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Diversifikation: Systematisches Risiko

Geldanlagen sind riskant. Denn geben beispielsweise die Aktienkurse nach, können Investoren ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren.

Man unterscheidet bei der Geldanlage systematische und unsystematische Risiken.

Das Marktrisiko lässt sich nicht ausschalten

Unsystematische Risiken lassen sich vermeiden, indem Anleger ihr Portfolio diversifizieren. Dabei verteilen sie ihr Kapital so auf verschiedene Anlageformen, dass deren Werte sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln.

Durch die Diversifikation lässt sich das Anlagerisiko also verringern. Allerdings nicht ganz. Denn was bleibt, ist das so genannte systematische Risiko, das man auch Marktrisiko nennt.

Das systematische Risiko trifft alle Wertpapiere gleichermaßen. Trotz Diversifikation bleibt es bestehen. Oder anders gesagt: Die Diversifikation hat keinen Einfluss auf das systematische Risiko.

Beispiele für das systematische Risiko, das auch durch eine effiziente Streuung in andere Wertpapierinvestitionen nicht vermieden werden kann, können politische Ereignisse, Kriege oder auch Naturkatastrophen sein.


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Es handelt sich also um Gefahren, die von Faktoren abhängen, die den Gesamtmarkt beeinflussen und die sich weder abmildern noch ausschalten lassen.

Dabei kann das systematische Risiko jeden Wert einer Anlageform gleichermaßen treffen. Systematische Risiken können auch Risiken sein, deren Ursache in der Anlageform selbst liegen.

Mehr dazu: Risiko und Streuung: So stärken Sie Ihr Portfolio

Ein Beispiel: Ein Investor, der den deutschen Aktienmarkt über ein Investment in den Deutschen Aktienindex abbildet, ist immer noch den Kursschwankungen des deutschen Aktienmarktes ausgesetzt.

Das Kursschwankungsrisiko der jeweiligen Börse bleibt also auch beim Indexinvestment bestehen.

Der Beta-Faktor

Für Anleger ist es wichtig zu wissen, wie abhängig eine Investition vom systematischen Risiko ist. Dafür gibt es den so genanten Beta-Faktor.

Er misst den Grad der Abhängigkeit einer Investition vom systematischen Risiko, indem er beispielsweise angibt, wie stark eine Aktie eine durch einen Aktienindex ausgedrückte Gesamtmarktbewegung mitmacht.

Also wie stark zum Beispiel eine Allianz-Aktie gewinnt, wenn der Deutsche Aktienindex – der neben der Allianz-Aktie die 29 größten deutschen Unternehmen entsprechend ihrer Marktkapitalisierung enthält – im Plus notiert.

Es gilt: Je höher der Beta-Faktor, desto stärker reagiert die Aktie auf Veränderungen des Aktienindex.

Was gilt es beim Depotaufbau zu beachten?

Anleger sollten versuchen, ihr Depot so aufzubauen, dass unsystematische Risiken möglichst ausgeschaltet sind. Zwei gegenläufige Wertpapiere können beispielsweise ein risikoloses Investment konstruieren.

Allein durch die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene, voneinander wenig abhängende Anlagen schafft man oft schon ein recht vernünftiges Rendite-Risiko-Profil.

Wichtig ist, dass sich Investoren klar machen, dass es Abhängigkeiten an den Märkten – so genannte Korrelationen – gibt. Wer auf gleich laufende Anlagen setzt, geht höhere Risiken ein als nötig.

10. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.