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Dividenden: Freuen Sie sich 2015 auf neue Rekordausschüttungen

Die DAX-Konzerne haben im abgelaufenen 3. Quartal des Jahres 2014 Rekordgewinne eingefahren und Sie können sich daher auch im kommenden Jahr auf neue Rekord-Dividenden einstellen. Jetzt möchte ich darauf eingehen, warum Dividenden künftig noch wichtiger werden, als sie es jetzt schon sind, und Ihnen 4 Kriterien vorstellen, die Ihnen bei der Auswahl der richtigen Dividenden-Aktien helfen.

Dividendenstrategien als Mittel gegen die „finanzielle Repression“

Die sogenannte finanzielle Repression ist eine sanfte Art der Enteignung. Die Schulden werden weginflationiert. Regierungen und Notenbanken müssen dafür an zwei Stellschrauben drehen: Zum Ersten müssen die Zinsen unter die Inflationsrate gedrückt werden. Diesen Trend können Sie seit Ausbruch der Krise beobachten.

In den USA liegt der Leitzins in der Bandbreite von 0,00 bis 0,25% und wird dort aller Voraussicht nach noch eine Weile bleiben. Der Leitzins der EZB wurde in diesem Jahr von 0,25 auf 0,15% gesenkt und tendiert daher in Richtung Null. Zum Zweiten müssen die Regierungen dafür sorgen, dass die großen Investoren in der Zins-Falle gefangen bleiben.

Reformen wie Basel III und Solvency II sorgen dafür, dass Versicherungen und Banken große Teile des Anlagekapitals trotz der Null-Zins-Politik in Staatsanleihen investieren (müssen). Liegt das Zinsniveau über mehrere Jahre unterhalb der Inflationsrate, sinkt ebenfalls die Schuldenquote. Warum Dividenden-Strategien ein sehr geeignetes Mittel sind, um sich gegen die finanzielle Repression zu wehren, erfahren Sie jetzt.

Neue Statistiken zeigen, dass die Dividenden in den vergangenen knapp 100 Jahren für rund 40% der Gewinne des wichtigsten amerikanischen Aktienindizes, des S&P 500, verantwortlich waren (für den US-Aktienmarkt gibt es die beste Datenbasis, daher beziehen sich fast alle großen Aktien-Studien auf den US-Markt).

Wie wichtig die Dividenden für Ihre Börsengewinne sind, zeigt auch eine weitere Studie: Gemäß einer Berechnung von Ned Davis Research erzielten Aktien aus dem S&P 500 zwischen 1972 und 2012 einen Wertzuwachs von 6,94% pro Jahr.


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Die Aktien aus dem S&P 500, die eine Dividende ausgeschüttet haben, schafften im gleichen Zeitraum eine Performance von 8,67% pro Jahr. Unternehmen, die ihre Dividende regelmäßig erhöhen bzw. erstmalig mit der Zahlung einer Dividende starteten, schafften im Schnitt sogar einen Gewinn von 9,48% pro Jahr!

So dramatisch sind die Folgen finanzieller Repression für Sparer

Wie drastisch die Folgen für Sparer sind, hat vor einiger Zeit Thomas Mayer, der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, vorgerechnet: Bei einem Zinssatz von 0% und einer Inflation von 3% pro Jahr erleiden Sparer nach 20 Jahren einen Kaufkraftverlust von über 50%.

Das bedeutet: Das Geld liegt noch auf dem Konto, aber der Sparer kann dafür viel weniger Waren und Dienstleistungen erwerben als heute. Daher: Meiden Sie Sparformen, die Renditen unterhalb der Inflationsrate abwerfen. Sie haben als Privatanleger die Wahlfreiheit.

„Langweilige“ und pflegeleichte Dividenden-Werte wie die Top-Aktien Nestlé, Coca Cola oder Reckitt Benckiser bieten Ihnen dank der hohen Ausschüttungen und relativ geringen Kursschwankungen einen Ausweg aus der finanziellen Repression. Weitere Top-Dividenden-Aktien finden Sie mit Hilfe der folgenden 4 Auswahl-Kriterien:

1) Überdurchschnittliche Dividendenrendite innerhalb des jeweiligen Marktindex

Sie sollten bei Ihrer Auswahl von Dividenden-Aktien darauf achten, dass die Aktie, die Sie auswählen, innerhalb des jeweiligen Marktindex bzw. innerhalb des jeweiligen Marktsegments eine überdurchschnittliche Dividenden-Rendite bietet.

2) Ausschüttungsquote: Welcher Gewinnanteil wird ausgeschüttet?

Die Ausschüttungsquote ist einfach zu verstehen: Es handelt sich dabei um den prozentualen Anteil der ausgeschütteten Dividendensumme am Unternehmensgewinn. Eine Ausschüttungsquote von 20% bedeutet: 20% des Gewinns landen in Form von Dividenden auf den Konten der Aktionäre (die restlichen 80% bleiben im Unternehmen).

Bei einer Ausschüttungsquote von 50% wird die Hälfte des Gewinns ausgeschüttet, bei einer Ausschüttungsquote von 100% wird alles ausgeschüttet. Wenn ein Unternehmen 50% der Gewinne in Form von Dividenden ausschüttet und 50% für spätere Investitionen zurückhält, ist das eine gute und ausgewogene Quote. Ausnahmen kann es zum Beispiel geben, wenn ein Unternehmen über einen sehr hohen Kassenbestand verfügt. Dann darf die Ausschüttungsquote auch höher sein.

3) Dividendenhistorie: Wie stetig und regelmäßig waren die Ausschüttungen bisher?

Dividendenaktien mit hohen und stetigen Ausschüttungen sind in der Regel eher defensive Titel wie die Depotwerte Nestlé, Coca-Cola oder Reckitt Benckiser. Aktionäre legen bei diesen Geschäftsmodellen weniger Wert auf hohe Wachstumsraten und stattdessen mehr Wert auf möglichst stetige, regelmäßige Ausschüttungen.

Die Regelmäßigkeit der Dividenden und ihr stetiges Wachstum sagen viel über die Qualität eines Unternehmens aus. Sie müssen bei der Betrachtung der Dividendenhistorie auch wissen, ob es sich beim jeweiligen Unternehmen um einen zyklischen (also von der Konjunktur abhängigen) oder um einen nicht-zyklischen (also weitgehend von der Konjunktur unabhängigen) Wert handelt.

Bei zyklischen Aktien aus Branchen wie Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau oder Chemie kann die Dividende schwanken oder ausbleiben. Das ist ganz normal. Bei nicht-zyklischen Aktien sollte das nicht der Fall sein.

4) Wo geht die Reise hin: Ist Potenzial für künftige Dividendensteigerungen da?

Die Dividenden mögen noch so attraktiv sein: Investieren Sie nicht in Unternehmen ohne Aussicht auf steigende Gewinne. Die klassische Gewinngröße ist der Jahresüberschuss. Dieser lässt sich allerdings leicht manipulieren, außerdem sind darin viele Einnahmen enthalten, die gar nicht auf das eigentliche Kerngeschäft des Unternehmens zurückgehen.

Beispielsweise steigern Erlöse aus dem Verkauf von Tochterunternehmen, von firmeneigenen Immobilien oder von Produktionsstätten einmalig den Gewinn. Deshalb betrachte ich bei der Aktienauswahl zusätzlich den operativen Cashflow. Diese Kennzahl verrät uns, welche Mittelzuflüsse ein Unternehmen im eigentlichen Kerngeschäft verzeichnen kann.

24. September 2014

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.