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Dividende steuerfrei kassieren: Darauf müssen Sie achten

Im Wonnemonat Mai haben Dividendenjäger Hochkonjunktur. 19 der 30 DAX-Konzerne halten im Mai ihre Hauptversammlungen ab und schütten ihre Dividenden aus. Das bedeutet in anderen Worte, dass die Aktionäre der Unternehmen an den eingefahrenen Gewinnen des letzten Jahres beteiligt werden.

Die Gewinnspanne ist natürlich immer unterschiedliche, daher lohnt es sich meist bei Unternehmen, die im letzten Jahr gut gewirtschaftet haben. Insgesamt werden in den Monaten April und Mai mehr als 80% der Ausschüttungen ausgezahlt. Daher sind an dieser Stelle einige Tipps und Empfehlungen von unserer Seite angebracht, die die Dividende und den Steueraspekt betreffen.

Der Steueraspekt: Dividende steuerfrei kassieren

Dabei lohnt es sich für Anleger, nicht nur auf die Höhe der Dividendenrendite zu achten. Auch der steuerliche Aspekt spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Bei den meisten Dividendenzahlungen wird die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% fällig.

Hinzu kommt der Solidaritätszuschlag plus eventuell die Kirchensteuer. Bei Kirchenmitgliedern gehen unter dem Strich gut 28% der Ausschüttung an den Fiskus. Aktionäre einiger Unternehmen können jedoch die Dividende steuerfrei kassieren. Vor- und Nachsteuerrendite sind also identisch. Dies ist dann der Fall, wenn die Ausschüttung nicht aus dem operativen Geschäft, sondern aus bilanziellen Kapitalrücklagen, aus dem sogenannten steuerlichen Einlagekonto, bezahlt wird.

Telekom ist nach Steuern der Spitzenreiter im DAX

Lässt man den steuerlichen Aspekt außer Acht, bietet RWE mit aktuell 8,1% die höchste Dividendenrendite im DAX. Nach Abzug der Steuer bleibt Anlegern jedoch nur eine Rendite von 5,9%.

Nach Steuern ist die Aktie der Deutschen Telekom der DAX-Titel mit der höchsten Dividendenrendite. Denn der Telekomkonzern gehört zu jenen Gesellschaften, bei denen die Ausschüttung steuerfrei ist. Die Rendite beläuft sich aktuell auf 6,2%. Wer die Ausschüttung kassieren möchte, muss die Aktie am 12. Mai, dem Tag der Hauptversammlung, in seinem Depot haben.

Weitere Unternehmen, bei denen die Dividende steuerfrei ist, sind beispielsweise die Deutsche Post oder auch die im MDAX gelisteten Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen und Deutsche Euroshop.

Nur Altaktionäre genießen volle Steuerfreiheit

Eines sollten Sie jedoch beachten: Wirklich steuerfrei sind die Dividenden nur für die Aktionäre, die den jeweiligen Wert bereits vor Einführung der Abgeltungssteuer 2009 gekauft haben. Anleger, die später eingestiegen sind, erhalten die Ausschüttung zwar ebenfalls komplett gutgeschrieben. Bei ihnen wird der Einstandskurs aber um die erhaltenen Dividenden gekürzt, wodurch sich der mögliche Gewinn bei einem späteren Verkauf erhöht.

Grundsätzlich kann ich Ihnen aber ohnehin nur raten, eine Aktie nicht ausschließlich wegen der Dividende ins Depot zu nehmen. Bei der Beurteilung, ob ein Wert aussichtsreich ist und mittelfristig über gute Kurschancen verfügt, ist die Dividendenrendite nur eines von mehreren Kriterien.

27. April 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.