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Diversifikationseffekte und warum Diversifikation wichtig ist

Anleger, die nur auf ein bestimmtes Wertpapier oder auf eine bestimmte Anlageklasse setzen, unterliegen einem höheren Risiko, als Anleger die ihr Kapital auf mehrere Werte und Anlageinstrumente im Depot streuen.

Diversifikation mindert das Risiko

Durch eine sogenannte Diversifikation des Anlageportfolios lassen sich viele Risiken im vornherein minimieren. So können Verluste bei einem Wert durch andere ausgeglichen werden.

Mehr dazu: Kapitalschutz: Auf die richtige Diversifikation kommt es an

Entscheidente Bedeutung kommt dabei der Auswahl der einzelnen Werte und deren Gewichtung im Portfolio zu.

Höheren Renditechancen stehen höheren Risiken gegenüber

An der Börse stehen höheren Renditechancen zumeist höhere Risiken gegenüber.

Der Grund: Kleinere Unternehmen mit einer vergleichsweise niedrigen Marktkapitalisierung sind stärker auf Innovationen und neue Erfolgsprodukte angewiesen, um sich zu behaupten und Marktanteile zu gewinnen.

Etablierte Großkonzerne haben in der Regel ausreichend finanzielle Ressourcen und entsprechende Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, um selbst größere Wirtschaftskrisen zu überstehen.

Renditemaximierung oder Risikominimierung?

Bei der Portfoliobildung sollte beachtet werden, welches Ziel mit der Anlagestrategie verfolgt werden soll.

Wenn die Renditemaximierung im Vordergrund stehen soll, gilt es durch die Mischung von Anlageklassen eine möglichst hohe Rendite bei gleich bleibenden Risiken zu erzielen.

Steht die Risikominimierung im Vordergrund, gilt es das Verlustrisiko zu begrenzen, wobei die vorgegebene Rendite erreicht werden soll. Dabei kommen die Diversifikationseffekte ins Spiel.

Durch die ausgewogene Kombination bestimmter Anlageinstrumente wird die Volatilität des Gesamtdepots verringert.

Dieser sogenannte Diversifizierungseffekt fällt umso stärker aus, desto weniger Gleichlauf (Korrelation) die einzelnen Anlageinstrumente aufweisen.

Was sind Diversifizierungseffekte – ein Beispiel

Investiert der Anleger beispielsweise in die Halbleiterbranche und hält dabei verschiedene Chip-Aktien, so ist der Diversifizierungseffekt eher gering, da alle Werte von der Entwicklung des zyklischen Halbleitermarktes abhängig sind.

Ergänzt der Anleger dagegen sein Portfolio mit Aktien von Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, ist der Diversifizierungseffekt höher. Diese Unternehmen sind in der Regel weniger zyklisch und weisen eine stabile Ertragsentwicklung auf.

Mehr dazu: Diversifikation: Wie Sie am besten gestreut in Branchen investieren

Ergänzen kann der Anleger sein Aktienportfolio auch mit festverzinslichen Wertpapieren oder deutschen Staatsanleihen.

Diese werfen in der Regel vorhersehbare Renditen ab. Auch hier ist ein Diversifizierungseffekt gegeben.

Fazit: Garantiert hohe Renditen im zweistelligen Bereich lassen sich auch mit einer sehr breiten Diversifikation nicht erzielen.

Der Anleger sollte sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass Diversifizierungseffekte nur eine begrenzte Wirkung haben. Dennoch ist es ratsam, auf Diversifikation zu setzen, um das Risiko hoher Verluste zu verringern.

Im Enddefekt gilt trotz des Diversifizierungseffektes aber: Hohe Renditechancen stehen höheren Risiken gegenüber.

18. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands