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Dividende ist nicht gleich Dividende – Darauf ist zu achten

Obwohl Dividenden-Strategien unbestreitbar viele Vorteile aufweisen, gibt es natürlich auch Nachteile und Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen.

Denn hohe Dividendenrenditen sind nicht immer ein Indikator – und schon gar kein Garant! – für ein Erfolg versprechendes Investment.

Es besteht die Gefahr, dass die Dividende nicht gesichert ist, und dass die Ausschüttung gekürzt oder sogar ganz gestrichen wird.

Dividende Vergleich: Wann Vorsicht geboten ist

Es gibt die verschiedensten Anzeichen für eine ungenügend gesicherte Dividende. Wenn beispielsweise die Dividende höher ist als der Gewinn, dann ist Vorsicht geboten.

Hier besteht die Gefahr, dass die Dividenden-Zahlung über eine höhere Verschuldung oder aus dem Eigenkapital bezahlt wird.

Ein prominentes Beispiel ist die Deutsche Telekom. Langfristig geht das natürlich nicht gut. Der Aktienkurs wird entsprechend darauf reagieren.

Oft hapert es am operativen Erfolg. Vorsichtig sollte auch walten, wenn ein Unternehmen überdurchschnittlich hoch verschuldet ist.


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Hier besteht immer die Gefahr, dass dem Schulden-Abbau eine höhere Priorität eingeräumt wird und dadurch dem Druck, die Dividende zu senken, nachgegeben wird.

Dividende ist nicht gleich Dividende: Stärken und Schwächen

Dividenden-Aktien entfalten ihre Stärke vor allem in schwachen Börsen-Phasen.

Umgekehrt gilt aber auch, dass in ausgeprägten Hausse-Märkten in aller Regel nicht mit den davoneilenden Kursen der Gesamtmärkte mitgehalten werden kann.

Man sollte also nicht erwarten, mit einer Dividenden-Strategie die Märkte permanent, das heißt in jedem Jahr, schlagen zu können.

Allgemein gilt: Zins-Erhöhungen sind schlecht für Aktien, besonders auch für Dividenden-Aktien.

Wichtig: Dividende ist nicht gleich Dividende

Investoren, die auf ein möglichst hohes Einkommen Wert legen, neigen dazu, in Hochzins-Phasen Anleihen den Dividenden-Aktien vorzuziehen. Von einer Hochzins-Phase sind wir aber sehr weit entfernt.

Hohe Zinsen bedeuten aber auch, dass der Aufwand eines Unternehmens steigt, was den Gewinn schmälert und somit die Dividende gefährdet.

Das wiederum wirkt sich negativ auf den Kursverlauf aus.

In der aktuellen Niedrigzins-Phase ist mit einer Zins-Anhebung eher nicht zu rechnen. Und wenn, dann wird sie sehr moderat ausfallen.

Dividende Vergleich: Schließlich die Besteuerung

Zielt man mit Dividenden-Aktien vor allem darauf ab, ein zusätzliches Einkommen zu generieren, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die ausbezahlte Dividende besteuert wird.

Für Dividenden-Erträge, die in Deutschland anfallen, wird die Quellensteuer fällig.

Wir optimieren die Dividende

Obwohl viele Strategien wie z. B. Dogs of the Dow auf keinen der angesprochenen Punkte Rücksicht nehmen, schneiden sie langfristig immer noch besser als der Vergleichs-Index ab.

Ich bin der Überzeugung, dass man die Performance einer Dividenden-Strategie noch zusätzlich verbessern kann.

Das gelingt z. B. indem man bei der Auswahl von Dividenden-Aktien Filter einbaut, die das Auftreten der oben erwähnten Probleme verhindern oder doch zumindest reduzieren können.

Im Mittelpunkt sollten dabei die Ausschüttungs-Quote, die Höhe der Dividendenrendite und die Zuverlässigkeit der Zahlung sowie kontinuierliche Dividenden-Erhöhungen stehen.

14. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.