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Diversifikation an der Börse

Eine alte Börsenweisheit besagt: „Lege nie alle Eier in einen Korb, es könnte ein Loch darin sein.“

Gemeint ist, dass Anleger ihr Kapital auf unterschiedliche Anlageklassen und Regionen verteilen sollten, um so ihr Risiko zu verringern.

Streuung des Risikos

Der Fachbegriff für dieses Vorgehen an der Börse heißt Diversifikation. Diese Methode gilt als das entscheidende Kriterium für den Depotaufbau und die Strukturierung von Geldanlagen.

Um ihre Anlagen einem möglichen Gleichlauf der Börsen zu entziehen, sollten Anleger also ihr Vermögen gleichmäßig über verschiedene Branchen, Länder und Währungen verteilen.

Wichtig ist dabei, Wertpapiere und Anlageformen so zu kombinieren, dass deren Kursentwicklungen kaum voneinander abhängen.

Denn das minimiert das Verlustrisiko und erhöht zugleich die Chance auf Erträge.

Die Welt im Depot

Vereinfacht gesagt sollte man versuchen, möglichst alles zu haben und marktbreit zu investieren. Die Idee dahinter: Wer die Welt im Depot hat, ist immer dabei, egal wo etwas passiert.


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Um sich solch ein Welt-Depot zu bauen, sollten sich Anleger möglichst breit an den verschiedenen Märkten und Regionen aufstellen.

Dazu verteilen sie zunächst ihr Kapital auf verschiedene Anlagearten wie Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Anleihen, dann über verschiedene Regionen. Ganz wichtig: Auch ein Anteil liquider Mittel gehört in ein diversifiziertes Portfolio.

Das Ziel der Diversifizierung erreicht, wer wenig korrelierte – also wenig voneinander abhängige – Anlageklassen mischt und damit unterschiedliche, wichtige Risiken verringert.

Mit Aktien, Immobilien und Rohstoffen setzen Anleger dabei auf Sachwerte und schützen sich gegen Inflation. Mit Alternativen zur Aktie, wie beispielsweise Anleihen, dämmen sie das Risiko von Kursverlusten am Aktienmarkt ein.

Mit verschiedenen Anleihen lassen sich zudem Zinsänderungsrisiken verringern.

Auch ein möglicher Ausfall einzelner Anleihen, weil etwa ein Schuldner zahlungsunfähig wird und das über die Anleihe aufgenommene Kapital nicht an seine Gläubiger zurückzahlen kann, lässt sich so abfedern.

Mehr dazu: Kapitalschutz: Diversifikation ist das A und O

Auch Währungsschwankungen im Depot durch unterschiedliche Wechselkursentwicklungen lassen sich durch entsprechende Geschäfte absichern.

Bei der Diversifikation von Aktien nach Regionen empfiehlt es sich, sich an der Bedeutung der Regionen für den Kapitalmarkt zu orientieren. Anhaltspunkte dafür liefern die Zusammensetzungen globaler Aktienindizes.

Einer davon ist beispielsweise der MSCI-World-Index, in dem Aktien aus den USA, Europa und Japan recht stark gewichtet werden.

Bei der Auswahl einzelner Aktien aus den Regionen sollten Anleger auf die Schwergewichte setzen. Das sind die Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung.

Diversifikation an der Börse: Darauf sollten Sie achten

Auch wenn verschiedene Anlagearten gering miteinander korreliert sind, kann es innerhalb einzelner Anlagegruppen einen relativ starken Gleichlauf geben.

In den vergangenen Jahren haben sich beispielsweise der europäische Stoxx-50-Aktienindex und der amerikanische S&P-500-Index recht ähnlich entwickelt.

Anleger, die sowohl europäische als auch amerikanische Aktien im Depot hatten, profitierten damit überproportional von steigenden Aktienkursen. Auf der anderen Seite rutschte bei Verlusten dieser Indizes auch ein Großteil ihres Depots ins Minus.

Manche Risiken, wie zum Beispiel Finanzkrisen, treffen nahezu alle Anlagearten. Dagegen kann man sich nur bedingt schützen. Anleger sollten ihr Depot deshalb immer entsprechend ihrer Anlageziele und der persönlichen Risikoneigung gestalten.

10. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.