Die Krise greift und sich und wird ganze Anlageklassen treffen.
Jüngstes Beispiel sind Rohstoffe gewesen, die schnell gesunken sind.
Wer sein Vermögen aber richtig aufteilt, kann nach Harry Markowitz und dessen Erkenntnissen das Risiko reduzieren sowie die Rendite erhöhen. Dies ist wissenschaftlich erwiesen und wurde per Nobelpreis bestätigt.
Fakten zeigen: Verluste lassen sich reduzieren
Markowitz hat nachgewiesen, dass Sie mit der richtigen Streuung über verschiedene Anlageklassen hinweg das Risiko von Verlusten stark reduzieren können.
Bei gegebenen Investitionen können Sie entweder die Gewinne steigern. Oder Sie können Gewinne erreichen (oder Verlusthöhen minimieren), wenn Sie bis zu einer bestimmten Höhe investieren und richtig verteilen.
Wichtig dafür sind die richtigen Daten, wie Sie zwischen den einzelnen Anlageklassen das Geld am besten aufteilen. Daher nutzen wir hier Daten, die ein Sonntagsmagazin publizierte.
Ähnliche Daten erhalten Sie auch über Portale wie www.finanzen.net mit einer "Korrelationsmatrix" - oder über die Frankfurter Börse Scoach.de, die Korrelationen und damit den Zusammenhang von Daten für verschiedene Anlageklassen und den Zertifikaten darauf veröffentlicht. Hier einige Daten:
- Eine Korrelation von "-1" bedeutet, dass Wertpapiere umgekehrt miteinander korreliert sind.
- Der Dax ist mit dem "MSCI World"-Index für weltweite Aktien mit einem Faktor von 0,69 korrliert.
- Mit Bundesanleihen korreliert das deutsche Wertpapier-Barometer mit einem Wert von -0,39, also vergleichsweise schwach.
- Mit dem Goldpreis korreliert der Dax zu -0,20, also ebenfalls schwach.
- Der Ölpreis und der Dax hängen mit einem Korrelationswert in Höhe von 0,30 zusammen.
- Der Dollar hängt zu 0,24 (nach dem Korrelationsfaktor) an der Entwicklung des MSCI World.
- Dollar und Gold hängen mit einem Faktor von -0,26 zusammen.
- Agrarpreise (und deren Index hängen nur am Ölpreis relativ stark. Der Korrelationsfaktor: 0,47.
- Der Hang Seng aus China hängt so gut wie gar nicht mit dem S&P 500 aus den USA zusammen. Der Faktor: 0,32.
- Bundesanleihen sind stark mit anderen Werten korreliert - wenn die Bundesanleihen als erster (und damit zu "erklärender") Wert in der Analyse auftauchen: -0,58 beträgt der Korrelationsfaktor zum Dax, -0,64 zum EuroStoxx 50, 0,35 zum Gold.
Der Korrelationsfaktor erklärt nicht alle Kursbewegungen und erlaubt oft auch wenig Zukunftsprognosen. Die Daten allerdings sind interessant, weil sich auf der anderen Seite zeigt, wie wenig die "alten Börsengesetze" tatsächlich gelten.
GeVestor meint: Sinkt der US-Dollar, müssen die Aktienmärkte demnach nicht zusammen brechen. Steigt der Ölpreis werden Aktien nicht automatisch unter Druck gesetzt.
Ein starker Kursverlust in den USA - etwa beim S&P 500 - führt nicht automatisch zu starken oder schwachen Kursveränderungen beim chinesischen Hang Seng. Die Erkenntnis: orientierne Sie sich bei Ihrer Diversifikation für mehr Rendite und weniger Risiko auch an neuen Konstellationen.
Etwa: Euro und Dollar gehen heutzutage fast gleichgewichtet unter. Gold ist die bessere Wahl.


