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Dividenden-Ausschüttung: Mehr als Zubrot für Aktionäre

Mit der Dividenden-Ausschüttung wird einmal im Jahr das Engagement und Vertrauen der Aktionäre belohnt. Sie bekommen ihren Anteil am Gewinn.

Zur Freude der Anleger sind die insgesamt ausgeschütteten Summen beachtlich.

Bedenklich ist jedoch, wenn einige Unternehmen aus der Substanz ausschütten. Auf der anderen Seite aber könnte die Ausschüttungs-Quote in vielen Fällen durchaus höher sein.

Dividenden-Ausschüttung – Erntezeit im Frühjahr

In Zeiten von Eurokrise und historisch niedrigen Zinsen wirken Dividenden wie ein Fels in der Brandung. Wer sein Geld auf einige solide dividendenstarke Titel verteilt, kann davon ausgehen, dass er regelmäßig gut entlohnt wird.

Durchschnittlich 40% ihrer Gewinne schütten deutsche Unternehmen einmal im Jahr aus. Und zwar im Frühjahr. Dann ist Dividenden-Saison.

Die Höhe der Ausschüttung wird von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und auf der Hauptversammlungen der Anleger beschlossen. Die Auszahlung erfolgt am nächsten Tag.

Mehr zum Thema: Dividenden-Ausschüttung: Was man darunter versteht

Aktionäre der Münchner Rückversicherung beispielsweise bekommen 2013 für jede ihrer Aktien 7€ gutgeschrieben. Der Spitzenwert des Jahres.

Davon gehen dann in der Regel 25% Steuern und 5,5% Soli ab.

Dividenden-Ausschüttung – Ein Drittel des Anlageerfolgs

Die Dividenden-Ausschüttung wird gerne als Zubrot für Aktionäre bezeichnet. Doch beim Blick auf ihren Stellenwert handelt es sich eher um ein Festmahl.

Immerhin beträgt der Beitrag der Dividenden zum gesamten Anlageerfolg seit langem über ein Drittel.


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Die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), die jährlich eine Dividenden-Studie erstellt, kommt zu folgenden Zahlen:

2013 beträgt die Ausschüttungs-Summe aller deutschen Börsenunternehmen 36,7 Mrd. €. Das ist ein Plus von 5,4% gegenüber 34,8 Mrd, € in 2012. Im Rekordjahr 2008 waren es 38 Mrd. €.

Im Jahresvergleich kommen die 30 DAX-Konzerne auf folgende Ausschüttungs-Summen:

Abbildung

Beim DAX ist das jüngste Ausschüttungs-Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% gestiegen. Ganze 37,1% sind es beim Mdax – ein Rekordwert.

Der Mdax ist sozusagen die zweite Liga mit 50 deutschen Unternehmen. Der Anstieg ist unter anderem auf die Zahlungskraft der vormaligen DAX-Konzerne MAN und Metro zurückzuführen

Dividenden-Ausschüttung – nicht auf Kosten der Substanz

Doch trotz all der imposanten Zahlen – bei der Auswahl der Unternehmen sollten Anleger immer auf die Nachhaltigkeit der Dividenden-Ausschüttungen achten.

Denn sie sind zugleich ein Puffer für mögliche Kursverluste. Wenn die Kontinuität abreißt und der Kurs sinkt, fehlt der Ausgleich.

Ein Unternehmen muss sich Dividenden-Auschüttungen leisten können. Schlecht ist es, wenn damit Stärke demonstriert wird, die Ausschüttung jedoch von der Substanz geht.

Dem Anleger ist nicht gedient, wenn Dividenden auf Kosten der Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens gehen.

So hatten schon 2012 viele Anleger Bedenken, weil die Telekom mit 50 Cent pro Aktie mehr ausschüttet, als sie netto verdient.

Der Verlust beträgt 5,3 Mrd. €. Die Substanz-Dividende sank 2013 auf 30 Cent.

Damit ist die Deutsche Telekom aber immer noch Spitzenzahler mit insgesamt 3 Mrd.€, gefolgt von Siemens und BASF. Mit angekündigten weiteren Kürzungen wird sie das aber vermutlich nicht mehr bleiben.

Dass auch eine langjährige Dividendentradition krisenbedingt ein plötzliches Ende finden kann, zeigt das Beispiel Thyssen-Krupp. Hier gehen die Anleger 2013 leer aus. Ebenso bei der Lufthansa. Die Commerzbank hatte schon 2012 nicht ausgeschüttet.

Die Höhe der Dividenden-Ausschüttung kann also nicht pauschal bewertet werden. Eine hohe Dividende ist nicht nur gut und eine gesunkene nicht nur schlecht.

Dividenden-Ausschüttung mit Potenzial

Nicht immer jedoch sind wirtschaftliche Schwierigkeiten der Grund, warum Unternehmen keine Dividenden ausschütten. Bekanntes Beispiel aus dem Ausland ist Apple. Der Konzern stand 1995 am Abgrund und stellte seine Dividendenzahlungen ein.

Mittlerweile aber ist Apple das teuerste Börsenunternehmen der Welt und sitzt auf einem Vermögen von rund 100 Mrd. $. 2013 werden erstmals wieder Dividenden gezahlt.

In Deutschland sind es immerhin 58 % aller Aktien-Unternehmen, die keine Dividenden ausschütten. Nach Erkenntnis der DSW wird häufig schlicht Geld gehortet.

Auch steht die durchschnittliche Dividendenquote von zuletzt 42% in der Kritik.

Zwar lässt sich kein pauschaler Wert einfordern, da es immer auf den Einzelfall ankommt. Etliche Firmen haben einen hohen Investitionsbedarf.  Doch in vielen Fällen werden 50% als erstrebenswert und machbar angesehen.

Vor diesem Hintergrund haben Dividenden also noch Potenzial. Insgesamt sind Anleger mit soliden Dividendenaktien auch künftig gut bedient.

Eines dürfen Anleger auf keinen Fall übersehen: Der Börsenwert eines Unternehmens sinkt um die ausgeschüttete Dividende.

Deshalb wird diese vom Aktienkurs abgezogen. Nach einigen Monaten jedoch ist in aller Regel wieder mit einer Kurserholung zu rechnen.

Wer eine Dividendenaktie gleich nach Auszahlung abstößt, der bringt sich vorschnell um einen Teil des gesamten Gewinns.

15. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.