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Dividende: Kapitalertragssteuer muss gezahlt werden

Seit 2009 muss auf eine Dividende eine Kapitalertragssteuer gezahlt werden. Diese wird generell auf jedes Kapitalvermögen erhoben. Ab 2009 wird das Kapitalvermögen nicht wie vorher nur zur Hälfte, sondern komplett für die Steuer erfasst.

Dies bedeutet, dass auch 2013 eine Abgeltungssteuer von 25% auf diese Vermögen anfällt. Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% sowie in vielen Fällen die Zahlung der Kirchensteuer.

Dividende: Kapitalertragssteuer auf inländische Depots

Besitzen Sie ein inländisches Depot, behält die Bank diese Steuern direkt ein. Sie müssen also nicht mehr in der Steuererklärung festgehalten werden. Anders sieht es bei ausländischen Depots aus. Hier muss die Pauschalbesteuerung erst im Nachhinein beim Finanzamt gemeldet werden.

Dies geschieht durch eine Angabe in Anlage KAP der Einkommenssteuererklärung. Geben Sie diese steuerpflichtigen Einnahmen nicht an, machen Sie sich strafbar. Mit einigen Ländern wie beispielsweise der Schweiz bestehen jedoch bereits Abkommen, um die Quellensteuer anonym abführen zu können. Ausnahmen von dieser Regel bestehen bei deutschen Aktien in einem ausländischen Depot. Hier wird die Abgeltungssteuer direkt durch die Aktiengesellschaft einbehalten.

Dividende: Kapitalertragssteuer mit Freibetrag

Dennoch besteht auch beim Kapitalvermögen ein Freibetrag, den Sie auf jeden Fall nutzen sollten. Dieser beträgt genau 801€ pro Person, bei Ehepaaren verdoppelt sich dieser Betrag demnach auf 1.602€.

Erst wenn die Dividenden und alle sonstigen steuerpflichtigen Kapitaleinkünfte über diesen Betrag ansteigen, müssen Sie die Kapitalertragssteuer entrichten. Hierzu müssen Sie über Ihre Depotbank einen Freistellungsauftrag beantragen, bestenfalls direkt bei der Einrichtung Ihres Depots.

Ansonsten gilt für die meisten Banken eine Frist bis zum letzten Arbeitstag des Jahres. Im Zweifel sollten Sie sich jedoch bei Ihrer Bank persönlich informieren, um den Abgabetag nicht zu versäumen.

Freistellungsauftrag: Änderungen mitteilen

Der Freistellungsauftrag kann sowohl zeitlich befristet als auch unbefristet gelten. Dies können Sie bei der Unterschrift selber festlegen. Ändern sich die persönlichen Lebensumstände, beispielsweise durch Heirat, Scheidung oder einen Umzug ins Ausland, verliert der Auftrag jedoch automatisch seine Gültigkeit.

In diesem Fall muss der Antrag neu eingereicht werden. Der Auftrag kann dabei auch zwischen mehreren Depots, Tagesgeldkonten und Festgeldanlagen gesplittet werden.

Um die gemeinsame Summen aller Kapitalvermögen überblicken zu können, müssen Sie im Freistellungsauftrag Ihre Steueridentifikationsnummer angeben. Hierzu sind Sie auch bei einem Depotwechsel verpflichtet. Ändert sich hierbei auch der Gläubiger, müssen Sie die Steuer-ID ebenfalls angeben.

Einzelne Orderbelege müssen jedoch in diesem Fall nicht mehr aufbewahrt werden, bei einem Depotumzug werden die Transaktionsdaten durch die Bank automatisch übermittelt. Im Zweifel – und um sich rechtlich abzusichern – kann hier jedoch auch ein Gang zum Steuerberater helfen.

3. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.