 2014 hat sich der DivDAX zum Beispiel besser entwickelt als so manch anderer Index. Daher ist für Anleger ein Exchange Traded Fund (ETF) auf Basis des DivDAX durchaus eine interessante Alternative. Allerdings gibt es auch bei DivDAX ETFs Unterschiede.

Anleger sollten sich hier für eine Performance-Index-Variante entscheiden. Bei diesem Index werden die Dividenden mit eingerechnet. Ein solcher DivDAX ETF ist beispielsweise der ComStage ETF DivDAX, während der iShares DivDAX ETF eine Kursindex-Variante ist.

Intelligente ETFs bringen oft mehr

Anleger sollten zudem beachten, dass ein DivDAX ETF nur stur einen Index mit einer festen Anzahl von Aktien abbildet – ein passives Produkt also. Dadurch ergeben sich Risiken wie Trendfolge oder ein „Klumpenrisiko“.

Besser sind Indexfonds, die eine Strategie mitbringen, sogenannte intelligente ETFs. Bei diesen Dividenden-ETFs werden die Aktien nochmals nach bestimmten Qualitätskriterien ausgewählt. In der Rückrechnung seit den 1990er Jahren haben derartige Dividenden-ETFs wie etwa der SG Global Quality Income Index bis zu sechsmal besser abgeschnitten als der allgemeine Aktienmarkt.

Anleger sollten sich aber nicht nur auf Rückrechnungen verlassen. Zu beachten gilt auch, dass Dividenden-Strategien nicht immer in jeder Marktphase funktionieren. Aktiv gemanagte Fonds können zum Beispiel in einer Baisse reagieren, ETFs nicht, wodurch Indexfonds wie der DivDAX ETF jedem Kursverfall hilflos ausgeliefert sind.

21. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands