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Dividende macht Anleihe überflüssig

Mehr denn je: Eine Dividende bringt im Vergleich zur Anleihe das weitaus bessere Ergebnis. Während Anleihezinsen weiter sinken, wächst der Abstand zur Dividendenrendite.

Damit stellt sich die Frage nach dem Sinn von Anleihen. Das jüngst gestartete Antikrisenprogramm der EZB drückt die Zinsen für 10jährige Bundesanleihen nun auf ganze 0,264% – ein Rekordtief.

Anleihezinsen im Nullkomma-Bereich

Eigentlich wäre ein Vergleich zwischen den beiden Anlageklassen insofern müßig als sie nach traditionellem Verständnis eher parallel laufen: Ein Teil des Anlagegelds in etwas riskantere Aktien, ein Teil in sichere Anleihen. Doch stehen die seit Längerem extrem niedrigen Nullkomma-Anleihezinsen für das Mehr an Sicherheit?

Immerhin: Wer auf etablierte Titel mit stabiler Dividende setzt, freut sich nicht nur über laufende Ausschüttungen, er begrenzt zudem sein Risiko. Grund: Eine hohe Dividende spricht tendenziell für ein solides Geschäftsmodell.

Dividendenaktien sind in der Regel weniger volatil und sorgen für mehr Sicherheit. Die Dividendenrendite im DAX beträgt zwischen 3% und 4%. Ähnlich das Bild bei den großen Europa-Indizes wie S&P Europe oder Euro Stoxx-50.


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Sogar die europaweit attraktiveren Anleihezinsen der Niederlande, Irlands, Spaniens und Portugals liegen jetzt gerade noch zwischen 0,8% und 1,2%. Das macht selbst die etwas gestiegenen Anleihenkurse nicht wett. Damit sind 10jährige Anleihen gemeint.  Bei Bundesanleihen mit 5 Jahren Laufzeit zahlen Anleger sogar drauf. Bei 2 Jahren „winkt“ gar ein Zins von minus 0,23%.

Dividenden hängen Anleihen ab

Dass Dividenden-Renditen die Anleihe-Erträge schlagen, machte schon letztes Jahr die Runde, als sich zeigte, dass der Vorsprung so groß war wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Zu der Zeit aber brachten 10jährige Bundesanleihen noch 1,11%. Ende 2008 ging es erstmals unter die 3%-Marke. Zuvor hielten sich Dividenden und Anleihezinsen ungefähr die Waage.

Dies ist derzeit in den USA der Fall. Die führenden Indizes wie S&P 500 oder MSCI World kommen auf eine Dividendenrendite zwischen 2,3% und 2,7%. Die Zinsen für 10jährige US-Bonds liegen aktuell bei 2,1%, wobei mit einer baldigen Steigerung zu rechnen ist.

Höhere Ausschüttungen im DAX

Im Vergleich sind also die Dividenden-Renditen in Europa höher, und sie legen teils kräftig zu, wie die DAX-Unternehmen zeigen. So erfreute zum Beispiel Daimler seine Anleger mit einer Dividenden-Rendite von 2,96% und 2,45 € pro Aktie – die höchste Ausschüttung in der Unternehmensgeschichte.

Die Allianz kündigt für dieses Jahr einen Anstieg auf 6,85 € je Aktien an – Dividendenrendite: 4,7%. Und bei der Münchner Rück geht es rauf auf 7,75 € bei 4,3%.

Angesichts dieser Zahlen, zumal bei soliden Unternehmen, hat sich der alte Stoßdämpfer-Effekt durch alternative Anleihen im Portfolio überholt. Den früher berechenbaren Zubrot-Effekt durch 3% bis 4% Zinsen gibt es nicht mehr. Und auf absehbare Zeit dürfte sich das nicht nennenswert verändern.

Solide Dividendenaktien reduzieren Risiko

Wer parallel zur Wertentwicklung zuverlässige fortlaufende Zahlungen sucht, ist mit Dividendenaktien bestens bedient. Allerdings sollten es Unternehmen sein, die eine stabile Dividendenhistorie zeigen und keine übertrieben hohen Lockdividenden zahlen. Dies ist meist ein Anzeichen für strukturelle Probleme.

Zuverlässige Dividendenzahler können ähnlich wie bislang Anleihen eine sichere Komponente bilden. Nur eben innerhalb des Aktienportfolios. Übrigens: Bei Anleihen ist meist von Staatspapieren die Rede. Doch im Vergleich sind auch Unternehmensanleihen interessant.

Auf 5 Jahre gesehen brachten etwa Lufthansa, SAP oder Metro zwischen 4,5% und über 7% Zinsen pro Jahr. Auch hier gilt. Auf die Bonität achten! Die sogenannten Junk-Bonds mit teils sehr hohen Zinsen sind mit Vorsicht zu genießen. Deren Kurse sind sehr schwankungsanfällig. Sie eignen sich nur für risikofreudige Anleger.

2. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.